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« Januar 2008 | Start | März 2008 »

Innovationstreiber 2008: Die spannendsten Konzepte im Februar

Auch 2008 suchen wir wieder die Innovationstreiber im E-Commerce. Hier wie gewohnt eine Vorauswahl der spannendsten Neuvorstellungen im Monat Februar (in alphabetischer Reihenfolge; die Links verweisen auf die jeweiligen Exciting Commerce Beiträge):

Kandidaten für das beste Shopping-Widget / die beste Widget-Strategie:

Frühere Beiträge zum Thema:

Vente Privee peilt 500 Mio. Euro Umsatz fuer 2008 an

Was nur die franzoesischen Online-Nutzer erfahren: Vente Privee will seinen Umsatz 2008 von 350 Mio. Euro auf 500 Mio. Euro steigern.

Alle weiteren Kennzahlen gab es schon in der deutschen Presseinfo.

Fruehere Beitraege zum Thema:

Live Shopping: iBOOD sucht erfolgserprobten CEO

iBOOD, der "europaeische Marktfuehrer" im Live Shopping und eines der spannendsten E-Commerce Unternehmen in Europa ist auf der Suche nach einem erfolgserprobten Geschaeftsfuehrer (via LinkedIn):

"iBood.com - through its holding company Silver Ocean B.V. - is looking for an experienced Chief Executive Officer.

The ideal candidate has a proven track record executing and managing all facets of rapid Pan-European expansion in the e-commerce and online shopping segment.

iBood.com has been founded by two successful serial entrepreneurs. The company is a well financed fast growing web 2.0 company.

iBood.com is expanding aggressively into the main European markets during the 2008/2009 timeframe."

Fruehere Beitraege zum Thema:

Exciting Times (3): Why Free is the Future of Business

Wiredfree In einer Welt des Ueberflusses gewinnt der, der Infos (Produkte, Ideen, etc.) frueh frei zugaenglich macht.

So die These von "Long Tail" Autor Chris Anderson in seinem neuen Buch "Free", das 2009 erscheint.

Nach seinem Vortrag ist jetzt ein Vorabdruck als Wired-Coverstory ("Free! Why $0.00 is the Future of Business") erschienen.

In einem Wiki gibt es die zugehoerigen Erloesmodelle ("Make Money Around Free Content") frei Haus.

Passend dazu hat auch Trendwatching fuer den Monat Maerz ein Trendbriefing zum Thema "Free Love" zusammengestellt.

Fruehere Beitraege zum Thema:

Vente-Privee: Kennzahlen fuer 2007, Ausblick auf 2008

Der franzoesische Shoppingclub Vente-Privee hat seine Kennzahlen fuer 2007 veroeffentlicht:

"Der europaweite Umsatz konnte im Vergleich zum Vorjahr mit 350 Millionen Euro um 50% gesteigert werden. Insgesamt wurden in 753 Verkaufsaktionen mehr als 18,5 Millionen Produkte verkauft.

Dank großer Investitionen in die Logistik konnten im vergangenen Jahr problemlos knapp 7 Millionen Pakete verschickt werden.

Besonders erfolgreich war das Weihnachtsgeschäft – so war der November mit insgesamt 900.000 Aussendungen deutlich der stärkste Monat des Jahres.

Die 4,6 Mio. Nutzer - 2,1 Mio. davon sind aktive Kunden - verweilen durchschnittlich 32 Minuten im Monat auf der Website – ein absolutes Rekordergebnis. vente-privee.com liegt in Bezug auf die Verweildauer damit auf Platz 1 unter den französischen E-Commerce Webseiten."

Im Ausblick fuer 2008 heisst es in der ausfuehrlichen Pressemitteilung, die leider noch nicht online vorliegt:

"2008 steht ganz im Zeichen der Expansion innerhalb Europas.

Am 2. April beginnen die Verkaufsaktionen für den italienischen Markt, im Mai folgt der Launch der UK-Website und ab Sommer wird auch nach Österreich und Belgien geliefert.

Der Launch des deutschen Blogs steht im Frühling 2008 an. Man darf gespannt sein, ist doch der Blog des Online-Shopping-Clubs in Frankreich der erfolgreichste überhaupt.

Der erwartete Umsatz für 2010 beläuft sich auf 1 Milliarde Euro. Das Unternehmen soll im Laufe des Jahres 2008 um 250 Mitarbeiter erweitert und die Logistikabläufe weiterhin optimiert werden."

Laut unseren Informationen will Vente-Privee die Zahl der Verkaufsaktionen 2008 von 753 auf 1.250 steigern.

Fruehere Beitraege zum Thema:

Zapateria: Wie sich ein Weblog bezahlt macht

Die Zapateria aus Wien, u.a. bekannt als einer der ganz wenigen Haendler, die Threadless-Shirts auch in Europa anbieten, ist unter die Blogger gegangen. Und das Weblog kann als ein hervorragendes Beispiel fuer ein gut gemachtes - abwechslungsreiches und informatives - Haendlerblog gelten.

Neben vielen Beitraegen rund ums Sortiment gibts auch immer wieder Einblicke in Geschaeftliches ("Was in einer Zapateria-Woche alles passiert"):

"Am Samstag hatten wir allerdings ca. 15 Grad, Rekordumsatz, und den geplanten Februarumsatz erreicht. Schönes Wetter brauchen wir jetzt auch, schließlich ist der März für uns der wahrscheinlich wichtigste und stärkste Monat (ja sogar wichtiger als Weihnachten)."

Zuletzt haben die Macher erstmals erleben koennen, wie sich gute Weblogarbeit direkt auf den Umsatz auswirken kann:

"Wir sind gerade ziemlich froh mit dem bloggen angefangen zu haben: In den letzten 24 Stunden haben wir eine Reihe an Bestellungen bekommen, da Severin über unsere neue Marke Chunk gebloggt hat."

Es gibt wahrscheinlich kein Tool, mit dessen Hilfe Haendler ihre Leidenschaft und Begeisterung fuer ihr Sortiment leichter und schneller zum Ausdruck bringen koennen als ein Weblog. Weitaus besser zumindest als in langatmigen und eintoenigen Produktbeschreibungen.

