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Pflichtlektüre: Die aktuelle Internetretailer-Ausgabe (und mehr)

Internetretailer hat mal wieder eine wunderbare Ausgabe herausgebracht - mit gewohnt zukunftsrelevanten Themen.

Sehr lesenswert ist beispielsweise "We-Commerce", ein ausführlicher Artikel über die Social Shopping Experimente der US-Händler bei Facebook & Co:

"Retailers creating presences on the big three social networks are making minimal investments in attempts to gain maximum exposure. But what is the ROI?"

Man sollte das Ganze allerdings mit einer gesunden Portion Skepsis lesen. Zig Hinweise zeigen, dass viele der Händler wohl eher auf dem Holzweg sind. Viele tappen schon wieder in die Kanalfalle.

Dabei geht es auch anders: Wohl dem, der den Community-Manager eines E-Commerce Startups "löchern" kann, das sich quasi exklusiv in die attraktivsten Networks einnistet - und von dort heraus sehr nah am Puls der Zielgruppe operieren kann.

Ein weiterer Lesetipp ist "Power Products" - Wie Online-Händler schneller an exklusive Produkte kommen:

"Products are changing faster in the retail market so retailers have to get the products faster."

Erstaunlicherweise spielt in diesem ansonsten hervorragenden Artikel das Thema "Mass Customization" keinerlei Rolle.

Ergänzend sei deshalb das Interview mit dem einstigen Timbuk2-Gründer Rob Honeycutt empfohlen, der es mit Rickshaw Bags in Kürze nochmal wissen will. Bei Frank Piller hat er nicht nur über sein neues Taschen-Label, sondern auch über Mass Customization im allgemeinen geplaudert:

"I don’t see there's a one best application of mass customization. I think mass customization can be applied to virtually any product, or family of products, and be used to reduce waste, improve quality, increase variety and vastly improve overall manufacturing productivity.

Mass customization is so much more than just “build your own.” When you get the right manufacturing systems coupled in behind the product offering, that is when you see the true power of mass customization.

Sometimes the very best applications of mass customization are almost invisible to the end user."

"Raising the Stakes", heißt treffenderweise die Titelgeschichte der aktuellen Internetretailer-Ausgabe. Der Online-Handel wird wohl nie wieder so einfach sein wie heute.

Schneller als Ebay: Der Online-Handel zwischen Börse und Basar

Schöner Beitrag bei Venturebeat ("Fididel launches live-negotiation auction business"):

"It clearly looks like it’s time for eBay to look over its shoulder for those who want to do eBay 2.0 — before eBay does."

Auktionen dauern viel zu lange für ein schnelles Live Web. Auch Ebay weiß, dass es den Verkaufsprozess beschleunigen muss, um auch dann noch vorne mitmischen zu können, wenn zentrale Anlaufstellen an Bedeutung verlieren - und Direktverkäufe vor Ort zunehmen.

Doch der erste Versuch, Ebay Express, ist gründlich daneben gegangen: Erstaunlicherweise eiferte Ebay in seinen Beschleunigungsbestrebungen ausgerechnet dem konventionellen Online-Handel nach, anstatt sich auf seine originäre Stärke, den Erlebnishandel, zu besinnen und an einem schnelleren Preisfindungsmodell zu arbeiten.

Wie das aussehen könnte, zeigt Fididel:

"Fididel is new kind of auction site that aims to draw in buyers and sellers who aren’t happy with the lack of real-time negotiation on sites such as eBay or Priceline.com.

Fididel

The site gives buyers and sellers the ability to chat in real-time and quickly agree upon a sales price."

Live feilschen auf dem Online-Bazar. Venturebeat beschreibt in dem Beitrag sehr gut, wohin es gehen müsste und wo die Fallstricke liegen. Allerdings hält Fididel, das inzwischen online ist, nicht wirklich, was es verspricht. Zu altbacken wirkt die Seite, zu weit klaffen Anspruch und Wirklichkeit auseinander.

Aber in der Theorie klingt es nicht schlecht:

"Wendell calls his idea “engagement commerce,” which is a lot closer to the way sales take place in the real world. It can be a lot more fun than passively waiting for an auction to end, he said. Initial products include electronics, sporting goods, home and garden supplies and other things."

