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« September 2006 | Start | November 2006 »

Ein Kunstwerk: Das dritte Woot! für Deutschland

Einkunstwerk Eine reduktionistische, aber absolut gelungene Woot!-Variante für Kunstfreunde hat Tobias Worzyk gerade gestartet. "Die kleinste Galerie der Welt" nennt der Hamburger einkunstwerk.com.

Ausgestellt wird immer nur ein einziges Kunstwerk zur Zeit, bis es sich ein Käufer schnappt. Am Anfang kann ein Bild mehrere Tage (im schlimmsten Fall: mehrere Wochen) zu sehen sein. Sollte das Konzept Anklang finden, ist das Kunstwerk binnen weniger Stunden weg.

Bei einem vergleichsweise hohen Preis trägt sich das Konzept auch, wenn nur jeweils ein Bild angeboten wird.

Schön ist auch, dass der jeweilige Künstler für Fragen in den Kommentaren zur Verfügung steht, und das Archiv irgendwann zur Dauerausstellung wird.

Ein, zwei kleinere Schönheitsfehler hat die Seite noch. So müsste sie zum Beispiel direkter kommunizieren, dass es sich um ein Aktionsangebot handelt. Aber das lässt sich vergleichsweise einfach beheben.

Alles in allem ist EinKunstwerk jedoch sehr schlüssig. Und damit die derzeit beste, deutsche Woot!-Variante. Herzlichen Glückwunsch zur kreativen Adaption und viel Erfolg nach Hamburg!

Frühere Beiträge zum Thema:

pick!t today: Google Base 2

List View, Grid View, Map View - So wird wohl Googles neue Produktsuchmaschine aussehen, wenn sie Froogle ablöst (Froogle Replacement Discovered).

Bemerkenswert auch, wie Google am Long Tail fischt.

Man muss kein allzu großer Prophet sein: Web 2.0 Sieger bei den Produktsuchmaschinen wird der sein, der sämtliche(!) Nischen am besten abdeckt. Momentan ist weit und breit keiner in Sicht, der das Thema auch nur annähernd so intensiv angeht wie Google (Base).

(via)

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Etsy: Ein Spaziergang durch die neue Version

EtsyflohmarktDie neue Etsy-Version geht am nächsten Wochenende online. Wer will, kann jetzt schon einen Spaziergang durch die neue Version machen.

Auf der Abbildung links ist zu sehen, was passiert, wenn man die Etsy-Produkte einzelner Mitglieder analog zu den Ständen eines Flohmarkts präsentiert.

Etsy bietet wie immer eine Fülle von Anregungen und Ideen. Die Startseite wirkt nüchterner, dahinter gibts allerdings viel zu entdecken. Wegweisend!

Los gehts

Frühere Beiträge zum Thema Etsy

Social Commerce: Web 2.0 und neue Verkaufsmodelle

SocialcommerceSinnerSchrader, bisher nicht gerade als Verfechter von Social Commerce Ideen bekannt, geht in die Vollen.

Matthias Schrader hat auf dem Versandhandelskongress eine großartige Präsentation zum Thema gehalten, wie sie vor wenigen Monaten in Hamburg noch undenkbar schien.

Angefangen vom Titel "Web 2.0 und neue Verkaufsmodelle" bis hin zur inhaltlichen Aufbereitung der wesentlichen Ideen und Erfolgsfaktoren setzt sie - auch international gesehen - neue Standards. Ein wirkliches Highlight und eine tolle Show!

Der perfekte Anlass auch für eine kleine Spekulation am Rande: SinnerSchrader wird sich aller Voraussicht nach in den kommenden 12 Monaten an dem ein oder anderen Social Commerce Dienst beteiligen oder selber einen starten.

Zum einen, weil alle vier bis fünf deutschen Social Shopping Dienste, die in Kürze starten, von unabhängigen Agenturen stammen, die weitaus kleiner sind als SinnerSchrader und die von SinnerSchrader betreute SZ-Mediathek ziemlich alt aussehen lassen.

Zum anderen, weil aus dem Social Commerce Bereich das nächste Ebay kommt.

Die Potenziale, die im Social Commerce stecken und die Geschäftsmodelle, die diese E-Commerce-Ansätze ermöglichen, werden erst jetzt langsam greifbar. Vermutlich ein Grund, warum inzwischen einige hellhörig werden und das Thema auch auf spürbar wachsendes Interesse stößt.

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pick!t today: Web 2.0 ist ... wie Plastilin

Es ist nicht schlimm, dass unter Web 2.0 jeder etwas anderes versteht. Schlimm ist nur, dass sich nicht jeder, der sich zu diesem Thema äußert, vorher intensiv Gedanken gemacht hat und sich eine fundierte Meinung gebildet hat. Unser Lieblingsblogger bringt es (nur mal so) auf den Punkt:

"Web 2.0 ist ein plastischer Begriff. Die Bedeutung ist nicht festgelegt oder fixiert, sondern muss gewissermassen von jedem für sich selbst erarbeitet werden. Es gibt keine ultimative Referenz oder Definition. Die Aussagekraft des Begriffes hängt deshalb also von der Arbeit ab, die man selbst hineinsteckt."

Händlerblogs: Robert Basic coacht eDelight in Sachen Weblog

Die Gründer von eDelight haben sich in dieser Woche ein bisschen "Blog-Nachhilfe" vom Blogmeister Robert Basic geholt.

Robert berichtet über den Blog-Workshop hier und Peter Ambrozy von eDelight schildert seine Eindrücke hier:

"Ziel der Nachhilfe war neben dem Feedback auch die Definition von Sinn und Zweck unseres Blogs.

Da wir ja alle eine gewisse Beratungshistorie vorweisen, wollten wir auch so richtig professionell über die Blogging-Strategien in den unterschiedlichen Phasen von edelight sprechen. Blödsinn, denn so etwas verläuft natürlich generisch! Aber gut, dass wir darüber gesprochen haben ;-)

So war auch ein wesentliches Learning für uns, dass es eigentlich egal ist, was und worüber wir schreiben. Es muss einfach nur zu uns passen und ehrlich sein."