Dem Online-Auftritt von Zapateria zumindest tut das begleitende Weblog mehr als gut. Und duerfte auch in Zukunft gute Kaufimpulse setzen.

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Strategiefrage: Ist Etsy das naechste Google?

Nicht ohne einen Funken Provokationslust wirft Umair Haque die spannende Frage auf: "Is Etsy the next Google?"

"The amount of value Etsy can potentially unlock is absolutely world-changing.

Those of you who've followed bubblegen (= bubblegeneration) for a while know it's been my favorite play for a very, very long time.

Just like Google solved a Very Big Problem, so can Etsy ... I'm just not sure the Etsy kru fully sees it yet. But then, neither did Google, from 1997-2002."

Etsy das naechste Google? - Nachvollziehbar wird dieser ansonsten abstruse Analogieschluss nur, wenn man sich Umair Haques Blickwinkel vor Augen fuehrt.

Er setzt sich mit der Frage auseinander, wie Unternehmen in der "Edge Economy" erfolgreich sein koennen. Wie also Unternehmen wie Google & Co., die auf die vielbeschworenen Long Tail Effekte setzen, in so verhaeltnismaessig kurzer Zeit enorme Fangemeinden aufbauen und dann "urploetzlich" zum Massenphaenomen werden koennen.

Dreh- und Angelpunkt ist seiner Meinung nach die DNA eines Unternehmens, die es auch fuer sich schnell veraendernde Maerkte wappnet:

"The power of Google's DNA is that it lets Google tap entirely new sources of advantage."

Ob man Umair Haque nun in jedem Fall so ohne weiteres folgt oder nicht, so sollten seine Einschaetzungen (in Bubblegeneration und Edge Economy) doch zur Pflichtlektuere eines jeden Internetstrategen gehoeren.

Zuletzt hatte er u.a. sehr stichhaltige Analysen zu Facebook, Microsoft/Yahoo & Co.

Keine leicht verdauliche Kost, aber in aller Regel doch sehr meinungsbildend!

Fruehere Beitraege zum Thema:

Ausverkauf: Wieviel ist RTL Shop ohne RTL noch Wert?

Finden Bertelsmann und RTL nun ueber die Medien doch noch einen Kaeufer fuer ihren duempelnden Shoppingsender RTL Shop? Oder bahnt sich hier ein zweites Neckermann an? Und muss Bertelsmann am Ende sogar noch Geld zuschiessen, um RTL Shop loszuwerden?

Denn jeder potenzielle Kaeufer duerfte sich ernsthaft fragen: Wievel ist das stark mit dem RTL-Programm verzahnte RTL Shop ohne RTL ueberhaupt noch Wert?

RTL Shop macht einen Jahresumsatz von etwa 90 Mio. Euro, also im Schnitt 250.000 Euro pro Tag. Zwischen 50.000 und 100.000 Euro, also bis zu einem Drittel des Umsatzes, duerfte auf die Programmstunden (taeglich nach 7 Uhr) beim Muttersender RTL entfallen.

Ueber seinen eigenen, nur von wenigen zu empfangenden Sender erzielt RTL Shop schon heute weit weniger Umsatz pro Stunde als die etablierten Shoppingsender (QVC, HSE24) sowie der erst Ende 2004 gestartete Auktionskanal 1-2-3.tv.

Insofern duerfte fraglich sein, ob sich unter diesen Umstaenden ein Kaeufer findet, der bereit ist, fuer RTL Shop den kolportierten zweistelligen Millionenbetrag zu zahlen. Ohnehin ist die Inszenierung des Verkaufs ueber die Medien stets ein erster Indikator dafuer, dass der Verkauf nicht so laeuft wie gewuenscht.

Um den geforderten Preis zu rechtfertigen, muesste Bertelsmann den Neueigentuemern einen mehrjaehrigen Zugriff auf die RTL-Fenster zusichern, was als eher unwahrscheinlich gelten kann. Viel eher wohl duerfte RTL Shop, wie zuletzt schon andere RTL Spartenkanaele, nach den Ankuendigungen dieser Woche vor dem endgueltigen Aus stehen.

Fuer Bertelsmann raecht sich einmal mehr die gerne praktizierte Nachzueglerstrategie (gerade wieder im Bereich der Social Networks zu bewundern).

RTL Shop hat sich jahrelang zu sehr auf die RTL-Reichweite verlassen. Dem 2001 gestarteten Sender ist es in 7 Jahren nicht gelungen, in genuegend Kabelnetze zu kommen, um profitables Teleshopping zu betreiben. Und auch der reichweitenbedingte Umzug von Koeln nach Hannover wirkt sich nicht von heute auf morgen aus.

Insofern darf man gespannt sein, wo RTL Shop kuenftig landet. Bei aehnlichen Konditionen wie bei Neckermann duerfte sich sicherlich der ein oder andere Interessent finden - allen voran Premiere (1-2-3.tv) und Arcandor (HSE24), denen eine aktive Marktbereinigung nur zupass kommen duerfte. Ob Bertelsmann allerdings bereit waere, entsprechend Geld zuzuschiessen, ist mehr als fraglich.

Fruehere Beitraege zum Thema:

Marktperspektiven: 3D-Printing als Shopping Service

Fabbaloo, einer unserer neuen Lieblingsblogs, veranschaulicht sehr gut ("The Three Modes of 3D Printing"), in welchem Stadium sich der 3D-Druck gerade befindet.

Bis zur vielbeschworenen Heimfabrik ist es sicherlich noch ein weiter Weg. Aber nach professionellen Services im B2B-Bereich ("Rapid Prototyping") scheint die Zeit nun reif fuer endkundentaugliche Shopping Services und das Thema "Rapid Manufacturing":

"This is a newly emerging mode, where the price of equipment and media are low enough to support a burgeoning industry of service bureaus.

These services accept or provide 3D models that can remotely print objects that are then physically transported to the recipient.

The service is used when the client is unable to afford their own equipment, and will be popular with anybody who needs occasional 3D printing."

Die spannendsten Services sind derzeit sicherlich FigurePrints (US), 3D-gedruckte World of Warcraft Figuren, und Fabidoo (D), einer der wenigen endkundenfreundlichen Druckdienste fuer jedermann.