Am Fididel-Konzept wird auch deutlich, woran es beispielsweise bei Gimahhot hapert. Zwar heißt es auch dort neuerdings: "Feilschen Sie mit!". Aber Börse ist eben nicht gleich Bazar.

Frühere Beiträge zum Thema:

Live Shopping: Über 50% der Anbieter scheitern im ersten Jahr

Der von uns als Online-Experte sehr geschätzte Eric Kubitz ist beileibe nicht der einzige, der Live Shopping für absoluten Quatsch hält. Aber keiner hat die Gegenargumente so feinsäuberlich zusammengestellt wie er ("Live Shopping ein Erfolgsmodell? Nicht wirklich").

Dem gestrigen Beitrag war zu entnehmen, dass es hierzulande mittlerweile 25 Live Shopping Anbieter gibt. Nicht entgangen sein dürfte dem aufmerksamen Leser aber auch, dass bisher jeder zweite Live Shopping Anbieter - vier der ersten acht - gescheitert ist. Mittelfristig dürfte die Ausfallquote sogar auf 80 bis 90% steigen. Das lässt sich bei einem neuartigen und nicht gerade einfach handzuhabenden Konzept nicht vermeiden.

Live Shopping ist kein Selbstläufer. Das hat auch nie jemand behauptet. Dass Live Shopping allerdings alleine schon deswegen zum Scheitern verurteilt ist, weil alle Seiten gleich aussehen, ist ein eigenartiges Argument. Wieviele konventionelle Online-Shops dürfte es dann geben?

Ein halbes Dutzend Anbieter hat inzwischen den "Proof-of-Concept" erbracht. Gut dokumentiert sind die Erfolge von Woot!, iBOOD und Zazz!. Insofern kann man Eric Kubitz' Frage "An einen Stand-Alone-Anbieter glaubt doch keiner wirklich, oder?" mit einem klaren "Sehr wohl!" beantworten.

E-Commerce ist ein Wachstumsmarkt, dessen Boomphase noch bevorsteht. Das Potenzial für Live Shopping im Internet liegt unseren Schätzungen zufolge bei einer Milliarde Euro auf Fünf- bis Zehnjahressicht. Wieviele Live Shopping Anbieter es dafür braucht? Auf jeden Fall mehr als die für dieses Jahr anvisierten 50.

Live Shopping wird als Geschäftsmodell traditionell unterschätzt. Bestes Beispiel aus eigener Erfahrung: Der Shoppingsender HSE24, der damals noch als H.O.T. Home Order Television firmierte und allein auf weiter Flur war, hat die Jahre 1995 und 1996 mit Miniumsätzen gerade so überstanden. Quelle war der erste Investor, dem das Ganze zu heiß wurde und komplett ausgestiegen ist. Heute ist der deutsche Markt für TV-Shopping ein Milliardenmarkt, auch wenn so mancher alteingesessene Versandhändler auch heute noch bezweifelt, dass Teleshopping überhaupt funktioniert. Und HSE24 ist heute wieder Teil von Quelle/Primondo.

Bei aller Euphorie sollte man allerdings nicht übersehen: Exciting Commerce ist ein MutMacher-Blog für alle, die Neues wagen wollen und den E-Commerce der Zukunft gestalten wollen. Wir versuchen jenseits der eingefahrenen Bahnen Potenziale aufzuzeigen, genauso gut aber auf mögliche Fallstricke hinzuweisen. Der Grundtenor wird immer optimistisch zukunftsgewandt bleiben, auch wenn das allzu leicht als "Hype" missverstanden werden kann. Wer allerdings todsichere Konzepte sucht und nicht bereit ist zu experimentieren, der ist auf anderen, "Best Practice"-Seiten weitaus besser aufgehoben.

Frühere Beiträge zum Thema:

Live Shopping: Das 25. Woot! für Deutschland legt los

Heute ist der Fashionaire DayDeal gestartet. Damit sind erstmals 25 Live Shopping Anbieter gleichzeitig online. 50 Live Shopping Dienste bis Jahresende sind also weiterhin machbar. Das Spektrum reicht inzwischen von Elektronik über Mode, Sport und Schmuck bis hin zu Erotik.

