Exciting Facebook: Google kontert mit Social Graph API
Facebook war das erste Social Network, das es externen Anwendungen erlaubt hat, auf die sozialen Beziehungen seiner Nutzer, den sogenannten "Social Graph", zuzugreifen.
Und seit Facebook diesen Schritt gegangen ist, treibt Internettechnologen die Frage um, inwiefern sich das Facebook-Modell auch auf das "Open Web" (formerly known as "Web 2.0") übertragen lässt.
Google hat dafür am Freitag eine spannende Lösung vorgestellt, die Social Graph API, die inzwischen bei Plaxo zu besichtigen ist.
Google sammelt alle im Web frei zugänglichen Kontaktdaten ein und stellt sie über eine standardisierte Schnittstelle (API) anderen Anwendungen zur Verfügung. So lassen sich vergleichsweise einfach networkübergreifende Anwendungen entwickeln, die auf Informationen unterschiedlichster Social Networks zurückgreifen.
Martin Weigert erklärt das Prinzip ("Zwei Schritte auf dem Weg zum offenen Social Web"). Und auch wenn Jeff Jarvis einwendet ("The Internet is the Social Network"), dass die Praxisrelevanz derzeit eher gering sei, so macht die Social Graph API gerade in Kombination mit Googles bisher eher halbgar wirkender OpenSocial Initiative Sinn.
Denn sobald das Gros der Social Networks mit einer einheitlichen Lösung arbeitet, lassen sich auch die Beziehungsdaten weitaus leichter abgreifen und untereinander austauschen.
OpenSocial wäre damit nicht mehr nur ein Standard, um Programmdesignern die Entwicklung von Applikationen (innerhalb von Social Networks) zu erleichtern, sondern in Kombination mit der Social Graph API zugleich ein nützliches Datenaustauschformat für networkübergreifende Anwendungen.
[Für Datenschützer sind solcherlei Überlegungen naturgemäß ein Graus. Deshalb betont Google, dass die OpenSocial API nur auf öffentlich zugängliche, sprich vom Nutzer explizit für die Öffentlichkeit frei gegebene Informationen zugreift.]
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Dennoch fehlt Google mit seiner API die nötige Reichweite im Social Networking Bereich um mit Facebook konkurieren zu können.
Kommentiert von: Malte | 05. Februar 08 um 20:22 Uhr
Google braucht keine "Reichweite" für seine API. Hauptsache, die Entwickler kennen sie und wissen damit umzugehen. Die Open Social API steht ja nicht in Konkurrenz zu den Social Networks, sondern ist letztlich nicht mehr als ein Hilfsmittel, um "Social" Applications für Facebook & Co zu entwickeln.
Kommentiert von: Exciting Commerce | 05. Februar 08 um 20:36 Uhr