Die Einfachheit (= Beschraenktheit) der Anwendung bzw. die Einfachheit in der Handhabung zahlen sich in diesem Segment aus. Viele der neuen Dienste (wie Reality Service & Co.) ueberfordern den Durchschnittsnutzer noch - und wenden sich weiterhin eher an professionelle 3D-Designer.

Interessant ist in diesem Kontext auch das TechShop-Konzept ("Build your dreams here") aus den USA. Techshop kann sich vorstellen, seine Werkstaetten bald landesweit mit 3D-Druckmoeglichkeiten auszustatten.

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Vente Privee: BuyVIP mit 6 Mio. Euro Jahresumsatz 2007

Laut Informationen des Versandhausberaters (nicht frei zugaenglich) hat der deutsch-spanische Vente-Privee Club BuyVIP 2007 einen Umsatz von 6 Mio. Euro erzielt. BuyVIP selber machte bisher keine Umsatzangaben, sieht sich allerdings als Marktfuehrer bei den Shoppingclubs in Deutschland.

Zum Vergleich: Brands4Friends, das etwa anderthalb Jahre nach BuyVIP im September 2007 gestartet ist, hat fuer Dezember Monatsumsaetze im sechsstelligen Bereich gemeldet.

Der europaweite Marktfuehrer Vente-Privee erzielte 2007 eigenen Angaben zufolge einen Umsatz von 360 Mio. Euro - und peilt fuer 2010 einen Deutschlandumsatz von 100 Mio. Euro an. So zumindest Vente-Privee-Chef Jacques-Antoine Granjon im Dezember gegenueber Exciting Commerce.

Neben BuyVIP, Brands4Friends und Vente-Privee sind in Deutschland ausserdem Private Outlet, Limango und Label-Park vertreten.

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Live Shopping: Alternate startet Zack des Tages

Trotz zunehmender oeffentlicher Wahrnehmung beurteilen die etablierten Elektronikversender, allen voran Notebooksbilliger und Home of Hardware, die Erfolgsaussichten von Live Shopping Ansaetzen im E-Commerce weiterhin skeptisch:

»Wenn wir den Eindruck hätten, dass die Kunden solche Shopping-Konzepte wünschen, würden wir das auch machen. Zum jetzigen Zeitpunkt scheint mir das aber eher eine >Me too<-Sache zu sein, mit der sich jeder einmal ausprobieren will«.

Etwas mehr auf Zack sind da offenbar die Jungs von Alternate ("Hardware, Software, Entertainment"), die gerade mit dem Alternate Zackzack! des Tages in die Fussstapfen von Woot & Co. treten. (Mehr zum Unternehmen)

Und auch Sven Kaulfuss von Cyberport vertritt da, was die Erfolgsaussichten angeht, bekanntermassen eine andere Position. Auch wenn Cyberport seinen Dienst Cyberport.24 aus organisatorischen Gruenden wieder einstellen musste.

Fruehere Beitraege zum Thema:

RTL Shop: RTL plant Notverkauf nach Umsatzeinbruechen

Bertelsmann und RTL wollen sich schnellstmoeglich von RTL Shop trennen.

Die dramatischen Umsatzeinbussen des ersten Halbjahres liessen sich offenbar auch im zweiten Halbjahr nicht auffangen. Der Jahresumsatz soll von ca. 100 Mio. Euro (2006) auf rund 90 Mio Euro (2007) gefallen sein.

Das Handelsblatt berichtet ausfuehrlich ueber die Verkaufsabsichten:

"Der Einkaufssender RTL Shop mit derzeit knapp 200 Mitarbeitern schreibt seit seiner Gründung vor sechs Jahren Verluste. Der langjährige Geschäftsführer Scheve musste deswegen im vergangenen Jahr gehen.

Nach Angaben von Unternehmensinsidern erzielte RTL Shop im vergangenen Jahr einen Umsatz von rund 90 Mill. Euro. Die Verluste hätten sich im leicht zweistelligen Millionen-Euro-Bereich bewegt.

Der Verkauf von RTL Shop soll der Fernsehtochter des Medienkonzerns Bertelsmann einen Erlös im deutlich zweistelligen Millionen-Euro-Bereich erbringen.

An Interessenten für den defizitären Kanal fehlt es offenbar nicht. Unter anderen ist ein Handelskonzern interessiert, der bis vor kurzem noch nicht im Teleshoppingbereich aktiv war."

Das etwa dreimal so grosse, aber knapp profitabel wirtschaftende HSE24 ging im letzten Jahr fuer 200 Mio. Euro (in Aktien) an die Arcandor Gruppe (KarstadtQuelle).

Premiere soll im letzten Jahr fuer 10 Mio. Euro gut 14,4 % der Anteile von 1-2-3.tv bekommen haben.

Das Problem im deutschen Teleshoppingmarkt ist weniger das fehlende Marktpotenzial. Die deutschen Teleshoppingsender leiden nun schon seit Jahren auch darunter, dass es hierzulande kaum erfahrene Teleshoppingmanager gibt. Die guten Leute arbeiten fuer QVC. Die besten HSE-Leute hat sich 1-2-3.tv geholt.

Setzt sich der Niedergang von RTL Shop entsprechend fort, darf sich kuenftig neben 1-2-3.tv auch der Schmuckkanal Hoffnungen machen, in die Topliga der deutschen Teleshopper aufzusteigen.

Umsatzvergleich der deutschen Teleshoppingsender (2006):

Teleshopping2006

Und was macht der im vergangenen Jahr abgeloeste, langjaehrige RTL Shop Chef Heinz Scheve? Er baut fuer die SILAG-Gruppe das Silag Outlet auf.

[Anmerkung: Der Autor war von 1995 bis 2001 als Mitarbeiter, danach bis 2004 beratend fuer HSE24 taetig.]

Fruehere Beitraege zum Thema:

Exciting Commerce Roundtable am 27. März in Berlin

Am 27. März um 14 Uhr findet der nächste Exciting Commerce Roundtable in Berlin statt. "Starting Up - E-Commerce Ideen für 2008" lautet das Thema dann.