Myliveshopping und der Liveshoppingguide haben den Überblick, eine Top 20 Auswahl gab es kürzlich im Shopbetreiber-Blog

Seit Ende 2005 sind insgesamt 29 Seiten online gegangen, vier davon haben wieder aufgegeben. Insgesamt vier Anbieter - iBOOD, Schutzgeld, Sportlet und Dealirio - sind länger als ein Jahr auf dem Markt. Kurz vor dem Einjährigen stehen Urdeal und Preisbock.

Der Fashionaire DayDeal hält sich an die Standards und macht einen entsprechend gelungenen Eindruck. Los gings heute mit einem 100 Euro Shirt von Christian Audigier.

Fashionaire

Interessant an Fashionaire ist überdies, dass es der erste Versuch ist, ein Live Shopping Angebot über ein Blog zu etablieren. Das hat ja schon im Crowdsourcing ganz gut geklappt - und hilft überdies, schon im Vorfeld ein besseres Gespür für die Community zu bekommen.

Schnellere Infos und Analysen künftig auch in unseren Live Shopping Notizen

Frühere Beiträge zum Thema:

Social Shopping für Weinfreunde: Amivini, Verkostet, Snooth

Langsam kommen auch hierzulande die Social (Shopping) Networks für Weinfreunde in Schwung. Seit dem letzten Bericht ist neben MyCellar und Verkostet.de als drittes Netzwerk Amivini online gegangen.

Amivini

Einen wirklich überragenden Eindruck macht noch keine der drei Seiten. Listen-Verwaltung geht eindeutig vor Nutzer-Vernetzung. Emotionale Momente Fehlanzeige.

  • MyCellar macht noch den ansprechendsten Eindruck, schneidet allerdings bei der Vernetzung am Schwächsten ab.
  • Und wer hätte bei Amivini vermutet, dass sich dort über 1.000 Weinfreunde tummeln? Ein bisschen zugänglicher wird die Seite erst, sobald man mit der Nase auf die "Erweiterte Suche" gestoßen wurde.

Apropos Verkostet: Wer mit Wein weniger anfangen kann, für den haben die Sonntagmorgenmacher einen ganz besonderen Tipp. Vor vier Wochen ist tatsächlich Coffeenatic als erstes Social Network für Kaffeeliebhaber online gegangen

Und wer sich lieber real vernetzen will: "Wein & Genießen" heißt das Motto des Exciting Commerce Roundtables im Juni. Unternehmen und Gründer aus dem Wein- und Feinschmecker-Segment sind herzlich willkommen. Emotionale Momente garantiert ;-)

Frühere Beiträge zum Thema:

Shoplette und die mobile Zukunft des Social Shopping

Auch wenn im Social Shopping Bereich gerade eher Innovationsflaute herrscht, gibt es doch immer wieder das ein oder andere anregende Beispiel.

Shoplette stammt aus Singapur und lässt schon mal erahnen, wie die mobile Social Shopping Zukunft aussehen könnte, vorausgesetzt, die Handybranche einigt sich in absehbarer Zeit auf einen gemeinsamen (Open Source) Browser bzw. das iPhone setzt sich auch in der Breite durch.

Der "Armchair Theorist" hat eine hervorragende Shoplette-Besprechung ("Twitter Meets Shopping"), der eigentlich kaum etwas hinzuzufügen ist.

Shoplette

Die Grundidee erinnert ein bisschen an Shopalize ("What did you buy today?"), das aktuell nicht (mehr) erreichbar ist. Das Design weckt Erinnerungen an die ursprüngliche Zebo-Version. Allerdings wurde Zebo gerade generalüberholt und sieht nun komplett anders aus.

Frühere Beiträge zum Thema:

Exciting Facebook: Social Commerce is the New Black

Werden Slide & RockYou irgendwann in die Fußstapfen von Amazon & Ebay treten? Die Herausforderung ist offensichtlich:

"Social commerce is where (the business is) headed. Companies that have mined enough social graph data and can combine shopping to it--whoever figures that out, they will be set."