Vorbildliche Händlerblogs, die verdeutlichen, wie unterschiedlich mans angehen kann, sind sicherlich Shopblogger, Fontblog, Cyberbloc und Saftblog. Alle vier haben ihren eigenen Stil gefunden.

Und verwiesen sei auch auf das Gärtnerblog, das mit Robert Basics (anfänglicher) Unterstützung zu einem der reichweitenstärksten deutschen Blogs geworden ist, und damit vermutlich auch zu einem der finanziell lukrativsten.

Robert Basic ist also als Blogberater nur zu empfehlen, zumal er ja den Segen von ganz oben ;-) hat.

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pick!t today: Venture Capital für Jellyfish

Investoren glauben wieder an E-Commerce-Konzepte: Eine Kapitalrunde von 5 Mio. Dollar kündigt der Ende Juni gestartete Shoppingdienst Jellyfish an, ein - von der technischen Umsetzung abgesehen - eher konventionelles Shoppingportal.

Als Robin Hood der Produktsuchmaschinen gibt Jellyfish einen Teil der Vermittlungsprovisionen direkt an die Kunden weiter (solange die angeschlossenen Händler dieses Spiel mitmachen). (pick!t)

Geld gabs in dieser Woche außerdem für Edgeio.

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Marketeasing: Bernd Röthlingshöfer im Video-Interview

Bernd Röthlingshöfer war am Donnerstag zu Gast im Berliner Labor für Entrepreneurship. Die Videoaufzeichnung ist jetzt online.

Bernd Röthlingshöfer hat in diesem Jahr ein sehr empfehlenswertes Buch zum Thema "Marketeasing" herausgebracht. Darin propagiert er Werbeformen, die ebenso geheimnisvoll wie ansteckend sind. Ein Gegenentwurf zur plumpen und aufdringlichen Unterbrecherwerbung herkömmlicher Machart.

Eines seiner Mantras lautet: "Höre auf zu werben, und beginne zu kommunizieren." Als vorbildliches Beispiel führt er das Saftblog der Kelterei Walther an.

Außerdem spricht er im Video über Überraschungsmomente und den nötigen "Mut zur Verrücktheit". Zum Buch gibts im übrigen auch das passende Weblog.

[Dies ist zugleich ein erster Beitrag für den aktuell laufenden Business Blog Karneval zum Thema Akquise.]

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Mehr als deplaziert: Exciting Commerce beim Internet World Kongress

"Web 2.0 hat nach wie vor niemand verstanden." So hat Rob Nikowitsch (trnd) die Internet World erlebt.

Nachdem das morgendliche Panel (Quo vadis E-Commerce 2.0?) erfreulich gut lief, wie generell der von Björn Negelmann organisierte Track sehr gute Einblicke in den E-Commerce von morgen ermöglichte, nicht nur, weil er als Moderator beide Welten erfasst und so gut zwischen alter und neuer Denke vermitteln konnte, sondern weil er einige der experimentierfreudigsten und innovativsten (wenn auch nicht bekanntesten ;-) Online-Händler und Shoppingdienste für Vorträge gewinnen konnte. Siehe auch den Blogeintrag von Hitflipper Gerald Schönbucher.

Worum es im E-Commerce künftig geht, brachte gestern Morgen Michael Kahr von T-Systems Solutions auf die einprägsame Formel:

"Der Shop kommt mehr und mehr zum Kunden."

Wenn sich dieser Denkansatz durchsetzen würde, wäre schon viel gewonnen. Zumindest das Affiliate Marketing stellt sich langsam darauf ein. Karsten Windfelder rekapituliert:

"Ziel muss sein, es dem Affiliate so einfach wie möglich zu machen, exakt passende Werbemittel in seine Website einzubauen."

Wenn man also vorher das gute Gefühl hatte, dass sich mit der zunehmenden Web 2.0 Begeisterung auch langsam ein Sinneswandel einstellt, dann fühlte man sich auf dem Abschlusspanel mehr als deplaziert, wo es im Wesentlichen einmal mehr darum ging, gegen ein Mainstream-Internet anzuargumentieren, das seine suchmaschinenoptimierte Massenmarketing-Welt liebt.

Immerhin wurde spürbar, dass hier Welten aufeinandertreffen. Und Kompliment an Mark Pohlmann, der sich wirklich wacker geschlagen hat. Und unsere konfliktträchtige Debatte über (un)mögliche, neue Geschäftsmodelle müssen wir dann eben ein ander Mal nachholen.

(Nicht neue) Erkenntnis: Es macht mehr Sinn, mit Gleichgesinnten in Intensivworkshops oder auf speziellen Themenkonferenzen über Detailfragen und mögliche Zukunftsmodelle zu diskutieren als die Massen missionieren zu wollen, denn "Web 2.0 ist ein religiöses Problem" (Zitat: Joachim Graf)

[Blogleser, die Interesse haben: Anmeldungen für den Exciting Commerce Workshop am 29. November in München werden noch entgegengenommen. Darin geht es um eine Vertiefung und Einordnung der Blogthemen, speziell um neue Verkaufs- und Shoppingmodelle im (Very) Special Interest Bereich. Schon die bisherigen Teilnehmer, die aus den unterschiedlichsten Ecken kommen, versprechen spannende Diskussionen. Die Runde ist daher auf maximal 10 Teilnehmer begrenzt.]

So wars: Der Versandhandelskongress im Fontblog

Nicht ohne Grund ist das Fontblog unter den deutschen Top 75 Blogs hinter dem Shopblogger die Nummer 2 unter den deutschen Händlerblogs.

