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Kommentare

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Ich war am MO auf der Systems, morgens war Kongreß im ICM ("Web 2.0 - neuer Trend oder Hype" vom Münchner Kreis).
Ich habe eine interessante Paneldiskussion gesehen, wenn auch mit m.E. zu wenig Zündstoff... ;-)
Mark Pohlmann war auch da, seinen Äußerungen stimmte ich eigentlich in allen Bereichen zu. Nur eine Äußerung ("Es gibt keine Revolution in den Geschäftsmodellen. Die sind alle bereits erfunden.") konnte ich so nicht mit mir vereinbaren.
Ich weiß nicht, ob er nun wirklich E-Commerce-GESCHÄFTSmodelle meinte oder ob er auf ERLÖSmodelle abstellte. Wie auch immer: bei ersteren finde ich gibt es durchaus viel Neues und Innovatives. Bei zweiteren nicht gar so viel, das mag sein. Aber auch hier bahnen sich m.E. Innovationen an!
WIE SEHEN SIE DAS?

Das ist genau der Punkt, auf den ich im Beitrag angespielt habe und wo ich Mark Pohlmann (mit dem ich ansonsten in fast allen Punkten konform gehe) aufs Vehementeste widerspreche.

Die Revolution findet in den Geschäftsmodellen statt.

Die strukturellen Veränderungen durch das Web 2.0 ermöglichen eine Fülle von neuen Geschäftsmodellen. Und der Untertitel dieses Weblogs könnten genauso gut heißen "Exciting Commerce - Neue Geschäftsmodelle für das Web 2.0".

Aufmerksame Leser werden in den vergangenen Monaten Dutzende von möglichen, neuen E-Commerce-Geschäftsmodellen entdeckt haben, die zum Teil (Woot!, Threadless, etc.) schon erprobt sind, die sich zum großen Teil aber noch in der Erprobungsphase befinden.

Andererseits hat Matthias Schrader in dieser Woche auf dem Versandhandelskongress einen bemerkenswerten Vortrag gehalten. Titel: Web 2.0 und neue Verkaufsmodelle ( http://www.fischmarkt.de/2006/10/web_20_und_neue_verkaufsmodelle.html ). Auch bei SinnerSchrader scheint also gerade ein Umdenkungsprozess stattzufinden.

Qype selbst verfügt über ein junges, neues Geschäftsmodell, das auch vor noch nicht allzu langer Zeit erfunden wurde bzw. werden mußte.
(Gut, ich dachte mir schon vor 10 Jahren mal, daß man seine Lokale, Hotels usw. mal kategorisieren und mit den Erfahrungen anderer verbinden müßte, aber so richtig möglich gemacht hat das eben erst die Technik der letzten Jahre. Da soll mir mal einer erzählen, es seien schon alle Geschäftsmodelle erfunden i.S.v. umgesetzt!)

Ich glaube er meinte Erlösmodelle. Aber selbst da stimme ich nicht ganz zu - schreibe schließlich gerade an einer Arbeit und setze mich deshalb mit dem Thema auseinander...

hallo zusammen,
danke für die rege anteilnahme - wer bei wikipedia schaut, wird sehen, dass erlös- und geschäftsmodelle weitestgehend dasselbe meinen. mein lieblingsbeispiel ist spreadshirt, dessen produkt nichts mit web 2.0 zu tun hat. sie verkaufen t-shirts. der weg dorthin ist die revolution, und das, was da passiert, ist für mich mehr im marketing angesiedelt.

letztlich ist das aber auch gar nicht so entscheidend. ich glaube, wir, die hier diskutieren, sind uns inhaltlich sehr nah. was ich vor allem ausdrücken möchte, ist, daß JEDES unternehmen von den sich anbahnenden kulturbrüchen betroffen sein wird, ganz gleich, ob es sich im web 2.0 aufhält oder nicht.

und ich persönlich habe gar nichts dagegen, daß ich bei meiner geschäftsmodell-these widerlegt werde. ich will nur eines: mehr transparenz, mehr vielfalt. mehr qualität. und da ist all das, worüber wir hier diskutieren (und einige wenige bereits praktizieren) ein segen.

by the way: florian, dann nenn doch bitte mal ein geschäftsmodell, das sich durch web 2.0 verändert hat. auch bei qype sehe ich kein neues geschäftsmodell, das unternehmen wird über werbung finanziert. sicher, das angebot selbst ist neu. aber beim geld verläßt sich auch stephan uhrenbacher auf bewährtes ;-)

schönen gruß aus hamburg - jochen, ich vertrete matthias schrader bei der pangora-veranstaltung, wir sehen uns also bald wieder!
mark

Einen schönen guten Abend zusammen,

zunächst kurz zu den Begrifflichkeiten: unter

http://de.wikipedia.org/wiki/Gesch%C3%A4ftsmodell1.

finden sich folgende 3 Kategorien:

