Menschen handeln

3 Jahre geballtes Wissen

Live Shopping Signale

Innovationspartner

  • Burda Digital Ventures - We Turn Ideas Into Companies
    Marketing Factory - Impulse Marketing & Live Shopping
    Netz98 - Social Commerce Agentur
    excite sysko - Ihr starker Partner bei dynamischen Verkaufskonzepten

    Innovationspartner machens möglich. Sie auch?

Andere über uns

Blog powered by TypePad
Mitglied seit 05/2005

« April 2006 | Start | Juni 2006 »

Händlerblogs: Drei Maler/Künstler und ihre Weblogs

Gewusst, wie: Zufällig begegnen uns heute drei Beispiele dafür, wie unabhängige Künstler Weblogs nutzen, um ihre Bilder zu verkaufen:

  • Was wäre die One Thousand Paintings Aktion ohne Weblog? Nur so kann der Schweizer Sala schnell und einfach den Verkaufserfolg dokumentieren und auf prominente Zahlenfans und frühe Kunden wie Etsy-Gründer Jared Tarbell hinweisen.
  • Noch spannender: Seth Godin berichtet über die 23-jährige Kunststudentin Emily Martin. Alles, was sie braucht, ist eine MySpace-Seite, ein Weblog und ein Etsy-Shop: In 10 Monaten hat sie bei Etsy 860 Bilder verkauft. Seth Godin hats überschlagen und kommt auf ca. $20.000 Umsatz.

Seth Godin hat gut formuliert, was auch im E-Commerce gerade (hinter dem Rücken des klassischen Handels!) passiert:

"All the systems that kept all the processes in place and leveraged mature industries and experienced players are slowly (or quickly) filtering to the masses. Faster than you thought it would happen."

Irgendwie zum Thema passt deshalb auch Max Zornos heutiger Abgesang auf den Fachhandel (Teil 1 und Teil 2).

(via Fischmarkt und Basic Thinking)

Gründerwettbewerb mit E-Commerce-Fokus

Der Gründerwettbewerb des Bundeswirtschaftsministeriums belohnt in der aktuellen Runde Geschäftsideen mit E-Commerce-Fokus mit einem Sonderpreis (Pressemeldung/PDF):

"Bis zum 31. August können Gründungswillige ihre Ideenskizzen für die zweite Wettbewerbsrunde 2006 des Gründerwettbewerbs einreichen. Der Wettbewerb ist offen für alle Konzepte zu innovativen Produkten und Dienstleistungen aus der Medien-, Kommunikations- und Informationswirtschaft. Zusätzlich vergibt die Delticom AG, Hannover einen Sonderpreis für die beste Skizze zum Thema E-Commerce."

Zu den Preisträgern des Gründerwettbewerbs gehörte im letzten Jahr die Virtuelle Weinverkostung von Alf Jahn und Daniel Ackermann.

Frühere Beiträge zum Thema:

Clevere Verkaufsaktion: One Thousand Paintings

Onethousandpaintings_1 Wo wir gerade beim Kunsthandel sind. Ein Schweizer Künstler sorgt mit einer ungewöhnlichen Verkaufsaktion für Furore. Mitte Februar hat er sie mit einer Vernissage in Basel begonnen.

Unter OneThousandPaintings verkauft er 1.000 Bilder mit den Zahlen von 1 bis 1.000. Der Kaufpreis entspricht dem Zahlenwert. Je früher man kommt, desto größer der Rabatt. Robert hat mehr zur Kalkulation.

Zu jeder Zahl gibt es eine Vielzahl von Informationen, alle mit guten Links versehen. Hier zum Beispiel alles über die 67.

Was passiert, wenn an einem Tag (bzw. in einer Nacht) sowohl BoingBoing als auch Seth Godin auf die Aktion hinweisen, kann man im Blog nachlesen. Fast 350 Zahlen sind mittlerweile weg, 150 innerhalb weniger Stunden.

Frühere Beiträge zum Thema:

Burda beteiligt sich am Kunsthändler LUMAS

Lumas Über eines der spannendsten und zukunftsträchtigsten Geschäftsmodelle im hiesigen (Online-)Handel verfügt der in Berlin ansässige Kunsthändler LUMAS, bei dem jetzt Hubert Burda Medien als Investor eingestiegen ist.

LUMAS vertreibt exklusiv und in streng limitierter Auflage Foto-Editionen bekannter und unbekannter Künstler zu vergleichsweise erschwinglichen Preisen - in eigenen Galerien, über Katalog und das Internet:

"Im Gegensatz zu klassischen Galerien, die typischerweise Unikate oder Kleinstauflagen zu mittlerweile sehr hohen Preisen abgeben, spricht LUMAS Erstkäufer und junge Sammler an.

Spezialisiert auf Fotografie, werden signierte Abzüge meist in limitierten Auflagen von 75 bis 100 Exemplaren zu Preisen zwischen EUR100 und EUR800 angeboten."

Wie Burda heute der Presse mitteilte, soll das frische Geld unter anderem in den Aufbau einer Web 2.0 Plattform investiert werden. LUMAS-Gründer Marc Ullrich sagt:

"Über eine Zweitmarke soll das E-Commerce-Geschäft mit einer für alle Kreativen offenen Galerie-Plattform weiter entwickelt werden, ein "Web 2.0 des Kunstmarktes"

Christoph Braun, der Geschäftsführer der verantwortlichen Beteiligungsgesellschaft Burda Digital Ventures, hat uns heute am Rande des Annual Media Day erläutert, was in etwa geplant ist.

Eine von mehreren Ideen sei es, die Plattform als Sourcing-Plattform für neue Künstler und Kunstwerke zu nutzen. Kreative können Foto-Kunstwerke einreichen, die Nutzer stimmen ab. Und die populärsten Fotografien kommen ins offizielle Sortiment.

Letztlich also das Threadless-Modell auf den Kunstmarkt übertragen. Nicht geplant sei es, eine allgemeine Fotoseite im Flickr-Stil vorzuschalten.

"Von der Weiterentwicklung des [LUMAS]-Konzepts in neue Segmente und Märkte versprechen wir uns viel", nannte Christoph Braun als Investitionsgrund.

LUMAS, seit 2004 auf dem Markt, rechnet für 2006 mit einer Umsatzverdopplung auf 5,5 Mio. Euro und arbeitet profitabel.

Blogtipp: Crowdsourcing - Tracking the Rise of the Amateur

Die Wortschöpfer vom Wired-Magazin haben wieder zugeschlagen. Crowdsourcing nennen sie treffenderweise das Phänomen, wenn Unternehmen die Massen einspannen, um gemeinsam Ideen und Projekte voranzutreiben.

Der empfehlenswerte Artikel The Rise of Crowdsourcing in der Juni-Ausgabe beschreibt die Licht- und Schattenseiten am Beispiel von iStockPhoto und anderen Unternehmungen.

Passend dazu gibts die "5 Rules of the New Labour Pool":

  1. The crowd is dispersed
  2. The crowd has a short attention span
  3. The crowd is full of specialists
  4. The crowd produces mostly crap
  5. The crowd finds the best stuff

Wired-Redakteur Jeff Howe hat inzwischen das gleichnamige Weblog "Crowdsourcing: Tracking the Rise of the Amateur" gestartet.

Und Frank Piller freut sich natürlich, weil sein neues Buch genau diese Themen behandelt. Nur klingt das Label Crowdsourcing eben ein bisschen cooler als "Interaktive Wertschöpfung" ;-) Aber ob populär oder wissenschaftlich: lesenswert sind beide Versionen.