"Social Commerce is the New Black", heißt denn auch die neue Facebook Devise von Dave McClure ("Master of 500 Hats"). Und auf die Frage, warum Facebook, Slide, Ning und die Flut "nerviger" Facebook-Apps Milliarden wert sein sollen, antwortet er:

"Well if they're worth anywhere near that much, it's not obvious 100M+ widgets, walls, & installs are what generates revenue... however, it MAY be because of the social graph data-mined from those users & apps & widgets, and what that means for the future of Social Commerce.

Bei ihm gibts das Ganze wie immer in bunt

Frühere Beiträge zum Thema:

Warum sich Facebook in Deutschland noch schwer tut

Man kann es sich einfach machen, eine mehr als kühne Behauptung aufstellen und diese dann in eine möglichst knackige Headline ("Facebook verpatzt den Deutschland-Start") verpacken. Man kann es allerdings auch seriöser angehen. Martin Weigert beschreibt anhand der neuesten Nielsen-Zahlen, warum sich Facebook in Deutschland noch schwer tut:

"Während der FAZ-Bericht – wenig verwunderlich – an verschiedenen Stellen im Netz aufgegriffen wurde, lieferten die Nielsen-Zahlen eigentlich nur die Bestätigung für das, was sowieso zu erwarten war.

Tatsächlich gab es keinerlei Gründe, die für eine rasante Zunahme der Facebook-Mitgliederzahl in Deutschland nach dem Start der deutschsprachigen Version gesprochen hätten.

Für Facebook, das in anderen Ländern Europas und der Welt weiterhin kräftige Zuwächse verzeichnet, ist der deutsche Markt eine harte Nuss, die aktuell nur schwer zu knacken ist.

Abgesehen von kleineren Aktionen haben die Amerikaner hierzulande bisher auf Marketing verzichtet. Ob das klug oder dumm ist, darüber lässt sich streiten.

Es erst einmal ohne ein nennenswertes Kommunikationsbudget zu versuchen, finde ich persönlich gar nicht schlecht. In Frankreich ist diese Rechnung aufgegangen."

Nielsen zählt aktuell für Deutschland 1,2 Mio. Facebook-Mitglieder. Mehr zur Entwicklung der in Deutschland vertretenen Social Networks bei zweinull.cc.

Langsam wird Facebook allerdings auch hierzulande aktiv. In Kürze findet in Hamburg die erste Facebook Developer Garage statt.

Frühere Beiträge zum Thema:

Sales Update: Etsy knackt die 6 Mio. Dollar Marke

Das Etsy-Team freut sich auch im April über neue Rekorde bei den Händlerumsätzen:

"We sold over $6 million for the first time ever, an 8% increase over March! Also, April 30th was Etsy’s biggest day ever, with 16,580 items sold, representing $256,000. Thanks, CNN"

Zum Vergleich die Vormonatswerte:

  • 4,2 Mio. Dollar im Januar
  • 4,8 Mio. Dollar im Februar
  • 5,6 Mio. Dollar im März

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Guut.de überholt Schutzgeld.de bei den Mitgliederzahlen

Wie im Wochenticker schon kurz angemerkt, informiert der Zentralmarkt, das "Trendmagazin" für Wiederverkäufer, in der aktuellen Ausgabe ausführlich über den entstehenden deutschen Live Shopping Markt.

Ausgehend von unseren Markteinschätzungen gibt es in dem zweiseitigen Bericht Details und Hintergründe zu den einzelnen Anbietern. So ist Guut.de seit kurzem der mitgliederstärkste Live Shopping Anbieter hierzulande. Guut-Macher Robert Stephan gegenüber Zentralmarkt:

"Wir zählen jetzt über 25.000 registrierte Mitglieder."

Schutzgeld.de kommt aktuell auf gut 24.000 Mitglieder. Preisbock liegt laut Zentralmarktbericht neun Monate nach dem Start bei 8.000 registrierten Nutzern, einen Wert, den Schutzgeld.de nach zwölf Monaten erreicht hatte.