Exciting Commerce Roundtable
mit freundlicher Unterstützung von
Burdadigitalventures

Zum Zuge kommt das komplette E-Commerce Spektrum.

Angesagt haben sich bisher unter anderem Brands4Friends, DaWanda, Ecato, Gimahhot, iBOOD, Juicywalls, LaFraise, Gems TV, Niboki, MyGall, Shopping.com, Smatch, Spreadshirt, Trade-a-Game, Voda und Zanox.

Außerdem sind Deutsche-Startups und Gruenderszene mit dabei.

Anmelden kann man sich hier, Vertreter von E-Commerce Startups werden, dem Thema entsprechend, bevorzugt.

Noch sind wir auf der Suche nach einem geeigneten Veranstaltungsort. Wer kann (und will ;-) uns am 27.3. in Berlin einen Raum für 30, besser wohl 40 Personen, zur Verfügung stellen? Sachdienliche Hinweise sind herzlich willkommen.

Frühere Beiträge zum Thema:

E-Commerce 2.0: Was tut sich bei den Modeversendern?

Thorsten Boersma verfolgt die Entwicklungen auf dem Online-Modemarkt intensiver denn je und schliesst seine mehrteilige Marktschau mit einem Fazit zur Revolution im Online-Modemarkt:

"Wenn man die vielen z. T. revolutionären Entwicklungen im Online-Modemarkt im letzten Jahr mitverfolgt hat, kann man sagen: 2007 war das Jahr der Online-Moderevolution.

Insbesondere wurde der Online-Markt für Fashion durch vier wesentliche Entwicklungen vorangetrieben:

  1. Völlig neue Mode-Sortimente haben sich etabliert und bieten dem Onlinekäufer eine einzigartige Auswahl
  2. Neue Shoppingformate begeistern Online-Modekäufer
  3. Der Online-Modeeinkauf wird durch Inspirationen und Beratung erlebnisreicher
  4. Viele Marken / Designer verkaufen ihre Sortimente jetzt selbst online

All die aufgezeigten Entwicklungen werden sich in 2008 noch rasanter fortsetzen und weiter zu einer hohen Dynamik im Online-Modemarkt beitragen."

Grund genug, den Exciting Commerce Roundtable am 14. Mai in Hamburg unter das Schwerpunktthema Mode zu stellen. Neben Thorsten Boersma werden vor allem Startups und Experten aus dem Modebereich vertreten sein. Anmeldungen von Modeversendern werden dementsprechend bevorzugt.

Fruehere Beitraege zum Thema:

Exciting Times (2): If consumers loved brands

"If consumers loved brands, brands wouldn't have to advertise."

Umair Haque

Primondo: HSE24 legt 18% zu, Quelle leidet weiter

Arcandor hat heute die Zahlen für das Weihnachtsquartal veröffentlicht, darunter die Ergebnisse der Versandhandelsgruppe Primondo. Vor allem HSE24 entwickelt sich gut:

"Durch ein starkes Weihnachtsgeschäft konnte der Umsatz des Teleshopping-Senders HSE24 auf vergleichbarer Basis um 18 Prozent gesteigert werden."

Dies ist umso bemerkenswerter als QVC Deutschland zuletzt arg schwächelte.

Während sich die Spezialversender bei Primondo passabel entwickelten (+ 5,3%), bröckeln die Umsätze im Kerngeschäft weiter:

"Dementsprechend blieb der Umsatz im Universalversand Deutschland von Quelle (...) hinter dem Vorjahreswert zurück."

Offenbar erbrachten die Aktivitäten zu "85 80 Jahre Quelle" nicht den erhofften Umsatzschub.

Bekannt ist, dass sich Arcandor, einst KarstadtQuelle, von Karstadt und Quelle trennen will. Die Pressemeldung bereitet demensprechend - gewohnt euphorismiert - auf die Börsengänge vor.

Noch nicht abgeschlossen ist der Verkauf von Neckermann. Nächster Termin ist Mitte März.

Frühere Beiträge zum Thema:

Spreadshirt: Neue Spekulationen über die Umsatzzahlen

So gern Spreadshirt über Shop- und Job-Zahlen spricht, die Umsatzzahlen sind weiterhin ein großes Geheimnis. Deshalb ist Crowdsourcing gefragt. Laut Kundenbetreuung werden in Leipzig momentan "täglich ca. 1.500 Bestellungen bearbeitet." - "Fascinating!", meint that other shirt blog

Frühere Beiträge zum Thema:

Das WhiskyBlog über die Zukunft des Handels

Das Port-Blog verweist auf eine interessante Artikelserie ("Evolution der Märkte") im WhiskyBlog, in dem sich die Betreiber des Whisky-Stores Gedanken über die Zukunft des Handels machen.

"Je mehr das Wissen beim Konsumenten über die zu erwerbende Ware steigt, um so weniger ist man auf den Einzelhandel angewiesen.

Der eine Teil der Bevölkerung wird immer informierter (wie Sie, die Sie im Internet unterwegs sind) und der andere Teil der Bevölkerung bleibt da, wo er schon seit Jahrzehnten steht. (...)

Wenn die großen sieben Whisky herstellenden Konzerne ihre eigenen Handelsplattformen zum Endkunden aufbauen, ist es um alle Händler, egal ob stationär oder Versand, auf lange Sicht gesehen geschehen. Amazon und iTunes lassen grüßen.

Die Tendenz geht eindeutig in diese Richtung.

Wie lange wird es dauern?

5 Jahre, 10 Jahre oder gar noch länger? Wir von The Whisky Store hoffen natürlich auf längere Zeiträume.

Es besteht aber die berechtigte Hoffnung, dass die Hersteller dieses Geschäftsmodell durch zu viel Verwaltung, Overhead und damit Kosten nicht zum Fliegen bekommen."

Hier gehts zum gesamten Beitrag. Die Teile 1 und 2 finden sich hier und hier

Beruhigend zu lesen, dass Händler auch solche Szenarien in Betracht ziehen und sich über ihre eigene Existenzberechtigung Gedanken machen.

Interessanterweise gibt es den Beitrag auch nochmal im Forum. Dort dann mit entsprechender Diskussion.