Jürgen Siebert verfolgt darin einen dedizierten Fachblogansatz. Sehr lesenswert sind seine Eindrücke vom Versandhandelskongress:

"Morgen trage ich meinen Versender-Kolleginnen und Kollegen in einer Fachkonferenz vor, warum ein Weblog gut für FontShop, für die meisten Versandhäuser jedoch ungeeignet ist.

Hoppla, jetzt habe ich meine Pointe verraten … macht nichts … hier liest keiner der potentiellen Besucher mit.

Denn bei den großen deutschen »Distanzhändlern« handelt es sich um eine eher konservative Zunft, die links und rechts von Amazon, Ebay und Google überholt wird."

"Zu den jährlichen Ritualen der Branche zählt die Nominierung des »Versender des Jahres«. Die Wahl fiel auf den Ausrüster-Shop Globetrotter. Zu recht. Das Unternehmen setzt in fast allen Verkaufskanälen Maßstäbe: Katalog, Filialen, Mailings und auch im vorzüglichen Web-Shop."

Genau so wünscht man sich die Berichterstattung von einem Fachkongress: selektiv, pointiert und meinungsstark. Vielen Dank!

Früherer Beitrag zum Thema:

Cyberport.24: Das zweite Woot! für Deutschland

Cyberport24Nach Schutzgeld.de hat nun auch der Dresdner Elektronikversender Cyberport ein deutsches Woot! gestartet.

Cyberport.24 ("Ich kam, sah und kaufte") nennt sich das Live-Shopping-Angebot, das in der Testphase zweimal in der Woche - dienstags und donnerstags - ein Produkt 24 Stunden lang anbietet, und das bei Erfolg ausgebaut werden soll.

Cyberport geht damit einen ähnlichen Weg wie der US-Outdoor-Versender Backcountry, der seinen Woot!-Klon SteepAndCheap als Abverkaufskanal nutzt.

Robert Basic hat heute ausführlich über das Cyberwoot berichtet. Cyperport, das schon das Cyberbloc sehr erfolgreich betreibt, entwickelt sich gerade zu einem der innovativsten und experimentierfreudigsten deutschen Online-Händler. 

(via Mac Essentials)

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DaWanda ist (fast) da (III): Erste Eindrücke

Dawandaprodukte Einen rundum gelungenen Eindruck macht auch DaWanda, das derzeit nur auf Einladung zu besichtigen ist (Vielen Dank an Michael Pütz!).

Gelungen ist neben der Gesamtkonzeption vor allem die wertige Produktpräsentation, die dem selbst auferlegten Anspruch "Products with love" absolut gerecht wird.

Ungewöhnlicherweise gibts an der Plattform heute schon kaum etwas auszusetzen (was den anspruchsvollen Betatester naturgemäß irritiert ;-), und auch das Herz der Nutzer dürfte DaWanda im Sturm erobern ("DAWANDA ROCKT!!!!!!!!!!").

DaWanda hat einen guten Mittelweg gefunden zwischen Etsy und Sozeug.net, ist aber nur bedingt mit den beiden anderen zu vergleichen. Auch wenn es natürlich auch hier um selbstgemachte "Designer"-Stücke geht, vermeidet es DaWanda geschickt, sich in der Bastel- und Handarbeitsecke anzusiedeln. Und hat so das Potenzial, zu einer Art Talentschmiede der "Make Economy" zu werden.

DaWanda ist ein Fulltime-Projekt der Gründer. Die Plattform soll in Deutschland und England gleichzeitig an den Start gehen. Michael Pütz freut sich, dass bereits die ersten Produkte verkauft wurden.

Im Telefoninterview erzählt er, dass DaWanda, das heute schon einen weitgehend startklaren Eindruck macht, seine Tore jedoch erst nach einer ausgiebigen Private Beta Phase öffnen will. So bleibt genügend Zeit, um einen ansehnlichen Produktpool aufzubauen.

Alle Erstnutzer können schon heute jeweils zwölf weitere Nutzer einladen. So wächst der Nutzerkreis stetig. Wer also ein DaWanda-Mitglied kennt bzw. entdeckt, könnte ja mal nachhaken.

Fazit: Extrem vielversprechend! Mehr Shoppingkonzepte dieser Art. Und das deutsche Web 2.0 kann kommen ;-)

Erste Blicke hinter die Kulissen gibts jetzt auch im DaWanda-Blog ("Das ist fantastisch!") und auf dem Entwicklerblog ("WOWs auf DaWanda"). Außerdem ein Wiki mit den ersten Werbemitteln.

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Social Shopping: eDelight mit erstem Screenshot

EdelightscreeneDelight, Deutschlands erster Social Shopping Dienst, will in den kommenden Tagen starten und hat schon mal einen ersten Screenshot veröffentlicht.

Man erkennt: Auf der Startseite gibt es nicht nur "aktuelle Geschenkempfehlungen", Tags, Schieberegler für Alter und Preis, sondern auch "aktive Nutzer".

Damit lässt sich vielleicht die Freude über eDelight nachvollziehen, die sich konzeptionell durch und durch am internationalen Standard orientieren. (s. Crowdstorm, Stylehive, etc.)

Mehr Shoppingkonzepte dieser Art. Und das deutsche Web 2.0 kann kommen ;-)

[BTW: Im direkten Vergleich erkennt man nun auch ganz gut, was Valoony fehlt und warum es (zu recht?) so wenig Beachtung in der Web 2.0 Welt findet.]

Update: Robert Basic hat die Jungs von eDelight in Esslingen besucht und von seinen Eindrücken berichtet ("Ein neuer Startup-Stern am deutschen Web 2.0 Himmel?")

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BuyVIP: Exklusive Verkaufsaktionen hinter verschlossenen Türen

BuyvipNoch ein E-Commerce-Pionier in Deutschland: Geschäftsführer Gerald Heydenreich hat heute auf dem Internet World Kongress buyVIP vorgestellt, ein neues Aktionsverkaufskonzept, das in den letzten Jahren vor allem in Frankreich für Furore sorgt:

"BuyVip ist eine geschlossene Gemeinschaft, die ausschließlich durch persönliche Patenschaften und Empfehlungen wächst.