Interessant auch einige Aussagen zur Sortiments- und Preisgestaltung:

  • Christian Grötsch setzt bei Preisbock.de auf "typische Mitnahme-Produkte. Bei uns liegt der Durchschnittspreis deshalb bei 50 Euro."
  • Robert Stephan (Guut.de) meint dagegen: "Der Preis selbst ist nicht entscheidend. Wichtig ist nur die relative Preisersparnis."
  • Carsten Gwosdz (Preisbock) über das Prinzip: "Das Entscheidende sind wirklich gute Produkte zu sehr guten Preisen"
  • Peter Faisst (Schutzgeld.de) lernt auch nach bald zwei Jahren immer noch dazu: "Immer wieder gibt es Überraschungen. Manche Produkte laufen überraschend gut, und manche vermeintlichen Top-Seller bleiben im Regal liegen."

Auffallend auch an diesem Artikel ist, dass iBOOD, sowohl kapitalseitig als auch produktseitig sicherlich einer der stärksten Marktteilnehmer, in der öffentlichen Wahrnehmung zumindest in Fachkreisen noch kaum eine Rolle spielt.

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Die Live Shopping Woche: Woot! Sales Update, Kaufdown, Fashionaire

Heute letztmalig an dieser Stelle die spannendsten Entwicklungen der Woche im Schnelldurchgang:

  • Woot! verzichtet auch im April wieder auf Woot! Off Umsätze und steigert sich stattdessen an regulären Verkaufstagen um 13% auf 170.000 Dollar pro Tag
  • Trendmarkt Live Shopping: Zentralmarkt, das "Trendmagazin des Handels", widmet sich in der aktuellen Ausgabe (nicht online!) den Marktpotenzialen für Wiederverkäufer
  • Die Schutzgeld Razzia fand erstmals an zwei aufeinanderfolgenden Tagen statt - "mit überragendem Erfolg. Abverkäufe, Umsatz, Anzahl Visitors und Posts - alles schnellte richtig nach oben", so die Schutzgeld-Macher.
  • Fashion Woot!: Der Daydeal von Fashionaire will Montagmittag loslegen

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Brands4Friends knackt die Umsatzmillion im April

Brands4Friends hat im April eigenen Angaben zufolge erstmals mehr als eine Million Euro Umsatz gemacht und sieht sich mit 500.000 Mitgliedern nun als Marktführer bei den in Deutschland vertretenen Shoppingclubs. Für das erste Geschäftsjahr rechnen die Berliner mit einem Jahresumsatz von 30 Millionen Euro.

In der Pressemeldung freuen sich die Macher über "anhaltendes Rekordwachstum":

"Mit fünf Kaufaktionen pro Woche, lag der Umsatz im April 2008 bereits im siebenstelligen Bereich. brands4friends.de strebt schon im ersten vollen Geschäftsjahr ein Umsatzvolumen von 30 Millionen Euro an.

„Diese eindrucksvollen Zahlen zeigen, dass das neue Shopping-Konzept auf hohe Akzeptanz stößt und im Markt ankommt.

Aus heutiger Sicht erwarten wir sogar, unsere hoch gesteckten Ziele für das Jahr 2008 noch zu übertreffen“, so Constantin Bisanz, Geschäftsführer und Gründer von brands4friends.de."

Shoppingclubs zählen mit ihrem erlebnisbetonten Verkaufsansatz zu den zukunftsträchtigsten Konzepten im E-Commerce und punkten vor allem bei der im E-Commerce bisher stark vernachlässigten weiblichen Zielgruppe.

So haben Vente-Privée und Dutzende von Anbietern ähnlicher Machart in Frankreich in den vergangenen Jahren einen Markt geschaffen, der dort heute ein geschätztes Volumen von etwa 500 Mio. Euro hat.

Hierzulande dürfte es bis Jahresende 10 bis 15 Shoppingclubs geben, die wie Brands4Friends & Co. in die Fußstapfen von Vente-Privée treten.

Seit kurzem informieren wir bei Exclusified tagesaktuell über Verkaufsstrategien und die spannendsten Marktentwicklungen im Vente Privée Bereich. Shopping-Clubs.de widmet sich parallel dazu den neuesten Verkaufsaktionen.