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Pangora: Turbulente Zeiten für Shoppingportalanbieter

Beim Produktportalanbieter Mentasys Pangora geht es Schlag auf Schlag.

Nachdem Lycos Europe im letzten Jahr seine Shoppingtochter Pangora mit dem übernommenen Wettbewerber Mentasys verschmolzen hat, aus Kostengründen den Münchner Pangora-Stammsitz zum 1. Februar aufgelöst hat und gerade einen Mentasys-Geschäftsbereich abgestoßen hat, verliert Pangora aktuell nicht nur reichweitenstarke Portalpartner, sondern zum 1. April auch noch zwei der drei Mentasys-Gründer.

Laut Pressemitteilung war dies alles von langer Hand geplant. Spannend wird deshalb zu sehen sein, wie sich die Turbulenzen im Shoppinggeschäft auf das Lycos Jahresergebnis auswirken, das in der kommenden Woche veröffentlicht werden soll.

Im Dreilinden-Blog gibts unter der Rubrik "Wettbewerber" die ganze(n) Geschichte(n). Wiederum interessant zu lesen, wie Google Produktvergleichsportalen, die einst gut von Google gelebt haben, zunehmend einen Strich durch die Rechnung macht.

Schon vor einem Jahr hatte sich der damals scheidende, langjährige Pangora-Geschäftsführer Christoph Röck gegenüber shoppingdeluxe zu den Herausforderungen im Produktsuchmaschinenmarkt geäußert.

Interessant sind diese Entwicklungen natürlich auch im Zusammenhang mit dem Aufkommen zahlreicher neuer Vertriebsplattformen.

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Medienschau: Live Shopping zieht Kreise

Onedayonedeal "Jubel brandet auf." - Niklas Bolle von Niboki weist darauf hin, dass nach Spiegel, RTL II und Bild jetzt auch TV Spielfilm das Thema Live Shopping entdeckt hat.

Waren Live Shopping Konzepte bisher vor allem ein Branchenthema, und selbst da ein eher belächeltes, so zählen sie neben den Marktforschern von ACNielsen inzwischen auch die Verbandsvertreter von Bitkom und BVDW zu den heißesten Themen im E-Commerce.

Wohl am meisten hat die hohe öffentliche Aufmerksamkeit in den letzten Wochen die Seitenbetreiber selber überrascht, die zum Teil ja durchaus schon anderthalb Jahre und länger auf dem Markt sind.

In diesem Jahr wird die Zahl der Anbieter auch hierzulande noch stark steigen. Matthias Jacobs von Myliveshopping spürt es am ersten. Er schreibt:

"Die Gerüchteküche brodelt und uns liegen schon wieder neue Informationen von drei weiteren Live Shopping Startups vor."

Frisch gestartet ist heute OneDealOneDay, allerdings mit einem eher mäßigen Konzept. Gespannter kann man auf andere Anbieter in der Pipeline sein. Vielleicht überzeugt schon Damagi.

Spürbar ist, dass sich auch die bestehenden Dienste mehr reinknien denn je. Guut.de ist inzwischen beinahe täglich ausverkauft, obwohl die Stückzahlen alles andere als gering sind. iBOOD wird sich 2008 auf einigen Partnerseiten einnisten.

Sportlet hat sich für morgen eine Valentinsüberraschung einfallen lassen. Und am Freitag sollten Brancheninteressierte mal bei Schutzgeld reinschauen. Langsam trägt also auch der Roundtable vom Dezember Früchte ...

Und zu guter letzt: Auch das Zukunftsinstitut hatte gerade einen "Trendspot" zum Thema Live Shopping

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Social Graph: Gesellschaftliche Strukturen für das Web

Für den Informatiker sind die Zeiten hochspannend. Denn die Computerwissenschaften setzten bisher vor allem auf zwei Dimensionen: Daten und Funktionen. Datenverarbeitung hieß das in grauer Vorzeit - und sehr viel hat sich an diesem Denkansatz in den letzten 40 Jahren nicht verändert.

Jetzt kommt eine dritte Dimension hinzu. Computernetzwerke müssen mit einer "sozialen" Dimension, also "gesellschaftlichen" Strukturen, zurechtkommen. Der Mensch und seine mannigfaltigen Beziehungen. Und zwar nicht nur die Art der Beziehung (Freund, Familie, Kollege, etc.), sondern auch deren Qualität (guter Freund, etc.).

Wie lassen sich gesellschaftliche Beziehungsstrukturen abbilden, aus bestehenden Informationen ableiten und neuen Anwendungen erschließen? Mit derlei Fragestellungen beschäftigen sich die Social Networking bzw. "Open Social" Experten bei Facebook, MySpace, Google & Co.

Kevin Marks von Google hat auf der LIFT-Konferenz sein Verständnis der Problematik vergleichsweise anschaulich erläutert. Denn interessanterweise gehen intensive Social Network Nutzer zunehmend davon aus, dass "das System" schon weiß, wie das Verhältnis der Nutzer untereinander aussieht.

Socialcloud

Passend dazu hat Google kürzlich die Social Graph API vorgestellt, die davon ausgeht, dass Webseiten nicht nur Dateninhalte repräsentieren, sondern auch Personen: "Mein Blog bin ich", "Mein Facebook-Profil bin ich", "Dein Blog verweist auf mein Blog", "Du kennst mich", ... Wie gut? Das wäre dann die nächste Frage.

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3D-Printing: Digital erzeugte Skulpturen in Berlin

Mithilfe des 3D-Drucks lassen sich auch Gegenstände und Skulpturen erzeugen, die sich mit herkömmlichen, maschinellen und handwerklichen Methoden nicht erstellen lassen.

Deshalb eignet sich der 3D-Druck auch für den Einsatz in der Kunst. Das Fabbaloo-Blog verweist heute auf eine Ausstellung in Berlin ("Beyond the Screen"), die die Möglichkeiten verdeutlicht:

"Digital hergestellte Skulpturen scheinen von der Begrifflichkeit her ein Widerspruch zu sein, ist der Computer bisher vorwiegend ein Medium des zweidimensionalen Raums.

