Live Shopping: Über das Gemeinschaftsgefühl im Teleshopping
Einen weiteren Abgesang auf das deutsche Teleshopping bringt die Welt in ihrer heutigen Ausgabe. Neben den üblichen Vorurteilen und eher zweifelhaften Argumenten ("Teleshopping nervt!") finden sich darin auch ein paar sehr bemerkenswerte Sätze:
"Trotzdem gibt es nach Ansicht [des Medienpsychologen Jo] Groebel durchaus Faktoren, die dem Teleshopping eine Daseinsberechtigung geben.
Nicht zuletzt sei auch eine soziale Komponente wichtig: „Es gibt unter Teleshoppern eine Art Gemeinschaftsgefühl“, sagt Groebel.
„Der Zuschauer wird vom Moderator ständig daran erinnert, dass er beim Teleshoppen nicht alleine ist. Dass so viele andere gleichzeitig kaufen, fordert ihn dazu heraus mitzumachen.“
Die Einsamkeit des Online-Shoppers bleibt eines der größten Defizite des E-Commerce.
Bis auf Ebay und die nächste Generation der Shoppinganbieter (Woot, Etsy, Vente Privée, Edelight, Polyvore etc.) geht dieses Thema, letztlich einer der wesentlichen Umsatztreiber bei Ebay & Co., noch kaum ein klassischer Online-Versender konsequent an.
Dabei wussten selbst die Katalogversender zu ihren besten Zeiten um die soziale Rolle des Katalogs bzw. seiner Repräsentantin, der Sammelbestellerin (s. Das persönliche Verhältnis zur Sammelbestellerin)
Frühere Beiträge zum Thema:







Naja, ich denke schon dass sich hier etwas tut. Nehmen wir Amazon, dort gibt es mittlerweile einige Möglichkeiten für die Kunden untereinander zu kommunizieren und Informationen miteinander auszutauschen.
Kommentiert von: Jojo | 23. März 08 um 14:22 Uhr
>>Die Einsamkeit des Online-Shoppers bleibt eines der größten Defizite des E-Commerce.
Bis auf Ebay und die nächste Generation der Shoppinganbieter (Woot, Etsy, Vente Privée, Edelight, Polyvore etc.) geht dieses Thema, letztlich einer der wesentlichen Umsatztreiber bei Ebay & Co., noch kaum ein klassischer Online-Versender konsequent an. <<
Absolut richtig! Was glaubst Du ist der Grund, weshalb die soziale Komponente bei vielen Shopping-Konzepten schlicht außen vorgelassen wird? Deine Meinung würde mich interessieren...
Kommentiert von: Benedikt | 23. März 08 um 16:06 Uhr
Die meisten Online-Shops, in der Regel eifrige Verfechter von "Multichannel" Strategien, sehen im Internet immer noch in erster Linie einen (zusätzlichen, kostengünstigen) Absatzkanal für ihr bestehendes Sortiment.
Wer so denkt, der braucht auch keine sozialen Komponenten, da diese den "Absatzkanal" ja nur wieder unnötig verteuern würden.
Deshalb kommen auch alle Impulse in Richtung Social Shopping und neue Shoppingkonzepte fast ausschließlich von reinen Online-Versendern, seien es nun Startups oder Amazon, Ebay & Co.
Kommentiert von: Exciting Commerce | 23. März 08 um 18:42 Uhr
Hallo Jochen,
nur einer schlägt sich Ostern nicht den Bauch voll und haut stattdessen super Beiträge raus ;-) Klasse.
Ich gebe dir recht und möchte nochmal auf jellyfish hinweisen. Das Smackshopping Konzept ist einfach die Bombe und hat in kürzester Zeit eine Shopping Community hervorgebracht, die sich "live" trifft und die besten Schnäppchen abfeiert.
Noch ein frohes Osterfest
Philipp
Kommentiert von: phlipster | 24. März 08 um 01:46 Uhr