Typische Crowdsourcing-Vertreter im E-Commerce sind Threadless und Spreadshirt.

Next 10 Years: Retail Revolution

Retailrevolution Das Zukunftsinstitut hat gerade eine neue Studie zur Zukunft des Handels herausgegeben. Retail Revolution beschreibt die maßgeblichen Trends für die nächsten 10 Jahre. Wie es der Titel schon zum Ausdruck bringt, erwarten die Autoren einschneidende Veränderungen, vor allem durch das Internet:

"Der endgültige Siegeszug des Internets hat unser Kaufverhalten gründlich auf den Kopf gestellt. Nach dem Zerplatzen der Internet-Blase erleben wir in den nächsten Jahren einen zweiten Internet-Boom. Und der wird dazu führen, dass ein Großteil des klassischen Handelsgeschäfts in den elektronischen Bereich abwandert.

Es kommt jetzt darauf an, die elektronische Handelszukunft zu planen und Konzepte zu erarbeiten, wie sich Meinungs-, Marketing- und Technologieführerschaft auf diesem Gebiet erlangen lässt."

Auch wenn die Entwicklungen im Internet eine durchaus zentrale Rolle spielen, handelt es sich bei "Retail Revolution" um keine reine E-Commerce-Studie. Sie wendet sich vielmehr an den klassischen Handel und hilft ihm, die aktuellen Trends und Entwicklungen einzuordnen.

Einen inhaltlichen Eindruck vermitteln Schlagworte wie "ko-kreativer Konsument", "Long Tail", "Peer to Peer Handel", Tante Emma 2.0 und die Erlebnisgesellschaft 2.0.

Individualisierung, Personalisierung und Fokussierung sind die drei großen Leitmotive.

"Die Zukunft des Verkaufs" wird erfreulicherweise in einem eigenen Kapitel behandelt. Neben dem E-Commerce werden darin auch die Entwicklungen im Teleshopping ausführlich beschrieben.

"Von der Wohlstands- zur Wohlfühlgesellschaft" lautet eine der Kernthesen für die kommenden 10 Jahren. Auch die Mitte haben die Zukunftsforscher wiederentdeckt, und zwar als anspruchsvolle und hochgradig individualisierte bzw. fragmentierte Mitte.

Was sich im E-Commerce als "Social Commerce" anbahnt, umschreiben die Autoren allgemein für den Handel als "Socialtailing" und führen dazu aus:

"Die Retail Revolution ist der Umsturz der klassischen Konsumentenrolle:

Die Medien mit Internet, Blogs und Podcasting sind momentan die Vorhut in diesem Wandlungsprozess. Doch er wird auch schnell den Handel erreichen. Und das bringt neue Herausforderungen mit sich: Der Kaufakt allein resp. die Jagd nach dem Produkt ist nicht mehr der eigentliche Anlass.

Einkauf, den eigenen vier Wänden entkommen und Lust auf Sozialkontakte werden von den Konsumenten von morgen prinzipiell nicht mehr unterschieden. Der Handel muss diese Veränderung nachvollziehen; er muss seinen Kunden stimmige Freizeitangebote und Lifestyle-Optionen verkaufen statt Pullover auf Wühltischen.

Hinzu kommt: Die Kunden von morgen möchten sich in die Evolutionsprozesse ihres heiß begehrten Produkts mit einbeziehen lassen. Einer MIT-Studie zufolge stellen 37,8 % der Mitglieder von Extremsportclubs ihre geliebten Sportgeräte selbst her.

Der Handel muss diese und ähnliche Menschen stärker in ihren kreativen Bedürfnissen ansprechen: Mehr Aufmerksamkeit für die wirklichen Bedürfnisse als auf den Abverkauf von Produkten schielen!"

Unterm Strich eine spannende und anregende Lektüre. Für reine Internethändler greift die Studie allerdings oftmals zu kurz. So wird Woot! zwar als Beispiel für ein einfaches Verkaufskonzept ("Verzicht auf Service und Auswahl") angeführt, der so wichtige Live-Aspekt geht allerdings unter.

Auch der TV-Verkauf wird eher als neuer Verkaufskanal denn als neue Verkaufsmethode beschrieben. So werden einige der spannendsten Entwicklungen e-commerce-seitig nur angerissen, was man einer Studie aber nur bedingt ankreiden kann, die sich den generellen Trends im Handel verschrieben hat und hier jede Menge hilfreiche Orientierungspunkte bietet.

"Retail Revolution" ist für 290 Euro beim Zukunftsinstitut erhältlich.

Indiestore und der Boom bei E-Commerce-Lösungen für Musiker

Der Musikdienst Mica berichtet über den "Boom bei E-Commerce-Lösungen für Bands und MusikerInnen":

"Mit der zunehmenden Popularität von Musikdownloads aus dem Internet hat auch die Anzahl der Anbieter für E-Commerce-Lösungen für Bands und MusikerInnen zugenommen. So ist vergangene Woche in Großbritannien Indiestore an den Start gegangen.

Das von der Internetagentur 7 Digital angebotene Service will Bands und MusikerInnen den Einstieg in den digitalen Musikmarkt erleichtern und bietet Webshop-Lösungen für KünstlerInnen."

Hypebot, ein Weblog über "the new music industry", stellt in "DIGITAL DIY: Six Download Services That Empower The Artist" einige der Lösungen vor und schreibt über Indiestore:

"UK's 7 Digital seems to offer the most sophisticated solution with variable pricing and the ability to sell in WMA, MP3, or even iPod compatible AAC formats at a superior 192 kps (vs. 128kps).  Their innovations have attracted high profile clients like Queen and Gnarls Barkley."

Interessant an der Indiestore-Lösung ist der spürbare Einfluss von MySpace: Weblogs, Bildergalerien, etc. gehören hier zum Standardangebot, einer Philosophie, der, zumindest was das integrierte Weblog angeht, auch der in Kürze startende Shopify-Dienst folgt.

Exciting Commerce: Universelle Shoppingdienste im Kommen

Vor einem Jahr haben wir damit begonnen, die aus unserer Sicht spannendsten Entwicklungen im E-Commerce aufzuzeigen. Einigermaßen absehbar war, dass eine neue Händler- bzw. Verkäufergeneration auf Basis der neuen Web-Tools innovative Verkaufskonzepte entwickeln und so frischen Wind in den Online-Handel bringen würden.

Überraschend war jedoch eine zweite und auf kurze Sicht vielleicht sogar bedeutsamere Entwicklung. Denn in einem unerwarteten Tempo haben die fünf großen Online-Dienste ihre bisherigen (Shopping-)Portale überholt und in Richtung Web 2.0 geöffnet. Alle arbeiten mittlerweile an universell einsetzbaren (Shopping-)Diensten, über die die Shoppingströme der Zukunft laufen sollen.

Spannend ist das insofern, als es gerade diese neuen Dienste mit ihren offenen Strukturen sein werden, die letztlich den Nährboden bilden für eine Shoppingzukunft, in der nicht mehr der weitgehend passive Handel, sondern seine aktiven Verkäufer den Ton angeben. Oder etwas knackiger formuliert: Ebays Erfolgsmodell, transponiert ins Web 2.0.