Die Ausstellung „Beyond the screen“ – über den Bildschirm hinaus – belehrt uns eines Besseren und zeigt überraschende Möglichkeiten auf: Skulpturen, die am Computer als dreidimensionale CAD-Dateien entworfen und mittels Lasertechnik durch einen digital fabricator als reale Objekte gefertigt werden.

Diese Art von Technologie ermöglicht den Künstlern eine präzise materielle Umsetzung digital entworfener Gebilde hochkomplexer Art und Fragilität.

Die verwendeten Materialien sind vielfältig: Kunststoffe, Pappe, Keramik, Gips etc., die Möglichkeiten der Technik weit: Fräsen, Aufbauen, Abtragen, Formen."

Die "Beyond the Screen"-Objekte sind noch bis 8. März in der Galerie [DAM] Berlin zu sehen.

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Social Shopping: Was hat der kleine Händler davon?

Mit dem Label "Social Shopping" wird ja momentan ziemlich viel Schindluder getrieben. Da ist es schön zu lesen, wenn einige versuchen, wirklich zu verstehen, was dahintersteckt:

"It was at this point at the process we agreed we needed to shift our focus from implementing social shopping features on the client’s retail site to learning more about these niche communities in order to integrate them into our social shopping strategy.

So we spent the next phase of the project looking at how consumers were connecting online - what were they sharing, how were they sharing it, where were they sharing it, etc - instead of looking into what retailers were implementing social shopping on their sites."

Zwei lesenswerte Beiträge gibt es dazu im Relevant Mind Blog:

Das Gegenbeispiel liefert die im klassischen E-Commerce hoch respektierte Lauren Freedman. Für PowerReviews hat sie "The Social Shopper Study" in Form eines ziemlich unsäglichen White Papers herausgebracht, in dem "Social Shopping", wie leider so oft, ausschließlich auf die Abgabe von Kommentaren und Bewertungen reduziert wird.

[Das White Paper ist auf der Homepage falsch verlinkt, kann aber bei PowerReviews angefordert werden.]

Frühere Beiträge zum Thema:

E-Commerce 2.0: Was tut sich bei den Weinversendern?

Um die neuen Möglichkeiten im E-Commerce zu erkennen, lohnt es sich, die Entwicklungen in speziellen Marktsegmenten zu betrachten. Unser bevorzugter Bereich ist traditionell der Weinmarkt, einer der facettenreichsten und vielfältigsten E-Commerce-Bereiche überhaupt.

Erfreulicherweise hat das Rethink Wine Weblog aktuell ein paar lesenswerte Einschätzungen ("Wineries Must Compete with Retailers for Online Sales") zu den Entwicklungen bei den Weinversendern, mit Links zu einer Fülle neuerer Shoppingseiten:

"My point today is that the big wave is coming for online wine sellers, be they wineries or retailers. (...)

Like most savvy online shoppers, these new wine buyers will first look to shopping portals, vertical search engines, social shopping sites, social networks, blogs, forums, etc. to get information, prices and to make a purchase.

If a prospective online wine buyer has not visited your winery or received an email from you or heard a recommendation from a friend, chances are he or she may not first look to your website to buy wine. That person will Google what they are interested in and see a very long list of possibilities - only one of them being your winery’s website.

That plethora of options can be daunting, so smart entrepreneurs have created marketing services that act as filters to help consumers find what they want quickly.

You know the main ones: Wine-Searcher, WineZap, CellarTracker … and the newer ones: Snooth, Winelog, Vinquire, Radcru, TasteVine, Vino2Vino, Calwineries, Bottlenotes, Cork’d, ClassicWines … There are many.

These essential outfits compete to cater to the needs of the inquisitive wine lover. With a few exceptions, they look to wine sellers to fund them. Almost all paths to purchase lead to a retailer paying for a click or a sale."

Das Rethink Wine Blog wird betrieben von der Inertia Beverage Group, einem Anbieter von E-Commerce- und Marketinglösungen für Winzer und Weinhändler. Inertia ist im April 2007 mit 8 Mio. Dollar finanziert worden. In der zugehörigen Pressemeldung heißt es:

"The wine industry is experiencing a fundamental change in its distribution model as wineries push for increased direct sales to their consumer and trade customers. (...)

Winery direct sales to consumers have exploded over the past five years leaving many wineries across the globe with the challenge of managing data and customers coming in from various points of purchase.

Inertia provides both large multi-national wine companies and small boutique wineries with a scalable on-line platform that allows them to manage all customer interactions, data and sales tools."

Frühere Beiträge zum Thema:

Exciting Times (1): A world without eBay

"They have never known a world without eBay, Amazon, or Google."

John Montgomery

Exciting Facebook: Finetuning am Benachrichtigungsdienst

Facebooks Betriebssystem für das "Social Web", das den Lösungen der anderen Social Networks als Vorlage dient, befindet sich, keine neun Monate nach dem Start, noch im frühen Experimentierstadium.

Vor allem der eingebaute Benachrichtungsdienst, der sogenannte "Activity"-oder "Mini"-Feed, sorgt immer wieder für Ärger, weil er von einigen Anwendungen für unerwünschte Spamattacken genutzt wird.

Facebook greift jetzt ein und startet diese Woche eine Reihe von Finetuning-Maßnahmen:

"To improve the Facebook Platform user experience and to reward compelling applications, we will be rolling out a feedback-based system that allots notifications in proportion to user response.

Applications will no longer have a static upper limit of 40 notifications per user per day. Instead the number of notifications per application will be based on a range of factors including the rates that users ignore, hide, and report notifications as spam.

(...) We hope this change incentivizes developers to improve the quality of their notifications and encourage their users to send notifications to interested friends."

ReadWriteWeb hatte sich in der vergangenen Woche mit dem Thema beschäftigt ("The Race to Be Less Annoying") und kommt zu dem Schluß: Wer seine Nutzer am wenigsten nervt, gewinnt.

Frühere Beiträge zum Thema:

Wie Zazz in sechs Monaten die Gewinnschwelle erreicht hat

So mancher bezweifelt ja immer noch, dass Live Shopping Dienste wie Woot! & Co überhaupt profitabel arbeiten können.