1. Nutzenversprechen (value proposition)
2. Architektur der Wertschöpfung
3. Ertragsmodell

Das Erlösmodell (=Ertrags~ =Verdienst~) ist nur eine von drei Komponenten eines Geschäftsmodells (GM). In fast jeder E&M-Business-Vorlesung ist heute außerdem die Definition von B.Wirtz vertreten. Vgl. hierzu die folgende gute Präsentation:
http://www.iwi.uni-hannover.de/lv/abwl1_ws0506/4_ABWL1_091105.pdf

Es zeigt sehr gut, welche Partialmodelle ein GM eigentlich enthält. Sprechen wir also vom "Geld verdienen", so reden wir vom Erlösmodell. Da gebe ich Dir recht, da gibt es wenig Innovatives, auch Qype setzt ja offensichtlich auf Werbung (auf was noch, weiß ich leider nicht) und Werbung ist in der Tat unter "Bewährtes" zu subsumieren.

ABER: es gibt auch den sog. "provisionierten Selbstvertrieb" à la Spreadshirt, Threadless, Zlio, LaFraise usw. (eine Art UmsatzTEILUNGSmodell, das ich i.Vgl. zu UmsatzBETEILIGUNGSmodellen als recht neu betrachte. Außerdem gibt es ganz verzwickte Affiliate-Weiterentwicklungen, die z.T. auf interessanter Nutzung von RSS usw. basieren. Bei diesen Modellen können Strategen und Techniker sehr viel Phantasie entwickeln. (Bsp.: edgeio, die jetzt wieder viel VC bekommen haben)
UND ZULETZT sollten wir die zahlreichen Exit-Strategien von Unternehmensgründern und VC-Gesellschaften mal endlich als eigenes Erlösmodell auffassen. Youtube! Kein Verdienstmodell, nichts! Und dann 1,65 Mrd. gezahlt bekommen. DAS ist m.E. ein super-Ertragsmodell, oder? (auch: myspace, skype)

Nun aber zu den GESCHÄTSmodellen:
es hängt davon ab, wie breit man Web 2.0 definiert. Ich sehe es breit. Für mich gehört der aktive Nutzer, das Mitmach-Web, die Technikseite (Ajax, RSS, CSS etc etc), genauso dazu wie SocialCommerce, Crowdsourcing und die psychologische Seite des Web 2.0 (Wertvorstellungen und Umgang der vielen jungen User mit dem Thema, die Unabhängigkeit der Blogosphäre etc etc)
Schließlich gibt es auch sowas wie Enterprise 2.0. (vgl. Folien von W.Schroll in MUC)

Das alles vorweggeschickt, finde ich, daß jede Community (myspace, flickr, stardoll, facebook, openBC, buchpfade, etc.), jeder Onlinedienst (plazes, Qype) und jeder im Bereich Micro-Merchandising tätige Anbieter wie Spreadshirt & Co. unter die Web 2.0-Definition (s.o) paßt. All diese verbindet etwas: sie arbeiten mit den NEUEN TECHNIKEN (Tags, Filter, Empfehlungen, Bewertungen, RSS etc) und NEUEN USERN (immer mehr technikaffine junge Leute). Sie alle stellen innovative Geschäftsmodelle dar. Bei den Erlösmodellen sieht's anders aus. Manche probieren Neues, manche machen Bewährtes, manche kombinieren und manche haben gar kein (klassisches) Erlösmodell - wie Youtube. (wobei man wieder an diese 1,65 Mrd. $ denken muß. "Gar nichts" sieht anders aus.)

Kernaussage: neue Internetfirmen (und damit auch GM!) gründen sich derzeit massig, sie sprießen schon fast. (bitte WiWo Nr. 43 lesen!!) Da kann mir keiner sagen, da seien keine neuen Modelle dabei.

Ich hoffe, ich konnte meine Position in so kurzen Worten ein wenig deutlich machen. Abschließend: ich glaube, wir denken alle innovativ und sind offen für Neues. Deshalb sind wir inhaltlich in der Tat nah beieinander - und das ist gut so. Es gilt schließlich noch genug rückständige "Social-Shopping-Verweigerer" (und andere) in diesem Land zu bekehren.

Grüße aus Passau,
Florian

@Florian: Kürzer kann man es kaum sagen ;-) Der ABER-Passage stimme ich ausdrücklich zu.

@Mark: Ich weiß, dass Du aus einer anderen Warte argumentierst. Und aus Sicht bestehender Unternehmen ist Deine Argumentation absolut schlüsssig: Wenn man sucht, wie und wo Web 2.0 bestehende Geschäftsmodelle verändert hat, dann findet man in der Tat kaum Beispiele, und dann ist Web 2.0 in der Tat ein "Marketing" bzw. Kommunikationsthema. Insofern gebe ich Dir recht. Aus meiner Sicht finden jedoch die spektakuläreren Veränderungen ausserhalb bestehender Strukturen statt.

komme gerade erst hier wieder vorbei...

@florian: danke für deine ausführung, wirklich sehr hilfreich, das so komprimiert zu bekommen, wie gesagt, so weit auseinander sind wir da eh nicht.

@jochen: schön, daß auch wir uns verstehen ;-)

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