Die Mitglieder dieser exklusiven Gemeinschaft haben die Möglichkeit, auf persönliche Einladung an zeit- und volumenlimitierten Verkaufskampagnen teilzunehmen. In diesen Kampagnen werden ausgewählte Produkte und Brands aus dem Bereich Life-Style und Fashion angeboten.

Alle angebotenen Waren werden direkt vom jeweiligen Markenhersteller bezogen, wodurch BuyVip 100% Originalität der Produkte garantiert.

Es handelt sich dabei um Produkte bzw. Kollektionen, die limitiert oder nicht im deutschen Fachhandel erhältlich sind sowie um off-season Produkte/ Stock-Overs, welche die Mitglieder zu attraktiven Konditionen (30-70% unter Ladenpreis) erwerben können."

Der französische Marktführer Vente-Privee, der in Frankreich drei Jahre nach dem Start im ersten Halbjahr 2006 über 110 Mio. Euro umsetzt hat (Journal du Net), ist kürzlich auch in Deutschland gestartet. Wie dieser E-Commerce-Bereich in Frankreich boomt, zeigt eine Übersicht mit aktuell rund vier Dutzend französischen Verkaufsseiten ähnlicher Machart bei Cedric Giorgi.

Letztlich handelt es sich bei buyVIP & Co. um eine Art E-Mail-Marketing deluxe. Es werden aufwändige Flashfilmchen verschickt, die auf zeitlich begrenzte Verkaufsaktionen hinweisen. Das Verkaufsprinzip unterscheidet sich von anderen Ansätzen auch dadurch, dass erst Bestellungen generiert werden, bevor die Ware dann beim Hersteller geordert wird.

Eine Aussage von Gerald Heydenreich sollte dem klassischen Versandhandel jedoch besonders zu denken geben. Er betonte in seinem Vortrag, dass buyVIP das Versandgeschäft - als Randthema - komplett ausgelagert hat und sich stattdessen rein auf die wertschöpfenden Bereiche Verkauf, Marketing und Community-Aufbau fokussiert.

[Allerdings hat Gerald Heydenreich auch betont, dass buyVIP seine aktuell 40.000 "exklusiven" Mitglieder quasi ausschließlich über Empfehlungen und über kurzzeitige Affiliate-Aktionen erreicht hat. Nur leider laufen diese Aktionen nun schon seit Wochen und Monaten und immer wieder.]

Globetrotter als Versender des Jahres ausgezeichnet

Globetrotterevolution Wieder eine gute Wahl. Nach QVC im letzten Jahr ist nun Globetrotter auf dem Versandhandelskongress zum Versender des Jahres 2006 ausgezeichnet worden. Das E-Commerce-Blog meldets.

Bei Globetrotter ist der E-Commerce inzwischen eine treibende Kraft. 42 Mio. Euro von 120 Mio. Euro wurden 2005 online erzielt.

Außerdem ist Globetrotter einer der wenigen deutschen Online-Händler mit Online-Community. Von der Reisepartner Vermittlung bis zum Gebrauchtmarkt reicht die Palette. Zudem gibts eine separate Seite mit von Nutzern erstellten Reiseberichten.

Schön anzusehen ist die WWW-Geschichte, die bei Globetrotter 1993 mit BTX begonnen hat.

Aus den Dankesworten (PDF) des Geschäftsführers Thomas Lipke:

"Wir wollen keine zufriedenen Kunden, wir leben durch begeisterte Kunden.

Die Macht der Kunden steigt und nur mit totaler Kundenorientierung können wir unser Unternehmen für die Zukunft richtig aufstellen.

Die kollektive Intelligenz der Verbraucher fordert durch neue Medien (Web 2.0) alle Unternehmen für die Zukunft heraus."

Herzlichen Glückwunsch!

Buchpfade: So Zeug für Bücher

In fünf Tagen und Nächten zur typischen Web 2.0 Anwendung. Ein Experiment, das eine Studentengruppe vor einem Monat beim CDTM Web 2.0 Workshop in München angekündigt hat, ist nun online gegangen. Der Fischmarkt berichtet über Buchpfade ("Dating mit Büchern").

Buchpfade

Interessant dabei: Für Buchpfade brauchten 16 Mann je 5 Tage bis zum Launch; für Sozeug.net ein Mann ca. 80 Tage. 80 bis 90 Manntage scheint eine gute Orientierungsgröße für (einfache) Web 2.0 Plattformen zu sein.

Früherer Beitrag zum Thema:

Internet World Panel: Quo vadis E-Commerce 2.0?

Die Vorbereitungen für das morgige Internet World Panel zum Thema "Quo vadis E-Commerce 2.0" laufen schon eine ganze Weile. Und sie mündeten unter anderem in einen Artikel für die aktuelle Ausgabe der Internet World Business ("Der lange Weg zu Web 3.0").

Moderator Björn Negelmann hat uns Panelteilnehmer außerdem vorab anhand von 5 Fragen um unsere Einschätzungen gebeten. Martin Recke vom Fischmarkt hat seine Antworten (E-Commerce wird unsichtbar) bereits veröffentlicht. Hier meine Antworten zur "neuen Vielfalt im E-Commerce":