Brands4Friends konnte bisher davon profitieren, dass sowohl Vente-Privée als auch BuyVIP, die beide schon ein Jahr früher gestartet sind, auf dem deutschen Markt Fehlstarts hinlegten und erst in den letzten Monaten zusehends Fuß fassen können. Allerdings ist auch Brands4Friends noch nicht frei von Schwächen

Exciting Commerce Interessierte konnten sich beim letzten Roundtable in Berlin ihr eigenes Bild machen und einen Blick hinter die Kulissen von Brands4Friends werfen.

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Hammerdeal: Bidster expandiert auf den deutschen Markt

In dieser Woche ist Hammerdeal gestartet, der deutsche Ableger von Bidster, einem Shopping- und Entertainmentangebot, das von Skandinavien aus mit Unterstützung lokaler Medienpartner nun europaweit expandiert. (s. Pressemitteilung)

Bidster setzt bei der Preisfindung auf die "Unique Bid Auction", bei der der Bieter mit dem niedrigsten Gebot gewinnt. Verdient wird an den Provisionen.

Zum Start in den Niederlanden, der nur wenige Monate zurückliegt, gab es ein sehenswertes Interview mit Bidster-Chef Felix Liebermann, in dem er das Modell und die Strategie erläutert:

Man merkt auch hier, wie es in Europa von Land zu Land sehr unterschiedlich ist, was Nutzer für ein Gebot zu zahlen bereit sind. In Holland kann Bidster 1,50 Euro pro Gebot verlangen, in Deutschland sind 50 Cent gelernt.

Hammerdeal wird von RBC betrieben, einem Anbieter für den Hörfunktmarkt. In der Selbstdarstellung liest sich das so:

"Auf der Suche nach vielversprechenden Konzepten für die Zukunft der Medienbranche stieß RBC-Geschäftsführer Klaus Gräff auf die spannenden Rückwärtsauktionen.

Im Radiobereich testete die RBC diese Idee dann Ende 2007 äußerst erfolgreich. Die Versteigerungen per Handy fanden bei den Hörern großen Anklang.

Daraufhin schaute sich Klaus Gräff nach Partnern für eine entsprechende Online-Plattform um und fand das schwedische Team von bidster.com."

Passend dazu hat sich Robert Basic kürzlich das Telebid-Modell näher angeschaut.

(via)

Frühere Beiträge zum Thema:

Exciting Commerce Roundtable zum Thema Mode am 14.5. in Hamburg

Wie die letzten Beiträge wieder einmal zeigen, ist momenten kein E-Commerce-Bereich spannender als der Modebereich.

Ein Grund, warum sich der nächste Exciting Commerce Roundtable am 14. Mai in Hamburg ausschließlich um die Themen Mode & Lifestyle dreht. Wie immer steht der Erfahrungsaustausch im Vordergrund:

Smatchlogo Angesagt haben sich diesmal Marktbeobachter sowie Startups und Unternehmen, die höchst unterschiedliche Verkaufsansätze verfolgen.

Mit dabei sind aller Voraussicht nach unter anderem A Better Tomorrow, Iliketotallyloveit, Julie & Grace, Kolibri, Otto, Spreadshirt, Styleserver und Zlio. 

Gastgeber ist freundlicherweise das Smatch-Team

Kurzfristige Anmeldungen sind noch möglich

Hamburg lohnt sich diesmal besonders. Denn der Roundtable bildet diesmal - zusammen mit einer ganzen Reihe weiterer Veranstaltungen - quasi das Vorprogramm für die Next08, die tags darauf stattfindet.

Vielen Dank unseren Innovationspartnern für die dauerhafte Unterstützung:

Burda Digital Ventures - We Turn Ideas Into Companies excite sysko - ein starker Partner bei schnellen Vertriebsmodellen Netz98 - Social Commerce Agentur Marketing Factory - Impulse Marketing & Live Shopping

Aktuell freuen wir uns noch über Innovationspartner für Affiliatelösungen und Shopsysteme.

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Upfactory legt los: Wie sich 3 Suisses exklusive Modeideen sichert

Alles deutet darauf hin, dass Exklusivität und der direkte Zugang zu exklusiven Sortimenten zu einer der strategischen Überlebensfragen im Einzelhandel wird.