Die wesentlichen Entwicklungen der letzten Monate - von Amazon bis Yahoo:

Amazon hat seine Schleusen schon vor Jahren geöffnet. Insofern kommen für den Branchenführer die Web 2.0 Entwicklungen fast erwartungsgemäß. Gerade von Amazon kann man lernen, wie souverän man mit dem Web 2.0 umgehen kann. Amazon überprüft die Konzepte (Weblogs, Produktwikis, Tagging, Social Commerce, etc.) erst auf ihre kundenbindende (sprich: verkaufsfördernde) Wirkung und entwickelt dann gewohnt eigenständige Lösungen und Strategien. Schon heute ist Amazon der bestvernetzte Shoppingdienst und durch sein ausgefeiltes Produktempfehlungs- und Affiliateprogramm von allen am besten gerüstet, um sich in kürzester Zeit von einem klassischen Shoppingportal in einen vollwertigen Social Shopping Dienst (à la MyPickList, Zlio, etc.) verwandeln zu können.
Exciting Commerce auf den Spuren von Amazon

Ebay, ebenfalls mit einer großen Entwickler-Community ausgestattet, hat sich in nur einem Jahr komplett neu erfunden und enorm an Tempo zugelegt: Craigslist, Kijiji, Shopping.com, Skype und Ebay Express als neue Standbeine sowie die Kooperation mit Yahoo - das Ebay-Universum kennt in seinen vielfältigen Möglichkeiten kaum noch Grenzen. Gleichzeitig beginnt sich Ebay dem Web 2.0 zu öffnen und ermuntert seine Nutzer, nicht mehr nur vergänglichen Content zu produzieren, sondern bleibende Inhalte (Ratgeber, Nutzerguides, Produktbeschreibungen, etc.) zu schaffen. Ebay hat bei der gesamten Entwicklung einen entscheidenden Vorteil. Es verfügt schon heute über den aktivsten Händler- bzw. Verkäuferstamm und ist auch insofern eine gute Wette für den Universaldienstleister Nr. 1.
Exciting Commerce auf den Spuren von Ebay

Google. Wer hätte vor Jahresfrist gedacht, dass Google ernsthafte E-Commerce-Ambitionen hegen könnte und eine Allzweckwaffe wie Google Base auf den Markt bringt. Inzwischen vermittelt die Kombination aus einem Universaldienst wie Google Base und den darauf aufsetzenden, innovativen Verkaufskonzepten wie Google Video und Google Books das klarste Bild von der Shoppingzukunft: Händler, die es nicht von sich aus schaffen, sich mit attraktiven Shoppingkonzepten eine aktive Community aufzubauen, können bei Google Base andocken und sich von Googles Spezialdiensten Kunden zutreiben lassen. (Ähnliche Strategien verfolgen auch die vier anderen Plattformen, nur ist das Prinzip bei Google am deutlichsten nachvollziehbar.)
Exciting Commerce auf den Spuren von Google

Microsoft setzt auf das Live-Web. Auch beim E-Commerce. Sowohl beim Kleinanzeigendienst Expo als auch bei der Live Produktsuche bzw. bei der neuen Windows Live Shopping Plattform zählen zukunftsweisende und universell einsetzbare Empfehlungssysteme zu den Kernelementen. Die Windows Live Umgebung ist zudem ein hervorragendes Beispiel dafür, wie sich Shoppingdienste, Produktalerts, etc. nahtlos und flexibel in eine übergreifende Plattform integrieren lassen. Bei Microsoft lässt sich am besten nachvollziehen, wie die Grenzen zwischen Medien- und Shoppingdiensten verschwimmen, eine Trennung, die sich ohnehin überlebt hat, seit schon ein simples Weblog ausreicht, um ins Publishing einzusteigen.
Exciting Commerce auf den Spuren von Microsoft

Yahoo hat mit seinem Shoposphere-Konzept bisher die stärksten Akzente gesetzt und als erste der großen Plattformen einen expliziten Social Shopping Dienst gestartet. Yahoo macht - mit Flickr, del.icio.us und anderen Zukäufen - den Web 2.0 aktivsten Eindruck, schießt allerdings mit seinen Lösungen oft übers Ziel hinaus. Neue Dienste wie Yahoo! Tech oder die runderneuerte Portalseite sind zwar konzeptionell zukunftsweisend und technisch weit vorne, überfordern den Durchschnittsuser allerdings - wenn nicht in der Nutzerführung, dann in der Performance. Yahoos Stärken liegen in der Offenheit für neue Shoppingkonzepte, weniger in deren massenattraktiver Umsetzung. Insofern ergänzt sich das neue Doppel Ebay-Yahoo perfekt.
Exciting Commerce auf den Spuren von Yahoo

Wenn sich alle großen Online-Dienste auf denselben Weg machen und letzlich dasselbe Ziel verfolgen, nämlich Produktströme neu zu bündeln und in neue (Verkaufs-)Kanäle zu überführen, dann ist dies eine Entwicklung, die man kaum ignorieren kann. Zumal alle Dienste letztlich auf die Trägheit des Handels bauen und darauf, dass ihre neuen Shoppingdienste attraktiver sind als die klassischen Shop- und Katalogangebote des Handels.

Doch so spannend und so nützlich diese Entwicklung ist, die Zukunft des E-Commerce entscheidet sich weder bei den Handelskonzepten noch bei den Shoppingdiensten alleine, sondern letztlich bei den Verkaufskonzepten: Gewinnen werden die, die in der hochgradig fragmentierten Shoppingwelt von morgen auf die zugkräftigsten Verkaufskonzepte und die aktivsten Verkäufer bauen können.

Hier stehen wir noch ganz am Anfang. Und wir sind weiter gespannt, wer hier in den kommenden Monaten welche Initiativen ergreifen wird.

Händlerblogs: Aus Martinas Blog wird Martinas Blogging-Community

Martina Schimbach, die Betreiberin von Martinas Bastel- und Hobbykiste und unsere heimliche Heldin des Social Web, handelt weiter getreu ihrem Motto "Wolle, Ideen und mehr". Jetzt nutzt sie die Gunst der Stunde und macht aus ihrem Weblog eine Blogging-Community für Handarbeitsfreunde.

Neben ihrem eigenen Kreativblog gibt es seit kurzem zwei weitere Weblogs auf ihrer Seite. In ihrem heutigen Newsletter lädt sie ihre Abonnentinnen dazu ein, Besucherblogs bei ihr einzurichten (Danke an Eren Kozik für den Hinweis!)

Man sollte sich von der technischen Lösung nicht irritieren lassen, die zwar unorthodox, aber durchaus zweckdienlich ist (s. Robert Basic). Martina Schimbach zeigt jedenfalls, wie man sich auch als kleine Händlerin die neuen Tools auf einfache Art und Weise zunutze machen kann.

Ähnlich wie Amazon oder Expedia kann im Prinzip jeder (Fach-)Händler Userblogs starten. Gerade Blogging-Communities bieten eine große Chance, die eigene Kundschaft zu aktivieren.

Der Fachhandel muss das Thema Blogging-Communities nicht notgedrungen den Medien überlassen, ganz im Gegenteil haben findige Nischenanbieter momentan sogar die Chance, den Fachmedien zuvorzukommen.

Dienste wie 21Publish bieten kostengünstige und einfach konfigurierbare Einstiegsmöglichkeiten. Holtzbrinks Germanblogs, die Edblogs (von Edgar Postkarten) und die HLX Blogs laufen zum Beispiel bei 21Publish, Martina Schimbach verwendet Invisionblogs, weil sie auch das Forensystem von Invision nutzt und sich die Nutzer so nur einmal anmelden müssen.