  1. Was zeichnet das derzeitige E-Commerce aus? Was der technologische und konzeptionelle Status-Quo?
    E-Commerce bzw. das Internet wird in erster Linie als (zusätzlicher) Absatzkanal gesehen und genutzt; die Konzepte sind vorwiegend handelsorientiert. E-Commerce heute eignet sich vor allem, wenn man etwas Gezieltes sucht.
    -
  2. Was sind die Defizite (oder gibt es evt. gar keine), die das derzeitige E-Commerce-Geschehen kennzeichnen?
    Die Eintönigkeit und Gleichförmigkeit der Shops & Kataloge, die letztlich nur eine Lagersicht abbilden. Das emotionale Einkaufserlebnis, der Impulskauf, etc. kommen noch zu kurz.
    -
  3. Was verändert sich im E-Commerce mit Web 2.0? oder wird sich gar nichts aendern?
    Die Vielfalt steigt durch unterschiedlichste Verkaufsansätze, die nun möglich (bzw. praktikabel) werden; es entstehen vernetzte Shoppingkonzepte (Social Commerce), dezentralere Strukturen etc.; neue Kooperationsmöglichkeiten; Letztlich wird das Web 2.0 vor allem Nischen und Long Tail Anbietern helfen, eine höhere Präsenz zu erlangen.
    -
  4. Was sind die bedingenden Faktoren für die weitere Entwicklung des E-Commerce zum E-Commerce 2.0?
    Wenn man wie ich E-Commerce 2.0 nicht als technisches, sondern als konzeptionelles Thema sieht, ist das Bekanntmachen der neuen Möglichkeiten ein Hauptfaktor; außerdem die Erkenntnis, dass der aktive Verkauf erfolgsentscheidend für den E-Commerce ist.
    -
  5. Was bringt uns die Zukunft nach E-Commerce 2.0?
    Gute Frage, keine Ahnung ;-) Wenn wir in 5 - 10 Jahren E-Commerce 2.0 haben, ist das schon ein guter Anfang.

Zudem habe ich morgen die Ehre, den "Exciting Commerce" auch beim Abschlusspanel "Sollbruchstellen 2007" von Joachim Graf (ibusiness) vertreten zu dürfen.

37Signals: 7 reasons why Threadless rules

37Signals hat in 7 knackigen Punkten zusammengefasst, was Threadless von anderen abhebt: Eine spielerische Leichtigkeit und mehr.

Playfulness

"Threadless is on point. Real, profitable, human, funny, quality, charitable, and independent."

(via Verstehen & Gestalten; Skizze via Creating Passionate Users)

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pick!t today: Venture Capital für Edgeio

Edgeio, Pionier im dezentralen E-Commerce-Geschäft, bekommt 5 Mio Dollar frisches Kapital von Intel Capital. In der Pressemeldung heißt es:

"Beyond distributing uploaded listings, edgeio brings together content in real time from partners such as eBay, Amazon and CafePress, creating the world’s largest search engine for listings at edgeio.com.

“Our goal is to bring together all of the world’s marketplaces, to organize them vertically and geographically, and then to make this enormous inventory of catalogs available, through a single interface, to those who would like to take these listings and create new online marketplaces,” said Keith Teare, Chief Executive Officer and founder at edgeio.

edgeio corporation also announced that it has filed for patents covering its distributed marketplaces architecture and many of the features of edgeio.com."

Mehr zur Kapitalspritze bei Venture Beat ("Edgeio gets $5 million to expand Web 2.0 classifieds site") und bei Mashable. Es scheint, als ob sich Edgeio nun mehr in Richtung Google Base entwickeln will.

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DNA Stylelab: Erster Shirt-Design-Remix-Dienst gestartet

Shirt-Design-Remix-Dienste sind der kommende Schrei bei den T-Shirt-Diensten. Innertee und Stagr sind bisher nur angekündigt. DNA Stylelab ist nun als erstes gestartet. Da die Umsetzung zu wünschen übrig lässt, sei es hier nur der Vollständigkeit halber kurz erwähnt, und ansonsten auf Mashable verwiesen.

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pick!t today: 3D-Schuh-Drucker

Schuhe, wie angegossen ... Ein leicht euphorisierter Frank Piller berichtet über The First Rapid Manufactured Shoe aus Holland:

"Today, I had the opportunity to have the world's first working prototype of a totally new shoe concept in my hands: a 100% laser-sintered shoe.

The shoe comes out of the manufacturing machine in one manufacturing process, no assembly required (only some finishing, polishing, etc.)! And no one cares any longer if each product is custom or just a replication of a standard design.

For me, this shoe presentation today was a great glimpse into the future. Just think five years ahead: Than you may really get your feed scanned, and a moment later, your new shoes will be 3D-printed immediately in the store."

Die passende Begleitmusik zum Mits(w)ingen: The Readymade Shoe Song (mp3, bei Yoosic)

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Ticket für die Internet World (26.10.) zu gewinnen

hier gehts lang.

pick!t today: Google Blackout

Mit Google Checkout strebt Google eine führende Rolle, um nicht zu sagen ein Monopol, im Bereich universell einsetzbarer (sprich: händlerunabhängiger) Warenkörbe an.

Ein aktuelles Beispiel zeigt, was passieren würde, wenn Google seine Machtposition - irgendwann auch im E-Commerce - ungehindert ausnutzen könnte.

Dem in den USA populären Blogger Ze Frank hat Google gerade willkürlicherweise seinen Checkout-Zugang gesperrt. Warum? Weil er über Checkout Werbeeinblendungen für sein Videoblog verkaufen wollte.

Nachzulesen ist die Geschichte bei Inside Google. Inzwischen hat sich das Thema erledigt. Es bringt einen aber doch ins Grübeln.

(via)

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WidgetsLive-Konferenz: A small web loosely joined

Joi Ito hat gerade das allgemeine Bubble 2.0 Geblubber sehr treffend kommentiert. In "Is YouTube Web 2.0?" schreibt er:

"I personally think that people are trying to build Bubble 2.0 on top of Web 2.0. Instead of becoming a platform for the future of the Web, it's possible that Web 2.0 is becoming the platform for the short-term future of greedy people." (via, via)

Natürlich gibts vor allem hierzulande unter den Aktionisten die ersten strategischen Panikbeteiligungen. Profilierung ist eben alles.

Widgetslive Andere besinnen sich hingegen auf die grundlegenden Themen. So bringt nicht nur Joi Ito zur rechten Zeit das Leitmotiv "Small Pieces Loosely Joined" wieder ins Spiel.

