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Kommentare

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Die Liste spiegelt überspitzt die Bedenken wieder, die wir auch auf den Handelskraft Frühstücken von Händlern hören. Auch von Onlinehändlern, die sind vor der Konsolidierung auch nicht gefeit.

Mich würde nur interessieren, was genau meinst du mit Intershop-Falle? Die Dotcom-Blase oder eher aktuelle Entwicklungen?

Im Online-Handel hat das in der aktuellen Marktphase mE weniger etwas mit Konsolidierung zu tun als mit gescheiterten Experimenten.

Wenn überhaupt, dann gibt es eine Konsolidierung bei den Shop-Betreibern, das zwar aktuell populärste, aber ein aus meiner Sicht eher nachrangiges Geschäftsmodell.

Daneben bietet der Markt aber noch viel Platz für weitere Geschäftsmodelle (u.a. im Direktvertrieb von Marken/Herstellern, bei Shoppingclubs, ReCommerce, etc. im mobilen Bereich, wo der Boom erst noch bevorsteht).

Intershop hat jahrelang gut von Katalogversendern wie Quelle, Otto & Co. gelebt und zu spät begonnen, sich zukunftsträchtigere Handelssegmente zu erschließen. Deshalb ist jetzt die (Vertriebs-)Not groß http://www.intershop.de/ad-hoc-meldung/intershop-passt-ergebniserwartung-fuer-2014-an

Also das die Shopbetreiber eher ein nachrangiges Geschäftsmodell betreiben sehe ich nicht so. Wer macht denn den oben aufgelisteten Unternehmen die Schwierigkeiten? Doch nicht die Shoppingclubs oder ähnliches.

Danke für die Klärung.

Ich sehe da keine Not, der Liste zufolge gibt es ja noch viele rückwärts gewandte Unternehmen, die vielleicht Hilfe dabei brauchen, ihre Kataloge ins Internet zu drucken ;)

Irgendwie hätte der Blogbetreiber hier Comedian werden sollen.

Die zugehörige Studie gibts jetzt gratis (ohne die bisher fälligen 100 Euro "Schutzgebühr"): http://www.derhandel.de/news/unternehmen/pages/pdfs/346_org.pdf (PDF)

zu den Hintergründen: http://www.derhandel.de/news/unternehmen/pages/E-Commerce-Von-Vedes-bis-Expert-Die-Liste-der-bedrohten-Haendler-10486.html

@Jochen

Die Gewinnwarnungen bzw. die schlechte Finanzperformance von ISH haben imho mitnichten was damit zu tun, wer auf der Kundenliste steht, oder welche Kunden man angeht. Das ist in dem Fall leider einfach mal schlechte Unternehmensführung.
Demandware z.B. hat(te) i.W. exakt dieselben Kunden (siehe Neckermann), andere Demandware-Kunden finden sich auf der Liste, und DW ist irgendwie "hipp", wächst (zumindest im Umsatz) und ist an der Börse etwa 20x so hoch bewertet wie ISH.

Von daher muss ich Cornelia recht geben. Wenn man sich als Anbieter die Todesliste rauf und runter arbeitet, kann man sehr wohl gute Geschäfte machen.

Ich konnte bisher keine Erläuterung finden, wie diese Zahlen berechnet wurden, und auch nicht, was die Zahl zu bedeuten hat.

Warum hier im Blog mit Prozenten gearbeitet wird, und hier das Wort "Ausfallswahrscheinlichkeit" verwendet wird - das in der ursprünglichen Studie nicht verwendet wird - würde mich dann tatsächlich interessieren.Bitte um Aufklärung!

Jeder auf 100 indizierte Wert lässt sich genauso gut als Prozentwert wiedergeben.

Den Index/die Prozentwerte als "Ausfallwahrscheinlichkeiten" zu interpretieren war nur eine Anregung (an die Dienstleister).

Da es sich bei den Werten um ein Maß der Bedrohung handelt, bietet sich das an. Andere Interpretationen stehen natürlich jedem frei.

Ok - dann würde ich die Frage "Wie ist denn der Titel - Die erste Todesliste für den stationären Einzelhandel - entstanden?" gerne anschliessen wollen.

Natürlich lässt sich jeder Wert Prozentuel wiederspiegeln. Allerdings ist in dieser Studie 100 nur "Extrem Riskioreich". das ist ein mathematisch nicht absoluter Wert. Und umso missverständlicher, wenn hier plötzlich die Worte "Pleite" "Todesliste" "Ausfall" dazukommen - die in der zitierten Studie nicht gefallen sind.

Auf der Todesliste stehen diejenigen, die sterben werden. Genau darum gehts doch bei den "50 Bedrohtesten" mit hohem "Kill Thrill" Index (to kill; engl. für töten). Das sind im Klartext Unternehmen in Todesgefahr.

Die Verwendung des Begriffs "Ausfallwahrscheinlichkeit" im Zusammenhang mit den später genannten Prozentzahlen ist absolut unseriös, insbesondere wenn man die Bewertungsskalen von Ratingagenturen danebenhält.
Das Bashing des stationären Handels hier im Blog hat bedenkliche Ausmaße angenommen.

Zitat aus der 'Studie': "Kill Thrill gibt erste Hinweise auf eine latente Bedrohung durch einen Category Killer. Zur Berechnung des Kill Thrill, also des Grads der Bedrohung durch Category Killer, werden die Online-Relevanz der jeweiligen Warenkategorie und die Online-Performance der Handelsunternehmen herangezogen."

Ziemlich schwammige und unsichere Formulierungen: "erste Hinweise", "latente Bedrohnung"

Man sollte immer auch bedenken, welche Interessen die Studienverfasser oder E-Commerce Berater haben. Für die eigenen Consultingfirmen Beratungsmandate akquirieren, indem man solche Horrorszenarien an die Wand malt.

Exciting Commerce sieht sich nicht als PR-Blog für Wieselhuber & Partner. Und niemand mit Ahnung wird solche (Pseudo-Category-)Killer-Studien ernst nehmen, selbst wenn sich eine Wirtschaftswoche dafür hergibt, ihnen unnötig Gewicht zu verleihen.

Aber natürlich sind Studien und Berichte dieser Art die perfekte Vorlage für Exciting Commerce. Es kommt schließlich selten vor, dass Offline-Berater Negativlisten erstellen. Genau deshalb ist "die erste Todesliste" dieser Art ja so eine Sensation.

Der Online-Handel kann und wird nur auf Kosten des stationären Handels wachsen. Je schneller die Umsätze der Offliner einbrechen, desto besser für den Online-Handel. Je klarer man das verdeutlichen kann, umso schneller wird sich der Markt drehen.

Denn genau darum gehts ja bei Exciting Commerce: Wie schnell und mit welchen Konzepten kann der Online-Handel den Offlinern Marktanteile abjagen.

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