Mehr zum Thema:

Händlerblogs: Cyberbloc will Leser mitbloggen lassen

Cyberbloc, das Weblog des Cyberport Technikversands, plant für Juni ein Redesign und will künftig die Nutzer stärker aktivieren. Cyberblogger und Projektleiter Sven Kaulfuß schreibt:

"Blog mit! Richtig gehört, wir öffnen uns dem breiten Publikum. Jeder der Lust und Laune hat, kann Autor innerhalb des CyberBlocs werden.

In diesem Zusammenhang besteht dann auch die Möglichkeit neue Produkte zu testen. Kleine Belohnungen wird es auch geben."

Interessant auch die Erfahrungen nach dem Start:

"Die ersten vier Monate des CyberBlocs liegen hinter uns. Zeit für eine kleine Retrospektive und den Blick in die Zukunft.

Anfänglich mit Skepsis begleitet machten wir uns im Februar auf, um einen neuen Weg in der Unternehmenskommunikation zu gehen. Mit dem CyberBloc wagten wir uns in das unbekannte Terrain der „Corporate Blogs“ vor. Zur Entstehungsgeschichte empfehle ich das Interview bei Blogdiplomatie.

Mittlerweile gehört das Blog zum festen Bestandteil bei Cyberport. Mit durchschnittlich 800 bis 900 täglichen Lesern haben wir einen Wert erreicht, den so niemand vorhersagen hätte können."

(via Basic Thinking)

Frühere Beiträge zum Thema:

Blog it forward: Neue Weblogs entdecken

Unsere 3 Surftipps (Blog it Forward erklärt):

live.hackr
store4dogs
Gründerszene

Blog it forward!
(blog it backwards)

Umschau: Die schöne neue Welt des Teleshopping

In den vergangenen Wochen fanden mehrere Konferenzen und Expertenrunden statt. Deshalb hier die interessantesten Neuigkeiten in Kürze:

  • Nach einer Diskussionsrunde mit Branchenvertreter fasste das Medienforum NRW die Entwicklung in einer Pressemitteilung ("Teleshopping weiter im Aufwind") zusammen:

"Dr. Ulrich Flatten, Geschäftsführer des Branchenführers QVC, glaubt, dass sich in Zukunft dreißig bis vierzig Teleshopping-Anbieter den Markt teilen werden.

Zwei bis drei große Sender würden als Universalisten ein umfassendes Warenangebot im Programm haben, die restlichen Sender müssten versuchen, mit Nischenprodukten Erfolg zu haben.

Für die Universalisten blieben Kosmetik, Schmuck und Haushaltswaren das Kerngeschäft. Um diese Eckpfeiler herum probiert die Branche nun vorsichtig neue Ideen aus."

  • Interessierte finden die Präsentationsunterlagen von der Teleshopping Fachkonferenz 2006 zum Download auf den Seiten des Management Forums. Noch fehlen einige Vorträge, werden aber evtl. noch nachgereicht.
  • Das Deutschlandradio brachte kürzlich ein hervorragendes, 45-minütiges Radio-Feature ("Marktschreier der Mattscheibe - Die schöne neue Welt des Teleshopping"), das die Geschichte des Teleshoppings von seinen Anfängen (im Radio!) bis heute beschreibt und außerdem die Verkaufs- und Community-Mechanismen erläutert. Das lesenswerte Manuskript (PDF) der Sendung gibts zum Download.
  • Der Auktionssender Mega\Vision (vorm. Arena) hat im April Insolvenz eingereicht. Nachdem die Geschäftsführung schon im Januar gewechselt hat, konnten sich die Gesellschafter offenbar trotz positiver Senderentwicklung nicht auf eine Weiterfinanzierung einigen.
  • Konkurrent 1-2-3.tv dürfte über das Aus nicht ganz unglücklich sein. Geschäftsführer Andreas Büchelhofer vermeldete auf der Teleshopping-Konferenz neue Rekordwerte: Erstmals über 405.000 € Umsatz am 29. Januar und erstmals 999 Produkte/Silberkettchen in einer einzigen Auktion am 14. Mai.

Aus der Präsentation (PDF) wird zudem deutlich, wie sich das Sortiment bei 1-2-3.tv zunehmend in Richtung klassisches Teleshopping wandelt. Der Technikanteil fiel von 30% auf unter 10%. Uhren und Schmuck tragen inzwischen fast 50% zum Erfolg des Senders bei. Zum Vergleich: Bei HSE oder QVC liegt der Schmuckanteil unter 30%.

Frühere Beiträge zum Thema:

Gesucht und gefunden: Ebay und Yahoo verbünden sich

Auch wenn es sich um eine Kooperation und um keine Übernahme handelt, könnte man etwas vereinfacht sagen: Ebay hat sich heute eine Such- und Werbemaschine zugelegt.

Die Netzeitung schreibt:

"Wie die beiden Unternehmen am Donnerstag übereinstimmend berichteten, wird Yahoo bevorzugter Ebay-Werbepartner und Suchmaschinenfunktionen auf der Website der Handelsplattform anbieten. Überdies werde die Yahoo-Suchmaschine in die Ebay-Werkzeugleiste (Toolbar) integriert."

Ebay US-Chef Bill Cobb geht etwas mehr ins Detail:

"Over the summer, eBay and Yahoo! will also be testing new text ad placements on some eBay pages. For instance, we’ll be looking at placements at the bottom of search results pages if there are no matching items found.

We’ll be testing other placements on a limited number of search results pages, too, as a way to learn what works well for eBay buyers and sellers. This will include testing some sponsored search ads for complementary products and services – for example, a buyer searching for a hair dryer might be presented with sponsored search ads for related items like shampoo or hair brushes.

To be clear, we will not place ads on view item pages."

Search Engine Lowdown meint:

"Yahoo + eBay will be THE ecommerce supermall. Google will always have Base, but I think they're going to find that they get kind of lonely holding that neat idea/super clean concept while eBay's users become increasing Yahoo devotees."

Scot Wingo von Ebay Strategies hat die Bekanntgabe am Rande der Goldman Sachs Konferenz verfolgt und Meg Whitmans Aussagen mitprotokolliert. (Scot bekommt den heutigen livedabei-Oskar ;-)

Greg Linden stellt eine schöne These auf: Wenn Ebay und Yahoo zusammengehen, dann wäre das zweite perfekte Paar Amazon und Microsoft:

"I would like to see a similar deal between Amazon and Microsoft."

Früherer Beitrag zum Thema:

MyPickList: Social Shopping Dienst der zweiten Generation

Mypicklist MyPickList ist der neueste der Social Shopping Dienste, bei denen die User Produktempfehlungen zusammenstellen und auf ihren eigenen Seiten/Blogs sowie bei MySpace und anderswo veröffentlichen können.

MyPickList schreibt über sich:

"MyPickList.com drives word-of-mouth commerce "which retailers love" by leveraging the community aspects of a social network."

Im Gegensatz zu Diensten wie Wists, Backpack oder Kaboodle können die Nutzer bei MyPickList allerdings an den Umsatzprovisionen mitverdienen.

Pete Cashmore zeigt sich dementsprechend begeistert. Und Techcrunch skizziert, wie sich MyPickList bei MySpace einsetzen lässt.

Ähnlich wie Del.icio.us, Wists und andere Bookmarkingtools arbeitet MyPickList mit einem Bookmarklet in der Browser-Toolbar. So lassen sich Produkte beim Surfen auf den Shoppingseiten leicht markieren und dann über die "Broadcast"-Tools einfach weiterveröffentlichen.