Auch WidgetsLive!, die erste Widget-Konferenz, steht Anfang November in San Francisco unter dem Motto "A small web loosely joined". (via)

live.hackr fasst die aktuelle Grundsatz-Diskussion Zentralisten vs. Dezentralisten sehr gut zusammen.

Wunschgenau: Live-Themenseiten via Pageflakes veröffentlichen

Wunschgenau Zu einem ernsthaften Publishingtool für jedermann entwickelt sich Pageflakes. Vor wenigen Tagen ist die neue Version online gegangen.

Erfreulicherweise rücken die Macher darin jetzt einen Aspekt stärker in den Vordergrund, der den Dienst zwar schon bisher (gegenüber Netvibes & Co.) ausgezeichnet hat, der bisher aber so seine Tücken hatte.

Inzwischen geht das Veröffentlichen von eigenen (Themen-)Seiten völlig problemlos. Es gibt auch schon eine Reihe von Public Pages, die die Mächtigkeit von frei konfigurierbaren Startseiten andeuten, wenn sie öffentlich und mit (semi-)professionellem Anspruch genutzt werden können.

Beispielhaft sei auf unsere Wunschgenau-Seite verwiesen, eine spezielle Pageflakes-Seite rund um das Thema "Crowdsourcing und Mass Customization". Sie bündelt Live-Infos aus unterschiedlichsten Quellen und macht sie anderen Interessierten als übersichtliches Infopaket zugänglich.

Muss man betonen, was es für klassische (Online-)Medien bedeutet, wenn Nutzer für sich und Ihresgleichen in kürzester Zeit und ohne Programmierkenntnisse Nischendienste dieser Art aufsetzen können? [In den USA gehen die ersten bereits zum Angriff über.]

Muss man erläutern, welche Chancen sich hier für Shoppingdienste bieten, die sich genau das zunutze machen und ihre Kunden motivieren, entsprechende Seiten zu erstellen und mit passenden Produkttipps zu versehen?

Einer der wenigen Händler, die das Prinzip (wenn auch in anderer Form) schon heute praktizieren, ist RTL Shop. Fans des Shoppingsenders können sich online nach dem Baukastenprinzip eigene Homepages zusammenstellen und dort gegen Provision Produkte verkaufen.

Noch bietet Pageflakes seinen Nutzern kein Revenue Modell an. Vorstellbar wäre ein AdSpace-Sharing-Modell, wie es CrispyNews vormacht, oder das bekannte Social-Shopping Prinzip: geteilte Affiliate-Provisionen beim Produktverkauf. (siehe auch Business Models for Startpages von Richard MacManus)

Für Pageflakes könnte die Konzentration auf (semi-)professionelle Nutzer ein möglicher Weg sein, um sich gegen das übermächtige Netvibes zu positionieren. Was immer übersehen wird, dass es zwischen der Masse an Einzelnutzern und den Massenmedien noch eine Fülle von leidenschaftlichen Amateuren, Semiprofessionals und Hobby-Anhängern gibt, denen noch die geeigneten Tools fehlen, um wirklich spannende Online-Seiten für spezielle Nischenthemen zu erstellen.

Früherer Beitrag zum Thema:

pick!t today: The Peer Value of Money

Verdirbt Geld das "soziale Netzwerk" bzw. wann macht Teilen Sinn? Umair Haque geht der spannenden Frage nach, in welchen Fällen Geld für Gleichgesinnte eine Rolle spielt:

"Now, note: I'm distinctly *not* arguing that peers don't "deserve" revenue sharing, or that financial incentives don't count.

Rather, I'm trying to clarify the strategic question - the value of revenue sharing.

The strategic question is: how much will offering financial incentives improve the quality of xyz?"

Lesenswerte Denkanstöße (ohne endgültige Antwort)

Früheres von und mit Umair Haque:

Gut erklärt: transaktions- vs. beziehungsorientierte Websites

Gerhard Schoolmann greift einen lesenswerten Beitrag aus dem Touristikblog (Web 2.0: Viel heiße Luft in der Touristik?) auf und verdeutlicht ein paar wichtige Punkte, die in den Diskussionen um die Relevanz von Web 2.0 immer wieder zu Konfusionen führen.

Er geht auf den Unterschied zwischen transaktionsorientierten und beziehungsorientierten Webseiten ein:

"Transaktionsorientierte und beziehungsorientierte Websites haben höchst unterschiedliche Geschäftsmodelle:

  • Die transaktionsorientierte Website lebt von der erfolgreichen Durchführung von Transaktionen.
  • Beziehungsorientierte Websites leben von Werbung und von Provisionen für die Vermittlung von Besuchern an transaktionsorientierte Sites."

Für glückliche Betreiber transaktionsbasierter Seiten - und viele Online-Shops gehören ja dazu - hat das Thema Web 2.0 nur bedingte Relevanz. Sie müssen für sich letztlich nur eine einzige Frage klären: Wieviel Sinn macht es für uns, unsere Schnittstellen für beziehungsorientierte Websites zu öffnen bzw. selber beziehungsorientierte Websites zu betreiben?

Früherer Beitrag zum Thema:

Offertrax ist (fast) da: Erster Screenshot

Offertrax, der neuartige Social Shopping Dienst, der stark auf RSS setzt, geht demnächst online. Den ersten Screenshot gabs in dieser Woche im Weblog:

Offertraxscreen

Mehr Infos über den RSS-Shopping-Dienst in den früheren Beiträgen:

pick!t today: Gedanken zu Shopping Widgets

Gut, dass es noch den ein oder anderen Shopping Widget Fan gibt. Pixelparker Lars Inselmann schreibt in seinem neuen Social Commerce Blog:

"Interessanter sind jedoch die Shopping-Widgets.

Diese können die Produktpräsentation sehr viel interessanter und interaktiver gestalten und treten somit zur Ablösung der „alten“ Marketing- und Werbemittel (Banner-Ads, Text-Ads, Flash-Gimmicks, etc.) im Shoppingbereich an.

