Gründer neigen ja zur Paranoia, dass sie mit ihren Ideen zu spät kommen und ihnen jemand anderes zuvorkommen könnte. Im E-Commerce-Blog gibts jetzt eine Art von Entwarnung. Michael Jung schreibt in seiner OMD-Nachlese:
"Web 2.0 - Eigentlich kein Thema auf der OMD. Ich habe von Vertretern der Unternehmen Douglas, Westfalia, Neckermann, Karstadt.de im Gespräch gehört, dass das für diese Unternehmen nicht von der Relevanz ist, wie es zur Zeit im Markt gepusht wird.
Sie beobachten es aber und werden bei Bedarf handeln. Den sehen sie aber durch die Bank nicht, weil sie gerade dabei sind, ihre Prozesse in den Griff zu bekommen und die Kosten zu senken. Das bringt denen mehr als das Web 2.0"
Das deckt sich mit Martin Reckes OMD-Beobachtungen im Fischmarkt
Für Amazon, A Better Tomorrow, Cajong, Cyberport, DaWanda, Ebay, Fahrrad.de/ Fitness.de, Fontshop, Gourmondo, Hitflip, Lumas, Promarkt, So Zeug, Spreadshirt, Yoosic und eine Reihe von anderen Pionieren, die in den nächsten Wochen mit neuen Shoppingkonzepten an den Start gehen, ist es schon seit Monaten ein Thema. Und hier sind die Dutzenden von bloggenden Händlern noch nicht mit eingerechnet.
Lieblingsspruch nach einigen höchst eindrucksvollen Telefongesprächen in den letzten beiden Wochen:
"Wir wollten nicht mehr am Rand stehen und nur zuschauen, wie einige unserer Ex-Kollegen ziemlich coole Sachen machen. Deshalb sind wir jetzt selber wieder am Start."
Haut rein, Jungs! Damit die etablierten "bei Bedarf"-Händler etwas zu "beobachten" haben ;-)
Weitere Berichte über Deutschlands innovationsfreudige E-Commerce Startups folgen. Sozeug.net, Derbz, Cajong, Schutzgeld.de und A Better Tomorrow, die bisherigen Neustarts des Jahres, waren erst der Anfang.
Das Tempo zieht jetzt auch hierzulande merklich an. Und erfreulich ist, dass sich fast alle am Innovationslevel der internationalen Vorreiter orientieren. Was zum Teil zu wirklich wegweisenden Konzepten führt.
Früherer Beitrag zum Thema:









Ja, man kennt das aus der eigenen Beratungspraxis. Die klassischen Händler hatten in den letzten Jahren durch die Zunahme des E-Commerce insgesamt praktisch automatisch gigantische Wachstumsraten. Sobald der Markt erstmal gesättigt ist und der Konkurrenzdruck steigt, werden sie uns ganz schnell wegen neuer Lösungen und Ansätze auf der Matte stehen.
Wer schlau ist, kümmert sich aber lieber jetzt schon darum.
Kommentiert von: Q-BEE | 22. September 06 at 10:57 Uhr
Das web2.0 war beim gleichzeitig stattfindenden Touristikkongress der fvw in Köln (leider) ein bestimmendes Thema. In der Touristik gilt nämlich: "Wir machen jetzt auch in web2.0 und haben da so einige Projekte in der pipeline, konkretes verraten wir aber nicht". Beispiel: TUI-Chef Frenzel (http://www.touristikblog.de/index.php/2006/09/19/tui-chef-frenzel-ueber-web20/)
Kommentiert von: Nicolas Götz | 22. September 06 at 14:34 Uhr
der richtige Link: http://www.touristikblog.de/index.php/2006/09/19/tui-chef-frenzel-ueber-web20/
Kommentiert von: Nicolas Götz | 22. September 06 at 14:34 Uhr
zunächst: die überschrift gefällt. :)
zur tui: hlx.com hat doch schon länger interessante elemente integriert.
1. happy hlx hours <-- liveshopping
2. reisetagebücher <-- user generated content.
Kommentiert von: Captain Cord | 22. September 06 at 14:54 Uhr
nein, die Dickschiffe wollen nicht vom Kurs abweichen. Oberstes Ziel ist und bleibt Prozessoptimierung und damit verbundene Kostensenkung. Was morgen ist sehen sie dann wenn der Zug abgefahren ist. Wobei ich wirklich nicht der bin, der im Web 2.0 und Social Commerce das Heil der Branche sieht.
Kommentiert von: e-commerce-blog.de | 22. September 06 at 21:51 Uhr