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Wie lassen sich virale Effekte in Kennzahlen fassen?

Letztlich gibt es für Startups und Gründer nur einen Weg aus der Google-Falle:

"Every web entrepreneur should be a student of organic, viral growth."

Nicht nur Facebook-Applikationen, auch viele der neueren Shoppingangebote (Woot!, Threadless, Vente Privée, etc.) leben von einem möglichst schnellen organischen Wachstum - oder wie es neuerdings heißt - von viralen Effekten.

Viel ist darüber geschrieben worden, wie sich diese Effekte erzeugen lassen. Doch wie lässt sich ihr Erfolg messen? Wie lässt sich virales Wachstum in Kennzahlen fassen und vergleichbar machen?

Als wir im letzten Sommer im Shoppingbereich die ersten Versuche unternommen haben (s. Performance-Vergleich Schutzgeld vs. Woot! und Etsy vs. Woot!), ließ sich erstaunlich wenig Greifbares zu viralen Wachstumsmodellen finden.

Entweder man vertiefte sich in die - zum Teil sehr komplexen - epidemiologischen Modelle oder man suchte nach eigenen Wegen, wie sich das Wachstum beschreiben lässt. Eine der primitivsten Kennzahlen ist sicherlich die tägliche Zuwachsrate.

Inzwischen findet sich weitaus Substanzielleres zum Thema. Einen schönen Einführungsartikel (noch ganz ohne Kennzahlen) hat das Magazin Forbes ("Get Viral"):

"A truly viral business is "like a disease," says Botha. "It needs to be transmitted from one person to another"--and the other person has to catch it. Once the next person catches it, he or she becomes a carrier too."

Joe Suh hat Ende 2006 die MySpace-Zahlen unter die Lupe genommen ("MySpace Viral Growth Numbers").

Empfehlenswert als Vorablektüre ist auch der Beitrag von Rogelio Choy ("Viral Marketing and Growth") von RockYou, eine der weltweit führenden Widget-Schmieden. Sein Credo:

Angebote mit echtem Viralpotenzial müssen NEUARTIG und GRATIS sein. Keine Chance für Kopisten!

Intensiv mit Viralkoeffizienten, Kohortenanalysen, etc. hat sich Andrew Chen in seinem Futuristic Play Blog befasst (Danke an Florian Bailey für diesen Tipp!).

Bei Andrew Chen findet man alles, was man braucht: Sehr einsichtige und nachvollziehbare Formeln und Denkmodelle zu Wachstumsraten und Sättigungsgrenzen.

Es lohnt sich, intensiv mit diesen Themen zu beschäftigen, denn (nicht nur) seiner Meinung nach würden Gründer arm werden, wenn sie dieselben Effekte mit Google & Co erreichen wollten:

"It's convenient to assume that you can outsource all of your marketing out to Google, and buy lots of AdWords. Or let's say you're ambitious enough to want to buy from ad networks, or other ad sources. This is a myth."

Er hat nachgerechnet. Zu oft noch lamentieren Gründer, dass sie zwar ein tolles Produkt haben, aber kein Marketingbudget. Ernsthaft:

"Design viral into your product, not into your marketing strategy."

Hier noch etwas mehr zur Meßbarkeit von viralen Effekten in Social Networks und zur kurzfristigen Wachstumsprognose

Frühere Beiträge zum Thema:

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Kommentare

sehr interessante quellen - thx!

danke für den beitrag. ist gebookmarked ;)

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