Ebenfalls haben diese Widgets den Vorteil, dass sie leicht refinanzierbar sind. Beispiele durch sind Affiliate-Provisionen oder aber integrierte Werbe-Anzeigen."

Alle früheren Beiträge zum Thema Shopping Widgets

Bücherdienste als Wegbereiter für Social Commerce (in Deutschland)

Eine Vorreiterrolle im Bereich Social Shopping / Social Bookmarking übernehmen gerade die Buch- und Bücherdienste, die zum Teil nun auch hierzulande erste Angebote am Start haben:

  • live.hackr meldet, dass LibraryThing, "das äusserst beliebte (aber im Web 2.0 Kontext eher wenig zitierte) Tool zum sozialen Katalogisieren des eigenen Buchbestandes", nun auch auf Deutsch verfügbar ist.

LibraryThing gehört inzwischen zum Buchhändler Abebooks. Der Gründer Tim Spalding hat seinen Dienst kürzlich auf der Frankfurter Buchmesse in einer Diskussionsrunde zum Thema "Bibliothek 2.0" vorgestellt.

Generell gehört Spalding allerdings eher zu den Social Shopping Skeptikern. Er setzt  stattdessen laut live.hackr auf ein Freemium-Modell.

  • Fast beeindruckender noch als die Abebooks/Library-Thing Kombination ist der Media on Demand-Service Lulu, inzwischen auch in Deutschland gestartet. Lulu wirkt unscheinbar, hat aber ein Maximum an Social Shopping Komponenten: Tags, Blogs, Me-Shops, etc.

Neben den Standardtools zum Publizieren bietet Lulu seinen Nutzern eine Fülle von Verkaufstools und Präsentationsmöglichkeiten. Gut zu sehen am Beispiel des Ebay-Beraters Andreas Lerg: Hier sein Lulu-Shop, sein Lulu-Blog und seine ersten Erfahrungen mit dem Verkauf bei Lulu. (Zum Vergleich: Auch so kann ein Lulu-Shop aussehen)

Und dass auch (Buch-)Händler ins Videogeschäft einsteigen können, zeigt Lulu mit Lulu.tv. Im Unterschied zu anderen Videodiensten können die Produzenten populärer Videos dort Geld verdienen, wenn sie "Shareholder" werden.

  • Wer die Möglichkeit hat, sollte sich auch die Privatbibliothek ("Your Media Library") von Amazon.com in den USA ansehen. Ziemlich beeindruckend, aber sinnvollerweise nur für registrierte Nutzer zugänglich. Steve Rubel hatte den Dienst im Mai als erstes vorgestellt.

Frühere Beiträge zum Thema:

Shirtcity: Relaunch mit Club, Contest und Shirts in Action

Shirtcity Der bayerische Spreadshirt-Konkurrent Shirtcity war nicht untätig in den letzten Monaten und ist mit einer eindrucksvollen neuen Version an den Start gegangen.

Shirtcity greift dort an, wo Spreadshirt gerade am Verwundbarsten ist - im eigentlichen Stammgeschäft.

Neben dem Shirtdesigner, der von der Performance und vom Handling dem von Spreadshirt schon immer eine Spur voraus war,  und den Shops wartet der Shirtcity Club jetzt mit einer Reihe von weiteren Modulen auf, die die Nutzer stärker einbinden.

  • Beim Contest handelt es sich um keinen Wettbewerb im Threadless/LaFraise-Sinn. Aber zu jedem Stichtag (aktuell zum 1. Dezember) werden 500 € für das Design mit den meisten Stimmen vergeben.
  • Spannend ist auch das Shirts in Action Modul, bei dem die Nutzer verrückte Shirtfotos einreichen sollen. Für jedes akzeptierte Foto gibts einen Einkaufsgutschein im Wert von 10 €. Auch hier können die Nutzer abstimmen und kommentieren.
  • Generell ist das Club Shopping eine schön umgesetzte internationale Shoppingplattform. Obwohl als Betaversion nicht vordergründig auf Web 2.0 getrimmt, finden sich dort bei näherem Hinsehen einige Web 2.0 Elemente wie Tagclouds, Delicious-Buttons, etc.

Shirtcity ist auch einer der ersten, deutschen Händler, der (nun endlich! ;-) Nutzerblogs startet. Über das Schwesterunternehmen Manicfish.com bietet Shirtcity jedem Nutzer die Möglichkeit, ein Blog einzurichten und den Shop dort zu promoten.

Noch kommt es auf der Shirtcity-Plattform zu einem babylonischen Sprachwirrwarr, aber auch dieses Problem sollte sich lösen lassen.

Alles in allem ist die neue Shirtcity rundum gelungen. Vor allem aber ist sie konsequent umgesetzt. Dort wo Spreadshirt in der Regel halbgare Lösungen abliefert (s. RSS-Feeds, Delicious-Buttons in den Shops hier und hier), zeigt Shirtcity nun, wo Spreadshirt heute stehen könnte.

Aber vielleicht ist der Shirtcity-Vorstoß für Spreadshirt Ansporn, auch im klassischen Shirtgeschäft wieder Gas zu geben. Am Redesign wird jedenfalls laut OLP-Blog schon fleißig gewerkelt, und auch in den USA hat Spreadshirt ja durchaus Vorzeigbares.

Glückwunsch jedenfalls an Shirtcity, die die Latte gerade um einiges höher gelegt haben!

Frühere Beiträge zum Thema:

Cafepress Connect: T-Shirt Entrepreneurs United

Pünktlich zum 7. Geburtstag fand am letzten Wochenende in San Francisco die 1. Cafepress Connect Konferenz statt, das Pendant zur Ebay Live!

Eine Zusammenfassung mit den Highlights aus Veranstaltersicht gibts im offiziellen Blog.

Interessant sind auch eine Reihe weiterer Blogbeiträge.