Im Gegensatz zu den Social Shopping Diensten der ersten Generation versieht MyPickList die Bookmarks mit Affiliate-Links und wird so zum echten Verkaufstool.

Bei den Affiliate-Provisionen behält MyPickList allerdings satte 50% bis 60% ein - und reicht sie nicht wie Zlio oder Weedshare an Zweit- oder Drittempfehler weiter.

Im Unterschied zu Yahoos Shoposphere lässt sich MyPickList universell auf beliebigen Plattformen einsetzen und ist schon deshalb wegweisend im Social Shopping Bereich.

Arbeiten muss MyPickList allerdings noch an den Sympathiewerten. Das fängt beim Namen an, und auch die Umsetzung hinterlässt zum Teil noch einen sehr technokratischen Eindruck. Für den Privatnutzer dürfte MyPickList in der jetzigen Form zu wenig sexy sein, für den (semi-)professionellen Verkäufer hingegen zu wenig lukrativ.

Konzeptionell zeigt MyPickList jedoch, wohin die Reise geht.

Interessant wird zu beobachten sein, ob die großen Affiliate-Netzwerke (Affili.net, Tradedoubler, Zanox, etc.) auf diese Entwicklungen reagieren und erkennen, dass ihnen hier im Long-Tail-Bereich neue Konkurrenz erwächst. Oder ob sie weiter an ihrer Top-Affiliate-Denke festhalten.

Frühere Beiträge zum Thema:

Preview: Frank Pillers neues Buch zum freien Download

Openinnovation Kleiner Informationsvorsprung für Exciting Commerce Leser: Exklusiv dürfen wir Frank Pillers in Kürze erscheinendes Buch "Interaktive Wertschöpfung: Open Innovation, Individualisierung und neue Formen der Arbeitsteilung" schon vorab zum Download anbieten.

Die wesentlichen Inhalte in aller Kürze:

"Open Innovation, Social Commerce und Mass Customization sind aktuelle Strategien, bei denen die Kunden eine neue Rolle bekommen: Sie sind nicht mehr nur passive Konsumenten, sondern aktive Wertschöpfungspartner.

Kunden gestalten heute Produkte oder Dienstleistungen aktiv mit und übernehmen teilweise sogar deren gesamte Entwicklung oder Herstellung."

Das Buch enthält eine Fülle von Hintergrundinformationen und aktuelle Fallstudien wie User-Innovation im Kite-Surfing, interaktive Wertschöpfung bei Spreadshirt oder das Mass-Customization-Programm von Adidas.

Außerdem wird das Threadless-Modell beschrieben und auf die neuen Entwicklungen im Web 2.0 (Flickr, Wikipedia, etc.) eingegangen. Ein Studienbuch also absolut am Puls der Zeit.

Erfreulicherweise konnte Frank Piller den Gabler-Wissenschaftsverlag von einem Open Publishing Modell überzeugen. Deshalb ist eine eingeschränkte Version des Buches für jedermann frei zugänglich:

"Die zentralen Teile unseres Buchs stehen unter einer Creative-Commons-Lizenz auf der Web-Site zum Buch kostenlos zur Verfügung.

Für einen etablierten Verlag wie Gabler ist diese Strategie völlig neu, deshalb dürfen wir auch (noch) nicht den vollständigen Text online stellen. Doch wir glauben, dass Innovation auf den freien und einfachen Zugriff auf Wissen basiert.

Unser Ziel ist in erster Linie die Anregung einer Diskussion von Open Innovation und Mass Customization. Und als Wissenschaftler sind wir natürlich dadurch motiviert, dass möglichst viele Leute unsere Arbeiten lesen und zitieren. Dem kommt ein "Open Publishing" nur entgegen."

Das Buch erscheint in der kommenden Woche und ist dann für 24,90 € auch im regulären Buchhandel erhältlich. Vielen Dank an Frank Piller für die Preview-Möglichkeit!

Empfehlenswert ist auch die Website zum Buch. Sie enthält einen hervorragenden Einstieg ins Thema und eine Fülle von weiteren Infos sowie Buch- und Blogtipps für Interessierte.

Offertrax und die Zukunft des Social Commerce

Offertrax Die Betreiber von Offertrax weisen uns schon mal auf ihren neuen Social Shopping Dienst hin, der vsl. im Sommer starten soll. Das wäre nicht weiter erwähnenswert, hätten sie nicht parallel dazu eine interessante Blogkampagne gestartet, um sich selber zu profilieren und Social Shopping als wertvolle Shopping-Alternative zu positionieren.

In ihrem Weblog versuchen sie, die grundlegenden Ideen von Offertrax zu erläutern. Und legen zugleich den Finger in so ziemlich jede E-Commerce-Wunde.

Offertrax setzt auf sogenannte Trackers, ein Einkäufer- bzw. Verkäufertypus, der bestens informiert anderen Leute beim Online-Shopping auf die Sprünge helfen soll. Dafür will Offertrax entsprechende Tools anbieten.

Im Blog gehen sie darüber hinaus aber auch Fragen nach wie:

Viele der neuen Dienste starten ja ein Vorab-Blog, um auf ihr Angebot aufmerksam zu machen. Das Offertrax-Blog geht einen Schritt weiter und dokumentiert allgemeine Entwicklungen im Bereich Social Commerce. Da es bisher noch kein reines Social Commerce Blog gibt, ist Trackers United ein guter Anfang.

Und noch etwas macht den Dienst sympathisch. Das sind die wechselnden Einzeiler auf der Startseite. Was ist Offertrax?

  • A Socialized Shopping Tool
  • User Controlled Product Offers
  • RSS Based Shopping Alerts
  • Trusted Product Information
  • Social Marketing for Ecommerce

Mal sehen, ob Offertrax die Erwartungen erfüllen kann und das Thema mit guten Lösungen voranbringt.

Frühere Beiträge zum Thema:

E-Commerce-Irrsinn 2006: Fachhandel vs. Markenhersteller

Der Machtkampf zwischen Fachhandel und Internetwirtschaft geht auch nach 10 Jahren E-Commerce weiter. Noch immer darf nicht jeder, der will, im Internet professionell Handel treiben.

Weil es sich einige der profiliertesten Marken-/Hersteller nicht mit dem Fachhandel verderben wollen, bieten sie ihren Kunden und Fans online oft nur drittklassigen Service.

Ein ebenso typisches wie groteskes Beispiel ist die renommierte Bergsportmarke Vaude, die ohne eigenen Online-Shop inzwischen einen guten Teil ihres Umsatzes über das Internet macht (bzw. machen lässt).

Zwar ist das komplette Sortiment online verfügbar, darf dort allerdings nur vom Fachhandel geordert werden. Die Endkunden werden bei der Online-Bestellung umständlich freundlich weiterverwiesen auf die Seiten der Fachhändler:

"Sie bestellen nicht direkt bei VAUDE, sondern bei einem VAUDE Fachhändler Ihrer Wahl! Sie können sich die Waren zusenden lassen oder bei einem Fachhändler abholen."

Wo man Vaude-Produkte online bekommt, zeigt ein Blick auf die Shopliste bei Froogle. Auch bei Ebay blüht der Vaude-Handel mit aktuell über 1.500 Angeboten.

Melanie Kugel von Vaude ist der Irrsinn natürlich bewusst. Sie schilderte die E-Commerce-Strategie von Vaude in der letzten Woche beim CM-Forum in München und räumte ein:

"Alle großen Markenhersteller stehen in den Startlöchern. Auch wir könnten sofort loslegen. Die Frage ist nur, wer den ersten Schritt wagt."