Doch nicht nur das holländische iBOOD verdient gutes Geld. Auch das australische Zazz war eigenen Angaben zufolge in sechs Monaten profitabel - und das mit einer überschaubaren Menge an Nutzern:

Zazz08 "Alfred Milgrom says Zazz now has 25,000 members and half subscribe to the daily or monthly email. Revenue is about $4 million and operational costs are about half a million.

He and his business partner Alain Sarfati started with three staff and now employ 10, and outsource a lot of functions. It took six months to be profitable."

Das australische Online-Magazin SmartCompany hatte im Oktober ein interessantes Interview mit den Zazz-Gründern, in dem es erfreulicherweise einmal nicht um den Schnäppchen- und Aktionscharakter, sondern vor allem um den gemeinhin so unterschätzten Community-Faktor geht:

"But in founding Zazz, Milgrom set out to build a strong online community because he was convinced it was essential to his success."

Wie hat sich Zazz eine Community aufgebaut?

"The main way was through forums. We set them up from the start. We invited and seeded comments, invited friends and waited. The planted comments were found and we stopped doing it.

In retrospect the best part was people giving us a bad time – not that we thought that at the time.

But it was the best thing – it meant we did not have a tame forum. We got picked on for being sloppy about technical specifications and not describing products properly. And we got into trouble for saying shipping was free when the cost was included in the product.

One guy in particular really went on about this, but the next day we put up a comment saying free shipping except for this guy, and it was great because everyone could see that we were laughing at ourselves."

Der Pate ist überall ;-)

Und wie in den USA oder hierzulande lässt sich auch in Australien beobachten, dass Nachahmer und Wettbewerber immer wieder in dieselben Fallen tappen:

"One competitor is spending a lot of money on advertising. But none made forums work. Two launched with forums but they subsequently closed them. One competitor is no longer in business."

Da helfen auch die tollsten Schnäppchen nichts: Wer es nicht schafft, seine Community ins Laufen zu bekommen, der hat im Live Shopping schon verloren.

Weitere spannende Infos und Berichte über Zazz finden sich hier und hier

Frühere Beiträge zum Thema:

Live Shopping: Zazz präsentiert Schwesterseite Miss Zoe

Damit auch Frauen ihren Live Shopping Spaß haben, stellt das in Australien populäre Zazz ("One Day. One Thingy. One Chance") eine Schwesterseite vor. Miss Zoe wendet sich speziell an weibliche Zazz-Fans:

"The AMAZING news for this week, is the fact that Sofia and Miss Z have created an amazing sister-site for Zazz, called www.misszoe.com.au .

The point of difference is that MissZoe is targetting products that are more likely to appeal to women, whereas Zazz is aiming more towards geeks (?)."

Misszoe

Auch Australien ist zunehmend im Live Shopping Fieber. Zu den starken Seiten zählt dort neben Zazz  und Miss Zoe Catch of the Day (s. auch das Video zum Einjährigen im Oktober), zu den schwächeren Techaday und 1-Day

Von der Bevölkerungszahl ist Australien (21 Mio. Einwohner) vergleichbar mit den Niederlanden (16 Mio. Einwohner), wo ebenfalls seit einiger Zeit iBOOD & Co für Furore sorgen.

Frühere Beiträge zum Thema:

Wanted: Blogger/Übersetzer für die US-Ausgabe gesucht

Wer hat Interesse, die US-Ausgabe von Exciting Commerce mitaufzubauen und zu betreuen?

Wir suchen einen Blogger/Übersetzer (w/m), der die deutschen Beiträge zeitnah und gewissenhaft ins Englische überträgt. Und das US-Blog später ggf. mit US-Themen und Beiträgen ergänzt.

Der US-Verantwortliche sollte vor allem fit sein im Englischen. Sehr hilfreich ist aber natürlich Blogerfahrung und ein Interesse an neuen Shoppingkonzepten und Geschäftsmodellen im E-Commerce.

Aussagekräftige Kurzbewerbungen bitte an Jochen Krisch

Rabattschlacht: Luupo, guut weitergedacht?

Was entsteht, wenn man das Luupo-Prinzip (der verdeckten Preise) mit dem Design von Guut.de kreuzt? - "Ein Live Shopping Event für alle, denen normale Rabatte einfach nicht ausreichen."

Rabattschlacht

Wie unschwer zu erkennen: Die Rabattschlachter sind gnadenlos und bedienen sich ziemlich dreist bei den Ideen anderer Leute. Vor allem der Designklau schreit nach Wiederguutmachung ;-)

Doch von solcherlei Unverschämtheiten mal abgesehen, tut Rabattschlacht konzeptionell genau das, was man sich eigentlich von Luupo gewünscht hätte.

Denn während Luupo vermeintlich auf Nummer sicher geht und sich zunehmend in Richtung Shoppingportal (à la Telebid) entwickelt, treibt Rabattschlacht den Aktionsansatz auf die Spitze und verkauft sehr zielgenau und fokussiert ein geeignetes Produkt pro Tag - im Optimum in entsprechend höheren Stückzahlen.

Genau so sollte es eigentlich sein. Denn speziell für aktionsorientierte Verkaufsansätze ist weniger einfach mehr.

Und was das Luupo-Prinzip angeht, dürfte selbst Rabattschlacht nur ein erster Vorgeschmack sein auf das, was da noch kommen mag. Denn wann wird jemand das Verkaufsprinzip nutzen und auf Seiten wie "Wii-Abstauber.de" ausschließlich Wiis anbieten? Jeden Tag gibt es dann beispielsweise 100 neue Wiis, um die sich schnäppchenhungrige Kunden kappeln können. Am nächsten Tag gibt es 100 weitere, usw., solange, bis der Wii-Hype abflacht. Dann folgt das nächste Hypeprodukt.

Was Rabattschlacht schon jetzt gut macht: Neben all den anderen, von Guut.de übernommenen Aktionselementen zeigt Rabattschlacht statt des aktuellen Preises, der ja verdeckt bleiben muss, jeweils den Tiefstpreis des Tages an.

