Mass Customization Alternativen: Das Un-Readymades Prinzip
Welche Möglichkeiten gibt es für Mass Customization Anbieter, die ohne Konfigurator auskommen wollen? Frank Piller hat am Wochenende das Un-Readymades-Konzept von Martin Konrad Gloeckle vorgestellt.
Auf der zugehörigen Website findet sich diese Präsentation, die gleichsam als eine Art Manifest für konfiguratorlose MC-Lösungen dienen kann:
Im Interview bei Frank Piller erläutert Martin Konrad Gloeckle seine Motivation für seinen sehr einfachen Ansatz:
"Things like the many online customization tools, the fabber and prototyping tools, and the increasingly available D.I.Y. services like Ponoko or Buglags to name a few. These however generally are very technology driven.
And this is where the second point comes in. Technology has opened many areas to the average consumer. But at the same time there still often is the need for certain knowledge and tools, be it of hard- or software. Therefore, this is not accessible to everyone."
Mass Customizing Experten landauf, landab kämpfen nun schon seit Jahren (manche seit Jahrzehnten) mit gewaltigen Akzeptanzproblemen für ihre (Konfigurator-)Lösungen. Zumindest im Endkundenbereich.
In der Ursachenforschung machen sie es sich vergleichsweise einfach - und schieben die Schuld wahlweise auf die Menschen ("Why Mass Customization Fails"), die sich nicht an die neue Technologien anpassen wollen. Oder auf das generelle Unverständnis ("Do Web 2.0 and Mass Customization Really Connect?")
Könnte es aber nicht einfach sein, dass heutige Produktkonfiguratoren die Menschen schlichtweg überfordern? Startups und Unternehmen im Web 2.0 Umfeld sind inzwischen sehr phantasievoll, um ihren Nutzern Konfiguatoren entweder ganz zu ersparen oder sie zumindest erheblich zu entschärfen. Die vielversprechendsten setzen entweder auf Crowdsourcing Ansätze (wie Threadless, Shirt.Woot! & Co.) oder auf Designvorlagen.
Wenn die Technik in den Hintergrund treten soll, dann hängt vieles - jenseits von ausgeklügelteren Konzepten - von findigen (Produkt-)Designern ab. Denn dass man seine (Basis-)Produkte entsprechend offen und MC-freundlich gestalten kann, beweist nicht nur Martin Konrad Gloeckle, sondern zuletzt auch Jens Rusitschka von Fabidoo ("Wie aus dem Fabitier ein Fabizoo wird").
Bei Frank Piller stellt Martin Konrad Gloeckle für seinen Ansatz diese beiden Grundregeln auf:
A) Create design opportunities for the user
B) Use a low-tech approach.
Vielleicht könnten ja diese zu einem durchaus verallgemeinerbaren Leitmotiv für MC-basierte Konzepte - zumindest im E-Commerce - werden. Dann müsste man sich zumindest um die Nutzerakzeptanz keine größeren Sorgen mehr machen.
Frühere Beiträge zum Thema:








Kommentare