Menschen handeln

Workshops & Roundtables

Innovationspartner

  • Marketing Factory - Impulse Marketing & Live Shopping
    Netz98 - Social Commerce Agentur
    excite sysko - Ihr starker Partner bei schnellen Vertriebsmodellen

    Innovationspartner machens möglich. Sie auch?

    Gesucht sind noch weitere Innovationspartner
    - für Affiliatelösungen
    - für Shopsysteme
    - für Strategiefindung

Andere über uns

Blog powered by TypePad
Mitglied seit 05/2005

« Händlerblogs: 5 Buchhändler, 5 Bloggingkonzepte | Start | Better Traffic vs. More Traffic »

Next 10 Years: "In was für einer Welt lebt Ihr eigentlich?"

"Next 10 Years in E-Business" - auf dem von SinnerSchrader organisierten Web 2.0 Kongress trafen am letzten Donnerstag in Hamburg mindestens drei Welten aufeinander:

  • Einige Teilnehmer hatten sich schon eine grundlegende Meinung von den Möglichkeiten des Web 2.0 gebildet und wollten gerne Eingehenderes erfahren. Der Kongress bot ihnen einige gute Beispiele für zukunftsträchtige Ideen.
  • Andere wollten sich erstmal ein Bild davon machen, was es denn nun mit diesem sagenumwobenen Web 2.0 auf sich hat. Diese taten sich sichtbar am Schwersten, da ihre drängendsten Fragen unbeantwortet blieben: Was soll das Ganze eigentlich und was bringt es unterm Strich?
  • Und zu guter letzt war da Andreas Weigend, der mit seinen Erfahrungen aus den USA und China sicher am weitesten voraus war, auch wenn er sie als Keynote Speaker nur ansatzweise präsentieren konnte.

Bezeichnend deshalb sein Ausruf gegen Ende der Veranstaltung: "Sagt mal, in was für einer Welt lebt ihr eigentlich?!" Dieser Satz kann auch ganz gut als Leitspruch für die Web 2.0 Diskussion hierzulande dienen, die mit einer erstaunlichen Gelassenheit, um nicht zu sagen: Blauäugigkeit, geführt wird.

Wenn überhaupt, dann ist in der Wirtschaft von einer "neuen Lust am Internet" die Rede. Das unterstreicht leider genau das, was viele derzeit noch im Web 2.0 sehen: eine nette Spielerei am Rande. Von der Dramatik, mit der andernorts auf diese "Rand-Erscheinung" reagiert wird, ist hierzulande keine Spur.

Auch die Brisanz, die dem Thema Web 2.0 - gerade für größere Unternehmen (ab 100 Mitarbeitern) - innewohnt, wird kaum deutlich. Sicherlich war das auch nicht das Thema des Kongresses, auch wenn man sich neben den vielen Perspektiven auch das ein oder andere Schreckensszenario (Gewinner vs. Verlierer) gewünscht hätte, um klarzumachen, dass sich jeder (wirklich jeder!) mit den wirtschaftlichen Möglichkeiten und Gefahren des Web 2.0 auseinandersetzen sollte.

Alles in allem dokumentierte der Kongress den aktuellen Stand der Entwicklung hierzulande. Bei den deutschen Vertretern internationaler Unternehmen gab es die ein oder andere Enttäuschung. Dafür überraschten andere Redner - wie Andreas Weigend oder Malte Blumenthal. Glücklicherweise gab es auch Querschläger wie Johnny Häusler vom Spreeblick.

Die Veranstaltung war in einem tollen Ambiente perfekt organisiert. Gelungen war auch, wie man versuchte, die Offenheit, die Vernetzung und die Interaktivität des Web 2.0 erlebbar zu machen.

Martin Recke sammelt im Fischmarkt fortlaufend Eindrücke vom Kongress. Mehr auch im Next 10 Years Blog.

Weitere Next 10 Years Berichte zu den wichtigsten Zukunftsthemen folgen.

TrackBack

TrackBack-Adresse für diesen Eintrag:
http://www.typepad.com/t/trackback/400727/4867756

Folgende Weblogs beziehen sich auf Next 10 Years: "In was für einer Welt lebt Ihr eigentlich?":

» Next 10 Years: "Wir sind alle Service-Anbieter" von Exciting Commerce
Einen der inspirierendsten Vorträge beim Next 10 Years Kongress hielt Malte Blumenthal von den SinnerSchrader Studios. Er war einer der wenigen, die mit einer klaren Botschaft aufwarten konnten, mit der nicht nur Web 2.0 Jünger, sondern auch klassische... [Mehr erfahren]

» Kleine Blog- und Presseschau von Next 10 Years in E-Business
Wohl den besten Überblick über Konferenz und Thema hat Oliver Gassner verfasst und bei Gadgetmania publiziert, nachdem es im Print nicht so recht gelingen wollte: Web 2.0 für Anfänger. Eine gewisse Dramatik stellt Jochen Krisch fest, hat sie zugleich v... [Mehr erfahren]

» Was bringt ein Corporate Blog? von A Waste Of Words
Blogs wabern aus den Kinderzimmern, Nerd-Laboren und Studentenbuden schn langsam in den Aufmerksamkeitshorizont der Werbeagenturen, Marketing-Beauftragten und Kommunikationsprofis. Gelinde Entscheidungspanik vermittelt den Zwang, so ein Instrumen... [Mehr erfahren]

Kommentare

Die "nette Spielerei am Rande", wie Sie schreiben, hilft schlichtweg mehr Umsätze zu generieren. Wenn wir etwas gelernt haben in den vergangenen Monaten, dann, daß ein Corporate Blog zu verkaufen hilft. Meine Geschäftspartnerin Kirstin drückt es noch pragmatischer aus: "Wenn zwei Geschäftsführer täglich zwei bis drei Stunden für das Bloggen aufbringen, dann muss da was rauskommen!" Genau: denn nur aus purer Lust an dieser Art der Kommunikation betreiben wir den Aufwand nicht. Gleichwohl macht es auch jede Menge Spaß.

Wir sind sogar soweit, dass wir ernsthaft überlegen, für unsere Kommunikation, auf Visitenkarten usw. statt der Kelterei-Homepage die des Saftblogs anzugeben. Die ist schlichtweg nach nur mehreren Monaten bekannter. So wirkt Web 2.0 auf Unternehmen, auch wenn diese schon seit 1927 bestehen, wie das im Falle der Kelterei Walther ist.

Das ist letztlich genau der Punkt. Wenn sich Unternehmen wie die Kelterei Walther richtig reinknien und ihre Chancen erkennen und zu nutzen wissen, haben sie durch die Netzwerkeffekte die Möglichkeit, sehr zügig so manch vermeintlich großen zu übertrumpfen. Insofern sollte man das Phänomen nicht unterschätzen.

Bin gespannt, wie sich das Saftblog weiter entwickelt.

Kommentar schreiben