Melanie Kugel betont allerdings auch, wie wichtig für Vaude die Kooperation mit dem Fachhandel und die Präsenz in den Fachgeschäften beim Aufbau der Marke war. Insofern ist die Vorgehensweise aus Unternehmenssicht nachvollziehbar.

Auch wenn ein zentraler Unternehmensgrundsatz wie "Der Kunde steht im Mittelpunkt unseres Handelns" online zur Floskel verkommt. Noch steht auch bei Vaude der Fachhandel im Mittelpunkt des Handelns.

Mehr zum Thema:

Internethandel auf den Spuren von Social Commerce und Web 2.0

Internethandel Der "Internethandel" Fachdienst aus dem Hause HSID (besser bekannt durch das Preisportal Günstiger.de) widmet sich in letzter Zeit verstärkt auch alternativen E-Commerce-Formen und Zukunfts-Themen wie Social Shopping (Ausgabe 17/18) und Live Shopping (Ausgabe 19/20).

Die neueste Ausgabe (21/22) enthält ein aktuelles Exciting Commerce Interview ("Nur wenige Händler bieten dauerhafte Kaufanreize") sowie ein Interview mit Malte Blumenthal von den SinnerSchrader Studios ("Ich empfehle kleineren Shops, sich nicht allzu viele Gedanken über ihre Marke zu machen.")

Internethandel ist nur im Abo erhältlich. Seit kurzem gibt es allerdings ein Weblog mit frei zugänglichen Meldungen und Hinweisen auf interessante Artikel der Printausgabe. Fischmarkt, E-Commerce-Blog und Shopanbieter-Blog haben diesen Schritt schon entsprechend gewürdigt. Wir können uns da nur anschließen.

Frühere Presseberichte zum Thema:

Internet Retailer: Top 500 Internethändler in den USA

Die US-Fachzeitschrift Internet Retailer hat gerade zum dritten Mal den Top 500 Guide mit den umsatzstärksten Online-Händlern veröffentlicht.

14 Händler haben 2005 in den USA die Umsatzmarke von einer Milliarde US-Dollar (Vorjahr: 9) übersprungen, darunter erstmals auch der Home-Shopping-Sender QVC.

Erfolgreichster Online-Händler war Amazon mit $8,5 Mrd. Umsatz (+23%):

"The Top 500 Guide includes 142 e-retail businesses that are owned or operated by store-based retail chains, 88 by catalog and direct-marketing firms, 45 by consumer branded manufacturers and 225 by the so-called pure plays or web-only retailers."

Alle 500 Händler sind hier aufgeführt, darunter auch populäre Mass Customization Dienste wie Cafepress oder Zazzle. Der Aktionshändler Woot.com, der mit geschätzten 40 Mio. $ Umsatz in etwa Position 250 belegen müsste, fehlt allerdings auf der Liste ebenso wie Ebay.

Kurz erklärt: What is an Open Business?

"What is an Open Business", was sind entsprechend offene Businessmodelle?

Wer sich nicht durch einen Schmöker  wie "The Wealth of Networks" kämpfen will, für den hat das OpenBusiness-Blog jetzt eine schnelle und vergleichsweise einsichtige Kurzdefinition parat.

Zusammenfassend heißt es dort:

"Being “open” therefore reaches from opening up ways to create, produce, collaborate and share a wide variety of informational resources. This in turn results in business models which are disintermediated.

Big industrial organizational models which were made for the era of mass-media and mass-production make no sense anymore. An online record label run by a staff of three can perform similar functions to a big record label run by hundreds of people.

Here new organizational forms, new management styles and cultural norms are emerging, as well as new revenue models."

In einem Satz: Kleine, vernetzte Einheiten, die sich direkt austauschen und zusammenarbeiten, können Ähnliches bewirken wie große Industriekonzerne. Dies allerdings bei weitaus geringerem Personal- und Kapitaleinsatz.

OpenBusiness nennt Ebay als Beispiel im E-Commerce. Etsy oder Threadless wären weitere.

Web 2.0 Zitat der Woche

Wahre Worte von Andreas Milles:

"Ich glaube mehr an Stylehive als an Etsy, (weil man im Web 2.0 auch an der Konkurrenz mitverdienen können muss)."

Geniale Verkaufsaktion: Die Spannung steigt ... im Navigon Shop

Diespannungsteigt

Der Navigon Shop hat sich von einigen Ideen auf dieser Seite inspirieren lassen und diese in ein ebenso einfaches wie geniales Verkaufskonzept umgesetzt.

Gerade läuft der Countdown zur zweiten Special Hours Aktion bei Navigon:

"Stimmen Sie jetzt ab, welches Produkt in der nächsten Special Hours sagenhaft günstig angeboten wird."

Das Ungewöhnliche an dieser Live-Aktion ist die Nutzereinbindung im Vorfeld. Bei Happy Hour Konzepten, die nur unregelmäßig stattfinden, wird der Überraschungseffekt allzu leicht zum Verschreckungseffekt, weil sich die Kunden auf die Schnelle nicht entscheiden können/wollen.

Navigon umgeht diesen Fallstrick, indem es die Nutzer schon bei der Auswahl der Produkte einbindet. So lässt sich die Aktion im Vorfeld hervorragend promoten, die Nutzer können sich frühzeitig mit den Produkten befassen und sich dann in der Verkaufszeit wesentlich leichter entscheiden.

Gleichzeitig bleibt aber der Überraschungseffekt und damit die Spannung erhalten, welches Produkt denn nun zur angekündigten Zeit preisreduziert angeboten wird.

Bei Navigon und seinen Kunden scheint die Aktion guten Anklang zu finden. Cord Behrens von Navigon formuliert es so:

"Ich möchte hier nicht mit Zahlen um mich werfen, doch sind wir äußerst zufrieden mit der Aktion und werden die "Special Hours" als festen/regelmäßigen Bestandteil in unseren Shop aufnehmen."

Die Erfahrung lehrt uns, dass Live-Shopping-Konzepte, wenn sie nicht 100%ig angegangen werden, oftmals schief gehen. Navigon beweist, dass es auch einen Erfolg versprechenden Mittelweg gibt. Damit lässt sich auf einfache Weise mit sporadischen Aktionen Live-Atmosphäre in den Shop bringen, ohne gleich komplett umstellen zu müssen.

Glückwunsch an das Navigon-Team, das hier konzeptionell neue Wege geht und bekannte Elemente auf ebenso einfache wie geniale Weise neuartig kombiniert und daraus ein rundum schlüssiges Verkaufskonzept gemacht hat. Hut ab vor der konzeptionellen Leistung!

Next 10 Years: Alternative Währungssysteme

Communities schaffen sich ihre eigenen Währungssysteme: Nicht direkt auf dem "Next 10 Years" Kongress, aber auf dem Weg dahin konnte man mitverfolgen, wie der Hamburger Stadtteil Altona gerade die Einführung des Alto vorbereitet, einer Alternativwährung, die die Community stärken und den Einsatz für die Community fördern soll. Altona folgt damit dem Beispiel Berlins, wo seit letztem Jahr der Berliner als regionale Währungseinheit akzeptiert wird.

Wer Communities nicht nur als Massenmärkte im Community-Gewand begreift, sondern sie als eigenständige, sinnstiftende Einheiten (an)erkennt, der wird irgendwann auch mit dem Thema Community-Währung konfrontiert. Auf diese Weise lassen sich communityinterne Leistungen und Beiträge zum Community-Wohl leichter vergüten und gegeneinander aufrechnen, ohne auf die (steuer- und abgabenbelastete) externe Währung zurückgreifen zu müssen.