Hier gibts zum Beispiel eine Tour durch die Cafepress Büros und einen Blick in die Zukunft:

"Who knows what the future will bring for CafePress and for us as T-shirt Entreprenuers? Personally I am quite happy to see business models like CafePress around and I think they and other businesses like them will continue to power the ideas and dreams of the individual."

Eines der Ziele der Konferenz war natürlich genau das: aus den Shopbetreibern Online-Unternehmer zu machen.

5 observations of individuals who are making a living as Cafepress shopkeepers:

1. They seized an opportunity and grew out of necessity
2. They think outside of the Cafepress box
3. They take their business seriously and are willing to invest in it
4. They work their butts off, but also know their limitations
5. They’re always growing

Fotoeindrücke von der Cafepress Connect wie üblich bei Flickr.

Früherer Beitrag zum Thema:

ClickShirt: Was Spreadshirt von Cafepress lernen kann

Auf der Cafepress Connect hat Cafepress seinen neuen Shirtdesigner Clickshirt vorgestellt, von dem sich Spreadshirt mehr als eine Scheibe abschneiden kann.

Wenn schon lange Ladezeiten, dann doch richtig schönes Drag & Drop Design ;-)

Clickshirt

Zugegeben, auch ClickShirt ist noch alles andere als perfekt, aber ein guter Weg in die richtige Richtung.

Frühere Beiträge zum Thema:

pick!t today: Vom Glück des Online-Händlers

Das Web 2.0 ist wie gemacht für den Handel. Lukasz Gadowski schreibt in der aktuellen Internet World Business, was der Online-Handel den Online-Medien voraus hat:

"Es mag durchaus positiv sein, ein Geschäftsmodell zu besitzen, welches auf Page Impressions beruht. Besser und beglückender aber ist es, dem User etwas Physisches oder zumindest einen Premium Account zu verkaufen und diesen auch verlängern zu lassen …"

(via e-commerce-blog)

Auf den Medientagen darf man das gerade nicht allzu laut sagen - aber vielleicht nächste Woche, wahlweise bei der Internet World oder auf dem Versandhandelskongress.

Trends To Watch: Social Commerce bei den Münchner Medientagen

Pascal Fantou hat das heutige Social Commerce Panel bei den Münchner Medientagen zusammengefasst:

"Jochen Krisch versucht, die Begrifflichkeit zu klären. Er trennt zwischen “Händler-getriebene Shoppingmodelle” und “Nutzer-getriebene Shoppingmodelle”. Er stellt die sehr interessante Frage: Wie würde sich eigentlich ein Nutzer einen Shop wünschen, wenn ein Shop nur für ihn erstellt werden würde? Hat sich ein Shop-Betreiber je diese Frage gestellt? Oder kommen die klassischen E-Commerce (historisch Katalog-Händler) nur auf die klassische Lösung Online Katalog."

Mehr zum Thema Medientage bei q48 und anderswo

Frühere Beiträge zum Thema:

pick!t today: Das koreanische i-Fashion-Projekt

Frank Piller hat in dieser Woche in Seoul einen Blick in die Hightech-Zukunft maßgeschneiderter Mode werfen können. Sein Bericht über das südkoreanische i-Fashion-Projekt ist jetzt online.

Ifashion

"The entire process builds on virtual models which are generated by a 3D body scan of a consumer. The customer can then create on a touch-screen kiosk her new apparel, including the design of the fabric.

Designs are illustrated real-time on the customer's avatar. This avatar and virtual garments shall be also used in mobile applications (where South Korea is famous for) and traditional online shopping environments."

Mode für Avatare - für die reale oder für die virtuelle Person. Auf gewisse Weise passt dazu auch das Interview des elektrischen Reporters mit Second Life Fachmann Markus Breuer. Auch dort gibt es eine Sequenz zum Thema Mode.

In Second Life ist neben einigen anderen u.a. auch Adidas und die Adidas-Tochter Reebok mit dem "Rbk custom" Konzept vertreten. Womit sich der Kreis wieder schließt ;-)

(pick!t)

Intershop Open: Web 2.0 und Social Commerce

Intershop Web 2.0 und Social Commerce lassen sich so klar und einfach erklären ;-)

Alexander Neuhausen hat für die Intershop Open eine hervorragende Präsentation zum Thema erstellt, die alle wesentlichen Aspekte beinhaltet.

Vor allem hat er sich um zwei Punkte nicht herumgedrückt, mit denen sich derzeit so viele andere diskreditieren, die zwar Web 2.0 verkaufen wollen, aber "keine neuen Geschäftsmodelle" sehen.

Alexander Neuhausen skizziert nicht nur die Vielfalt möglicher Geschäftsmodelle. Auch sein Communityverständnis ("Es gilt Teil einer Community zu werden", Handeln in (vernetzten) Märkten, etc.) ist bemerkenswert.

Nach den zahlreichen Dampfplauderpräsentationen, die derzeit kursieren, sind die Unterlagen eine wirkliche Wohltat. Meint auch public.beta.

Eine gute Ergänzung dazu ist Lukasz Gadowskis Vortrag "Spreadshirt als Long Tail Enabler" (PDF). Auch dieser kommt bezeichnenderweise ohne das Standardchart ("Es gibt keine neuen Geschäftsmodelle") aus.

(via e-commerce-blog)

Früherer Beitrag zum Thema:

Fabjectory: Virtual Objects Built in Real Life

Fabjectory Ein weiterer Beitrag aus der Reihe: Mass Customization in der dritten Dimension. Allmählich finden 3D-Printdienste ihre Märkte. Derzeit starten entsprechende Dienste fast im Wochentakt.

Auf den Druck von Second Life Figuren hat sich der neue Anbieter Fabjectory ("Virtual Objects Built in Real Life") spezialisiert.

Mehr dazu bei Best-Business-Practice, Basic Thinking und Hannes Treichl.

Eine schöne Zusammenfassung hat auch Tao Takashi ("Another 3D Printing Service About To Open")

Frühere Beiträge zum Thema: