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Die neuen Bankdienste: People-To-People-Lending

Wie soll man es nennen, was eine neue Generation von Online-Bankdiensten betreibt: Social Banking? Nachbarschaftshilfe?

Die vor einer Woche in den USA gestartete Plattform Prosper.com nennt sich "The online marketplace for people-to-people lending"; der britische Konkurrent Zopa.com wirbt für sich mit dem Slogan: "People are better than banks"

Menschen leihen anderen Menschen Geld. Meist für konkrete Projekte. Den maximalen Zinssatz legen die Kreditsuchenden fest.

Businessweek hat heute ein ausführliches Porträt von Prosper: "The eBay of Loans?"

"Prosper matches people who need small loans, but can't get them from traditional banks, with willing lenders."

"Indeed, the notion is not just to provide a new way for individuals to get small loans. It could also turn anyone with a little money into a banker."

Die Skeptiker werden einwenden: Wer leiht schon einem Fremden Geld? Doch seit Ebay weiß man, dass die Hemmschwellen so groß nicht sind.

"At first, I was skeptical," says Asaf Buchner, a financial services analyst with JupiterResearch. But now, he thinks the notion could have legs if it follows the same virtuous cycle as eBay, which flourished as buyers flocked to where the sellers were and vice-versa."

Um das Ausfallrisiko geringer zu halten, können sich bei Prosper Kreditsuchende auch zu Gruppen zusammenschließen, die im Notfall gemeinsam haften. Ein interessantes Modell zum Beispiel auch für Nachbarn, Freunde oder Gruppen mit gemeinsamem kulturellen Hintergrund.

Die New York Times berichtet in ihrem E-Commerce-Report heute ebenfalls über Prosper: "It´s Like Lending to a Friend, Except You´ll Get Interest."

Für einen Privatmann kann es in der Tat lukrativer sein, Geld, das er übrig hat, auf diese Weise anzulegen, als es in herkömmliche Bankprodukte zu stecken.

Die NY Times schreibt über das Missverhältnis bei den Bankzinsen (Sparguthaben vs. Kredite):

"Consumers make, at most, about 4 percent on their savings accounts, which banks then lend to credit card customers at 14 percent or more."

Interessanterweise befürworten Verbraucherschützer das Modell von Prosper und Zopa genau aus diesem Grund. "Prosper.com eliminates the middleman in the lending-borrowing market", heißt es im Blog von Alex Moskalyuk

Andere weisen allerdings auch darauf hin, dass das Geschäft am lukrativsten für die Plattformbetreiber selber ist, denn die streichen ihre fixen Provisionen in jedem Fall ein.

Business Week verweist auf das Vorbild Ebay:

"Still, there's reason to think the idea's time has come. For one, in an era when eBay has become one of the world's largest e-commerce hubs, the idea of person-to-person lending may not sound as farfetched as it once might have."

Unter den Prosper-Investoren befinden sich bekannte Venture-Capital-Firmen wie Benchmark Capital und Ebay-Gründer Pierre Omidyar. So lässt sich auch das große Presse-Echo erklären.

Weiterführende Artikel und Informationen:

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Folgende Weblogs beziehen sich auf Die neuen Bankdienste: People-To-People-Lending:

Kommentare

Ist echt genial, das erste mal habe ich vor ein paar Monaten über Zopa.com in der Technology Review gelesen.
Eigentlich bietet sich für den Kreditnehmer das geringste Risiko, denn er hat ja kein Ausfallrisiko. Beim Kreditgeber sieht es schon etwas anders aus.

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