Gleichzeitig können sich Communities so abgrenzen und verstärkt selber bestimmen, welche Unternehmen von den innerwirtschaftlichen Aktivitäten profitieren sollen.

"Money is an agreement within a community to use something as a medium for exchange." (Mehr zum Thema alternative Währungssysteme)

Eine Vorreiterrolle im Bereich Communitywährung spielen virtuelle Spielecommunities. Bei Second Life wird zum Beispiel communityintern in Linden Dollars abgerechnet. Seit Herbst lassen sich die virtuell erwirtschafteten Linden Dollars auch offiziell ins "reale Leben" übernehmen (s. Second Life Opens the LindeX Currency Exchange)

Auch einige der neuen Web 2.0 Dienste setzen auf eigene Währungssysteme. Bei der Produkttauschbörse Hitflip wird in sogenannten Flips abgerechnet, das US-Vorbild Peerflix verwendet Peerbucks als interne Verrechnungseinheit für getauschte Produkte.

Allgemein kann man beobachten, wie neue, nicht immer monetäre Bewertungseinheiten - wie Googles Pagerank oder der Vernetzungsgrad in der Blogosphäre - an Bedeutung gewinnen und den Wert einer Internetseite bzw. die Leistung des Seitenbetreibers weit besser ausdrücken, als es der monetäre Wert, z.B. die Kosten für die Erstellung, je könnten.

Communities bzw. soziale Netzwerke sind ein zentrales Thema im Web 2.0. Schon heute tun sich Unternehmen, die sich - wie es so schön heißt - "nicht an der Diskussion beteiligen", zusehends schwerer, mit rein monetären Mitteln in Communities und soziale Netzwerke vorzudringen. Oft brauchen sie Communitymitglieder als Türöffner.

Wenn, wie derzeit absehbar, Communities und Nischenmärkte zentrale Themen der nächsten 10 Jahren sein werden, dann wird eine der Herausforderungen sein, Communityleistungen zu bewerten und entsprechend zu vergüten. Wird sich dafür eine einheitliche, übertragbare Online-Währung etablieren oder werden wir viele unterschiedliche Community-Währungen und Reputationssysteme sehen?

10 Web 2.0 Tipps von Etsy Gründer Robert Kalin

Etsy-Gründer Robert Kalin hat 10 Tipps für Leute, die ein Web 2.0 Projekt starten wollen:

  1. Conduct your education in public
  2. Love your users
  3. Use gradients in moderation
  4. Focus on the task and hand and get it launched
  5. Ignore buzzwords
  6. Meetings are distractions
  7. Never be vaporware
  8. Have fun
  9. "Don't fall in love with the autograph."
  10. Be free

Ein aktuelles Kurzporträt findet sich im neuen Readymade-Magazin:

"The site went live last June, and Etsy now receives a million page views a day. "Our ultimate goal is to become a content distribution platform for everything that is not mass-produced," Kalin says, "from art to furniture to music."

"Vendors run the gamut from retired metalsmiths and calligraphers to filmmakers and jewelers, and buyers also represent a broad demographic. "We have two generations: the hipsters and the traditional crafters," says Stinchcomb. "And they're all getting excited about the same kind of stuff."

Mehr zum Thema:

Händler und ihre Weblogs: Zwei auf Shopbloggers Spuren

Saftblog Spannend zu beobachten, wie einige Händler Weblogs gerade als strategisches Tool für sich entdecken und sich mit entsprechendem Eifer auf die Spuren des Shopbloggers machen.

Gehörte neben dem Shopblogger bisher der Fontshop mit seinem Fontblog zu den erfolgreichen Vorreitern im deutschen Handel, nehmen nun Cyberbloc und Walthers Saftblog die Fährte auf.

1.200 Besucher hat das im Januar gestartete Saftblog inzwischen an guten Tagen und zählt damit zu den populärsten Weblogs hierzulande. Auch Cyberbloc, seit Februar online, kommt auf mehrere Hundert regelmäßige Nutzer. Beide versuchen mit ungewöhnlichen Einblicken und außergewöhnlichen Aktionen die Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Dass Bloggen für ihn mehr als eine Spielerei ist und zu den lohnenswerten Aufgaben eines Händlers zählen kann, unterstrich Jörg Holzmüller, einer der Geschäftsführer der Kelterei Walther, kürzlich in einem Kommentar zu einem früheren Beitrag:

"Die "nette Spielerei am Rande", wie Sie schreiben, hilft schlichtweg mehr Umsätze zu generieren. Wenn wir etwas gelernt haben in den vergangenen Monaten, dann, daß ein Corporate Blog zu verkaufen hilft.

Meine Geschäftspartnerin Kirstin drückt es noch pragmatischer aus: "Wenn zwei Geschäftsführer täglich zwei bis drei Stunden für das Bloggen aufbringen, dann muss da was rauskommen!"

Blogcounterstats
(Quelle: Blogcounter-Statistik vom 18. Mai 2006)

"Wir sind sogar soweit, dass wir ernsthaft überlegen, für unsere Kommunikation, auf Visitenkarten usw. statt der Kelterei-Homepage die des Saftblogs anzugeben. Die ist schlichtweg nach nur mehreren Monaten bekannter.

So wirkt Web 2.0 auf Unternehmen, auch wenn diese schon seit 1927 bestehen, wie das im Falle der Kelterei Walther ist."

Mehr über das Saftblog der Kelterei Walther im Kurzporträt. Jörg Holzmüller versucht dort auch immer wieder, Themen aus der Region aufzugreifen und so Akzente zu setzen.

Mit ähnlichem Einsatz geht auch Cyberbloc ans Werk. Wie kürzlich beschrieben, kümmert sich Sven Kaulfuß dort als Projektleiter um das tägliche Weblog.

Beide Unternehmen haben erkannt, dass das deutsche Web 2.0 noch viel Platz hat für Händler mit innovativen Blogkonzepten. Sie zeigen aber auch, dass Weblogs alles andere als Selbstläufer sind. Der Einsatz lohnt sich nur dann, wenn Weblogs von der Unternehmensspitze als strategisches Tool erkannt und entsprechend konsequent und zielgerichtet eingesetzt werden.

Update: Basic Thinking bringt gute Beispiele weiterer Firmenblogs.

Siehe auch:

Top 10 Blogquellen (Stand: Mai 2006)

Wer hilft uns beim Thema E-Commerce auf die Sprünge? Welche Experten liefern laufend gute Anregungen und Impulse?

Die relevanten Quellen wechseln von Zeit zu Zeit. Deshalb lohnt es sich, die Entwicklung zu dokumentieren. 

Hier sind unsere aktuellen Orientierungspunkte, 10 Weblogs, auf deren Einschätzungen wir derzeit nicht verzichten möchten:

  1. Mashable*: Pete Cashmore bewertet aktuelle Tools und Services durch die Businessbrille.
  2. Ebay Strategies: Scot Wingo mit interessanten Einblicken in die Aktivitäten von Ebay
  3. Bubble Generation: Umair Haque beleuchtet die Themen vom Rande
  4. Basic Thinking: Deutschlands Topblogger Robert Basic analysiert stets unaufgeregt. Und ist zudem ein Freund aktueller Entwicklungen im E-Commerce
  5. TP Wire Service: Täglicher News- und Trendfilter aus dem Hause Tom Peters
  6. Mass Customization and Open Innovation: MC-Trends und Highlights von Frank Piller
  7. John Battelle´s Searchblog: Achtet darauf, was sich bei Google & Co tut
  8. Edge Perspectives: Ein sperriges Blog mit guten Denkanstößen von John Hagel
  9. Open Business Blog: Ideen und Geschäftsmodelle aus dem Open Business Bereich
  10. Gastgewerbe Gedankensplitter: Gerhard Schoolmann findet immer wieder gute Beispiele, wie sich die neuen Tools und Services in der Praxis einsetzen lassen.