Nicht sehr stimmig sind hingegen die angezeigten Zahlenangaben. Sollte Rabattschlacht tatsächlich schon 10.000 Nutzer haben und die Zahl der "Kunden online" nur annähernd stimmen, dann müsste sich irgendwann auch mal der "aktuelle Lagerbestand" ändern. Oder es wird tatsächlich nichts verkauft, und die Seite lebt auschließlich von Zockern und Zuschauern. Dann dürften allerdings die 10.000 Nutzer übertrieben sein.

BTW: Kompliment an Luupo und Guut.de. Wer hätte gedacht, dass sich deutsche E-Commerce Startups jetzt schon von deutschen E-Commerce Startups "inspirieren" lassen. Bisher kamen die Originale immer aus den USA.

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MySpace: Shopping Services erhalten 100% der Einnahmen

MySpace folgt Facebook auf dem Fuße und verspricht als erstes von einem Medienhaus dominierte Social Network Entwicklern externer (Shopping-) Anwendungen 100% der erzielten Einnahmen.

Was bisher nur im Kleingedruckten angedeutet war, haben die MySpace-Verantwortlichen inzwischen bestätigt ("Murdoch öffnet MySpace für Werbung von Dritten"):

"MySpace folgt dem Trend zur Offenheit in sozialen Netzwerken - und lässt den Nutzern von kleinen Anwendungen (sogenannten Widgets) 100 Prozent ihrer Einnahmen aus Werbung oder Verkäufen.

Nur wer die Werbevermittlung von MySpace nutzt, muss eine Provision abdrücken. "Wir wollen eine reiche Community, die gutes Geld verdient", sagt Aber Whitcomb, Technik-Chef von MySpace."

Damit müssen Shoppingangebote nicht mehr auf kostspielige, weil weitgehend wirkungslose Werbebanner bauen, sondern können nach Facebook auch bei MySpace kostenlos und direkt mit attraktiven Shopping Services Geld verdienen.

Für MySpace ist es eine Kehrtwende. Nur zu gut erinnern wir uns, wie MySpace in den letzten Jahren wiederholt gegen kommerzielle Widgetangebote vorgegangen ist.

Mit seiner neuen Freigebigkeit bringt MySpace auch die deutschen Medienhäuser unter Zugzwang, so dass, wenn schon nicht für Holtzbrincks StudiVZ, das konzeptionell stark hinterherhinkt, dann doch wenigstens für die von ProSiebenSat.1 dominierten, neuen Lokalisten eine ähnliche Lösung zu erwarten ist.

Hier die aktualisierte Übersichtsmatrix: Von welchen Social Networks können E-Commerce Anwendungen profitieren?

Osmatrix

Hinzugesagt sei, dass sich E-Commerce-Anbieter der ersten Generation ("Shops & Portale") wenig Hoffnung machen sollten, bei MySpace-Nutzern zu punkten. (via)

Besser gerüstet sind Social Shopping und Live Shopping Dienste sowie Amazon und Ebay, die mit ihren aktualisierten Basisplattformen ihre Hausaufgaben bereits gemacht haben ("Social Shopping: Amazon Friends & Interesting People").

[Wer tiefer ins Thema einsteigen will: Ausführliche Informationen zu den konzeptionellen An- bzw. Herausforderungen finden sich in unserem Trenddossier Social Commerce ("Verkaufen im Community-Zeitalter")]

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Live Shopping Guide mit Wunschproduktalarm

Nach MyLiveShopping gibt es jetzt noch einen weiteren Sammeldienst für Live Shopping Freunde.

Liveshoppinggui.de ("Der einfache Einstieg in das Live Shopping Erlebnis") punktet mit allerhand Zusatzfunktionen: Neben der Wahl zum Topprodukt des Tages gibt es unter anderem einen Wunschproduktalarm. Erstaunlich, auf was für Ideen man kommen kann:

Liveshoppinggui

Dem Live Shopping Guide gelingt es außerdem, Ausverkauft-Infos, Kommentare und Verfügbarkeiten abzugreifen.

Apropos: Nach Guut.de, Abedi und Niboki zeigt jetzt auch Preisbock die Verfügbarkeit an. Man achte auf den hoppelnden Bock! ;-)

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Crowdsourcing: Fabidoo startet wöchentliche Wettbewerbe

Nach den 2D-Designern haben jetzt auch 3D-Designer ihren wöchentlichen Wettbewerb. Fabidoo lässt seine Nutzer seit dieser Woche jede Woche das beste Fabidoo küren.

Fabidoosderwoche

Das Prinzip ist von Shirtbewerben bekannt. Bewertet werden von Nutzern eingereichte Motive. Wir sind schon gespannt auf das Fabidoo des Jahres ...

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Amazon Product Ads: Neue Werbeformen bei Amazon

Amazon will sein Werbeprogramm ausbauen und testet in den USA gerade Product Ads auf Cost-per-Click-Basis:

Amazonproductads "With Product Ads, as a seller you can participate in this cost-per-click program that allows customers to see YOUR products and price offerings.

Customers viewing your products can click over to your website where they can buy directly from you. We are currently running a limited test of this program."

Techcrunch ("Amazon Quietly Launches Product Ads") und ComparisonEngine ("Amazon Becomes The Largest Shopping Engine") berichten ausführlich.

Neben der Bannervermarktung bietet Amazon in den USA zudem Sponsorenlinks an.

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Ebay Express & Co: Vertriebsplattformen auf dem Prüfstand

Bekanntermaßen setzt sich am Markt nicht immer das stärkste Konzept durch. Aber offenbar kann einem schwachen Konzept selbst der Marktführer nicht auf die Sprünge helfen.

Ebay stellt Ebay Express in Großbritannien ein. Und auch hierzulande soll Ebay Express auf dem Prüfstand stehen.

Ein guter Anlass, die spannendsten in Deutschland vertretenen Handels- und Vertriebsplattformen und ihre unterschiedlichen konzeptionellen Ansätze auf ihre Zukunftsfähigkeit hin zu untersuchen.

Betrachtet werden Plattformstrategie und Vertriebsstrukturen, Warenkorblösung (incl. Versandkosten) sowie die Unabhängigkeit des Betreibers.

Wie immer handelt es sich dabei nur um einen Ausschnitt möglicher Bewertungskriterien. Aus unserer Sicht sind es die für die Zukunft Relevanten.