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Preisdynamos: Wie lief die Bazarwoche bei Schutzgeld.de?

Dynamische Preismodelle sind gerade im Live Shopping (und entsprechend auch bei den Clubkonzepten) ein ebenso beliebtes wie belebendes Element, um sich abzuheben und den Unterhaltungswert des eigenen Angebots zu steigern.

Schnellig, Rabattschlacht, MakeMyDeal und vor allem Schutzgeld.de sind schon seit einiger Zeit eifrig am Experimentieren und setzen dabei auf sehr unterschiedliche Modelle.

Steigende Preise, fallende Preise; offene oder verdeckte Preise; Gebote, mit und ohne Provision - der Phantasie scheinen beim Spiel mit den Preisen kaum Grenzen gesetzt. Je nach Zielsetzung kann sich das eine oder das andere Modell bewähren.

In der vergangenen Woche hatten ein Dutzend Interessierter Gelegenheit, im ersten Exciting Commerce Spezial Workshop (s. Workshops zum Weiterdenken) mit Telebid, 1-2-3.tv, Aha.de/Rabattschlacht, Luupo und Guut.de intensiv über die diversen Modelle und ihre Vor- und Nachteile zu diskutieren.

Preisdynamos

Aus Nutzer- wie aus Anbietersicht zählt sicherlich neben dem Luupo-Modell der verdeckten Preise das Bazar-Modell zu den attraktivsten Modellen.

An Bazartagen sind höhere Margen drin

Da trifft es sich gut, das Schutzgeld.de, seit August 2006 hierzulande einer der Vorreiter in Sachen Live Shopping, in der vergangenen Woche ein interessantes Experiment durchgeführt hat und seine Nutzer erstmals eine komplette Woche lang feilschen ließ.

"Der Pate" Peter Faisst war so freundlich, ein bisschen über seine Erfahrungen und Einschätzungen zu plaudern:

Peter Faisst: Wir hatten den Basar-Ansatz ja recht früh eingeführt und dann jeweils einen Tag in der Woche (Mittwoch) laufen lassen. Bereits damit haben wir gute Erfahrungen gemacht, sowohl in der User-Akzeptanz als auch in Preis und Marge.

Aber das wurde einfach dann etwas langweilig - im Live Shopping nutzen sich Mechaniken wesentlich schneller ab, als im normalen Shopping. Ausserdem erwischt man natürlich damit dann auch nur die User an dem Tag - und es kommt ja nun nicht jeder der Nutzer an jedem Tag.

Daher die Entscheidung, das mal so auszutesten. Damit haben wir erstmals alle User mit der Mechanik konfrontiert, die über die Woche kommen.

Wie kam die Bazarwoche bei Euren Mitgliedern an?

Die Resonanz in Form von Mails und Postings war recht positiv. Die Resonanz auf das variable Preis-Modell entsprach in der Breite letztlich dem, was wir auch zuvor an den Aktionstagen hatten, kategoriell hat sich im Vergleich dazu nichts geändert.

Wir halten daher diese Mechanik für sinnvoll und werden das weiter einsetzen. Was man allerdings auch sehen sollte ist, dass ein gewisser Teil der User diese komplexen Modelle nicht wirklich begreift.

Es gibt welche, die den Preis, den wir dann anzeigen, bereits vergleichen und damit als zu teuer empfinden. Was er ja auch oft wäre ...

Was heißt das für Euch?

Wichtig ist, dass solche Modelle permanent weiter entwickelt werden müssen. Ansonsten ist ein wesentlicher Punkt in unserem variablen Preismodell, dass es User-gesteuert ist und damit dem User Einfluss gibt. Und nicht von "externen" Faktoren abhängt, die der User nur nehmen oder nicht nehmen kann - wie das etwa schnellig.de macht.

Das scheint mir schon ein auch konzeptioneller Unterschied mit gewisser Tragweite. In unserem Fall mindert es im mindesten die Kritik am End-Preis, denn wir sind daran ja unschuldig ;-)

Wie könnte es auch anders sein ;-)

Peter Faisst bestätigt damit die Einschätzungen der im Workshop vertretenen Unternehmen. Experimentieren und das Modell konsequent weiterentwickeln, ist ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Vor allem Telebid, das mit vier unterschiedlichen Modellen experimentiert, ist stets am Optimieren und Verfeinern.

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