(Stand: Mai 2006)

Live-Shopping-Aktion: CD WOW! mit 24 Stunden Countdown

24stundencdwowscreen Eine bemerkenswerte Verkaufsaktion gabs gestern bei CD WOW!

Beim 24 Stunden Countdown wurden einen Tag lang preisreduzierte CDs und DVDs in "extrem limitierten" Stückzahlen abverkauft.

Neben der Restlaufzeit wurden auch die jeweiligen Restbestände zu den Produkten angezeigt.

Ähnliche Aktionen kannte man bisher vor allem von Billigfluglinien, die auf diese Weise einen Gutteil ihres Gesamtumsatzes machen.

CD WOW! zeigt, wie sich das Prinzip auch im Produktverkauf einsetzen lässt.

Frühere Beiträge zum Thema:

MySpace kündigt erste E-Commerce-Initiative an

Laut Pressemeldung will MySpace, das sich bisher hauptsächlich über Werbung finanziert, von nächster Woche an in den E-Commerce einsteigen und kostenpflichtige Videodownloads anbieten.

Spiegel online schreibt:

"Neues Geschäftsmodell: MySpace verkauft Fernsehen

Bislang bot MySpace vor allem Inhalte an, die Nutzer selbst zur Verfügung stellten: Bilder, Texte, Musik. Nun will man aus der inzwischen gewaltigen Nutzerzahl Kapital schlagen - und macht das Community-Portal zur kostenpflichtigen Downloadplattform für TV-Serien."

In der von Burger King beworbenen Aktion sollen TV-Serien aus dem Programmstock der MySpace-Schwester Fox angeboten werden, u.a. Folgen der Serien "24", "Pinks!", "FirstHand".

"In addition, MySpace will create a social network around “24,” where users can interact with each other, create user generated content and download the entire first and fifth seasons of the top-rated drama for $1.99 per episode."

Geht es nach der MySpace-Mutter News Corp, soll MySpace konkurrierenden Plattformen wie Yahoo den Rang streitig machen.

Näheres zu den angebotenen Action-Serien in den Tech News bei ZDNet.

Frühere Beiträge zum Thema:

Google Base integriert AdWords-Verkaufsanzeigen

Google Base bietet seinen Nutzern seit Anfang Mai die Möglichkeit, beim Anlegen der Produkte gleich AdWords-Verkaufsanzeigen mitzuschalten.

Das Google Base Blog schreibt:

"Create ads for your items: If you're familiar with Google AdWords, you'll be happy to know that we're now enabling you to create AdWords ads for individually posted items in Google Base, right from the Google Base edit item page."

So wird langsam auch klarer, wo Google, das ja im Gegensatz zu Ebay & Co keine Einstellgebühren verlangt, für sich zusätzliche Erlösquellen im E-Commerce sieht, nämlich in der gezielten Produktvermarktung.

Oder wie es Search Engine Lowdown formuliert:

"This is an example of monetizing value-ads rather than the submission itself, a direction that the classified market is heading in."

Google Base verkauft es seinen Nutzern etwas anders:

"Submitting an ad through Google Base is a quick and easy way to drive additional highly targeted traffic to your Base items."

John Battelle´s Searchblog hat weitere Meinungen zum Thema gesammelt.

Siehe auch:

ProductWiki veröffentlicht Zahlen zum Nutzerverhalten

ProductWiki, das händlerunabhängige WikiAngebot aus Kanada, hat, knapp ein halbes Jahr nach dem Start, einiges an Zahlenmaterial ("ProductWiki so far ...") veröffentlicht. Der Dienst ermöglicht so erstmals tiefergehende Einblicke in die Welt der Produktwikis:

Productwiki  

Die Übersicht zeigt, in welchen Kategorien die Nutzer besonders aktiv Produktbeschreibungen erstellen. Und wie oft die Produktbeschreibungen in den einzelnen Kategorien jeweils abgerufen werden.

Deutlich wird, dass es im Mode- und im Sports & Outdoor-Bereich offenbar großes Interesse an Produktbeschreibungen gibt, während Computer, Elektronik und Medien (speziell: Bücher, DVDs und CDs) zwar häufig besprochen, aber ungleich weniger häufig genutzt werden.

Der Blogbeitrag gibt noch weitere Einblicke in die ProductWiki-Erfahrungen der ersten Monate. U.a. erläutert Gründer Erik Kalviainen einige Meilensteine in der Traffic-Entwicklung.

Wie schon im letzten Beitrag ("Wiki Fever Spreads To Shopping Sites") erwähnt, hat ProductWiki einen Achtungserfolg mit den XBox-Bastelanleitungen erzielt. Den Impuls gab Erik Kalviainen selber:

"I spent several hours writing an article that summarized all of the information about modifying your Xbox to run Xbox Media Center and it became hugely popular on Digg and the blogosphere.

Hundreds (if not thousands) of community members have successfully completed the guide and the response has been amazing!"

Es zeigt sich also, dass sich Wikis auch für Produktbereiche wie Mode oder Sports & Outdoor einsetzen lassen und dass, wenn man es geschickt einfädelt, auch Wikis von viralen Effekten profitieren.

(via Church of the Customer Blog: Charting Citizen Partizipation)

Mehr zum Thema:

Kunden handeln - Exciting Commerce Vortrag beim CM-Forum

Heute gabs das Thema "E-Commerce im Web 2.0" ("Kunden handeln - Wie das Live-Web den E-Commerce verändert") erstmals auch in Vortragsform - beim Content-Management-Forum in München. Und damit einen Antwortversuch auf die Frage: Wie lässt sich ein so vielschichtiges Thema allgemeinverständlich in 25 kompakte Minuten packen?

Neben zwei Überblicks-Charts zum Thema "Web 2.0 = User Generated Content" und "Die wichtigsten E-Commerce-Player im Social Web" (von Amazon bis Yahoo, von Etsy bis Zlio) gabs die wesentlichen Infos in Form von konkreten Beispielen. Zwei Schwerpunkte:

  • Wie Online-Händler Weblogs und Wikis einsetzen. Konkret:

Die Weblog-Strategien von Jokers und Amazon
Die Wiki-Konzepte von Amazon und TripAdvisor

  • Wie die neuen Händler ihre Nutzer aktivieren und zu Co-Verkäufern machen. Drei Beispiele:

Woot! als "Live Shopping" Vertreter
Threadless als Beispiel für "Customer Co-Creation"
Etsy als "Social Commerce" Plattform im weitesten Sinne

Björn Negelmann, der Moderator des Content Management Forums, hat in seinem Event-Blog heute live mitgebloggt und die Inhalte der Vorträge zusammengefasst. Hier der Eintrag zu "E-Commerce im Web 2.0".

Für Interessierte: Morgen und übermorgen gibt es weitere Content Management Vorträge in Frankfurt und Hamburg. Das Event-Blog bleibt weiter dran.

Um das Forum spannender zu gestalten, hat Björn Negelmann die CM-Anbieter in sog. Live-Testings auf die Probe gestel