Entsprechend bemerkenswert ist es, wenn die Otto-Tochter 3 Suisses in Frankreich Upfactory an den Start bringt, einen Marktplatz für aufstrebende (Mode-)Designer.

Upfactory hat seine Pforten (s. Vorbericht) inzwischen auch ganz offiziell geöffnet. Und seit kurzem gibt es erstmals auch eine englischsprachige Beschreibung des Konzepts  - im Blog der französischen Beratungsagentur Fabernovel:

"Four weeks ago, the fashion platform UpFactory was released and already there are over 130 creators and 1200 products for sale on the site and these numbers are increasing.

So what makes this ‘Social Shopping Website’ different? The site was developed for 3 Suisses, the large mail order catalogue company, in order to directly involve them in the current global dialogue about shopping.

The site is currently up and away in France,  but it is expected to expand into Europe very soon."

Upfactory

"There are sites such as shopstyle.com and stylehive.com where you interact about fashion/clothes/shopping. However, the main problem with having sites like this is that while they are social, it is necessary to go to an additional site in order to purchase a product.

At the other end of things, there are sites where you can go to buy and sell products, the most obvious example of this is ebay, but it is not possible to interact on a site such as this…so UpFactory has made its home in the niche between these too markets and done so in a way that is innovative in both format and function."

Weitere Ausführungen im Blog von Fabernovel, die Anfang des Jahres schon mit einer interessanten Untersuchung zur Nutzung von Facebook & Co. in Europa aufgefallen sind

So spannend der Ansatz von Upfactory auch ist. In der Umsetzung leidet Upfactory ein bisschen am Osoyou-Syndrom und will zuviel auf einmal. So wirkt vor allem die Einstiegseite ziemlich überladen und die gesamte Seite etwas schwer zugänglich. Man wird sehen, wie sich das Ganze entwickelt. 

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Zappos: Neue Sortimente, neue Medien, neue Verrücktheiten

Zappos, einer der wachstumsstärksten Online-Versender in den USA, tritt in die Fussstapfen von Amazon und entwickelt sich vom Spezial- zum Universalversender (via):

"The company's two warehouses in Kentucky hold around 4 million items, but at just under a million square feet, Hsieh says Zappos has plenty of room to grow.

And that's just what he's planning on; by the end of 2008 the company hopes to be selling footwear, apparel, sunglasses, watches, bags, bedding/linens, cosmetics, luggage, and electronics, according to his blog.

Die Zeta-Version der neuen Homepage gibt schon mal einen Vorgeschmack auf das künftige Sortiment (via).

Zapposzeta

Spannend ist, dass Zappos nicht nur an seinem Angebot schraubt. In mittlerweile fünf Blogs zeigt Zappos die unterschiedlichsten Facetten des (Schuh-)Geschäfts, nicht zuletzt auch, dass Zappos-Mitarbeiter jede Menge Spaß haben ("Some Glimpses into a Zappy Hour (and a Good CEO Slappin')")

Zuletzt hat Zappos eine Twitter-Offensive gestartet ("Zappos Shows How Social Media Is Done").

Zappos, das von Beginn an auf Versandkostenfreiheit und Kundenservice gesetzt hat, zeigt (den großen Katalogversendern), was passiert, wenn Online-Spezialisten groß genug werden, um ihre (Kosten-)Vorteile auszuspielen und dann erst richtig loszulegen.

Der klassische Versandhandel, der sich immer noch gerne an Multichannel-Fragen aufreibt, hat dann kaum noch Chancen dagegenzuhalten - und ist auch weiterhin gezwungen, auf "unrentable Erlöse" zu verzichten.

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Innovationstreiber 08: Die spannendsten Konzepte im April

Auch 2008 suchen wir wieder die Innovationstreiber im E-Commerce. Hier wie gewohnt eine Vorauswahl der spannendsten Neuvorstellungen im Monat April (in alphabetischer Reihenfolge; die Links verweisen auf die jeweiligen Exciting Commerce Beiträge):

Kandidaten für das beste Shopping-Widget / die beste Widget-Strategie:

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