Handmade 2.0 im New York Times Magazine
In einem ausführlichen Porträt geht Rob Walker (bekannt durch seine "Consumed"-Kolumne) heute im New York Times Magazine dem Handmade 2.0 Phänomen nach:
"Listening to the discussions at the Craft Congress, it seemed to me that while there’s a case to be made that this is an art movement, or an ideological movement, or a shopping movement, it is also — and probably fundamentally — a work movement."
Zu lesen gibt es sehr viel Erhellendes über Etsy & Co, u.a. auch ein paar Einblicke in die Arbeit von Emily Martin, einem der Stars der Szene und ihren Etsy-Store "Black Apple", über den sie bisher 10.000 ihrer Werke verkauft hat:
"The real lesson of the Black Apple may be not how many Emily Martin stories there have been (not many) but how many people figure that they, too, can achieve what she has (lots)."
Auch auf einige der Schattenseiten geht er ein: Denn nicht alles, was gut für Etsy ist, muss auch gut für seine Verkäufer sein:
"It’s no surprise that Etsy has detractors. Some point out that for all the talk of consumers wanting to escape mall-fueled conformity Etsy’s online-mall format amplifies market-driven trends.
(Images of birds, especially owls, are inexplicably popular. One crafter told me she was sick of making the same owl over and over — but that’s what her customers wanted.)
Others grouse about another side effect, price pressure: The competition is so intense on the site that new crafters can’t break out, and some established ones feel they cannot raise their prices."
Eine der umfassendsten Reportagen zum Thema. Sehr lesenswert!
Frühere Beiträge zum Thema:









Das ist wirklich mal ein erfreulicher Beitrag. Ansonsten glaenzt die Presse ja gerne durch offensichtliches Nichtrecherchieren des Marktes/der Firma und Nichtverstehen des Phaenomens. Eine deutsche Ausnahme ist uebrigens ein Artikel in der Septemberausgabe von BrandEins (auch im dig. Archiv). Dass Walkers Artikel so gut und profund ist, haengt aber vor allem damit zusammen, dass er ein Buch zum Thema vorbereitet.
Aufgefallen ist uns in einer Diskussion, dass er Etsyverkaeufer eher in der Naehe der fliegenden Haendler sieht (allerdings hat er heute auf seinem Blog auf meine Nachfrage hin seine Wortwahl -to peddle- als nicht gezielt gewaehlt abgetan; interessant fuer jemanden, der an der Grenze zum Philosophischen schreibt).
Kommentiert von: a. | 19. Dezember 07 at 00:13 Uhr
Bei Rob Walker merkt man einfach, dass er sich schon länger und sehr intensiv mit dem Thema befasst. Er hat auch schon sehr gute Beiträge über Threadless & Co. verfasst.
Kommentiert von: Exciting Commerce | 19. Dezember 07 at 11:05 Uhr
A propos 'handmade' und 'marketplace' - in UK bereitet sich dieser Tage ein weiterer "marketplace to sell and buy creative" auf ein Go-live vor: pinkdoodle.com.
Kommentiert von: a. | 19. Dezember 07 at 13:25 Uhr
Vielen Dank für den Hinweis :-) Wenn man sich die Etsy-Entwicklung ansieht, ist es ohnehin erstaunlich, wie wenige Etsy-Kopien es gibt - von lov.li & Co. mal abgesehen.
Kommentiert von: Exciting Commerce | 19. Dezember 07 at 14:45 Uhr