Am Puls der Zeit

Durchsuchen

Rettet Quelle den Katalog

Video Shopping Days

Innovationspartner

  • OXID eShop 4 - new & open sourcedotSource - die social commerce agentur
    Optaros - Open Source E-Commerce Solutions
    Marketing Factory Consulting
    onMarketing - Online Marketing im E-Commerce Netz98 - Social Commerce Agentur

    Innovationspartner machens möglich. Sie auch?

Bücher für 2009

Exciting Books

Blog powered by TypePad
Mitglied seit 05/2005

Oxid Commons: Mass Customization als Herausforderung

Gutes Geld lässt sich im Online-Handel auf absehbare Zeit vornehmlich mit exklusiven Sortimentsteilen und/oder exklusiven Verkaufsaktionen verdienen. 

Obwohl heute schon etwa zwei bis drei Prozent der deutschen Top 500 Shops (u.a. Spreadshirt, Shirtinator, Shirtcity, Personello, MyMüsli, FineArtPrint und diverse Fotodienste) vorwiegend von massenindividuell gefertigten Produkten leben, führen (einfache und intuitive) Konfiguratorlösungen im E-Commerce immer noch eher ein Schattendasein. 

Customwine

So setzen viele Online-Shops hierzulande und anderswo zumeist auf eigenentwickelte Konfiguratoren.

Open Source Systeme wollen hier Abhilfe schaffen. So gibt es seit kurzem für xt-Commerce neue Konfiguratorlösungen für Shirts und andere Produkte. Allerdings ist das neue xt-Commerce nicht mehr Open Souce verfügbar.

Mathias Fiedler von DeineSchokoladen und Till Achinger von Sonntagmorgen tüfteln gerade an einer Oxid-Erweiterung für kundenindividuelle Produktmischungen. Auf der Oxid Commons hat Mathias Fiedler einen erfrischend kurzen Einführungsvortrag zum Thema Mass Customization gehalten:

[Das Video beginnt leider erst nach der Werbung]

Weitere Infos zum Thema Mass Customization und Open Innovation finden sich im umfangreichen (Blog-)Werk von Frank Piller.

Sein letztes Buch über "Interaktive Wertschöpfung" ist kürzlich in einer stark überarbeiteten, zweiten Auflage erschienen.

Frühere Beiträge zum Thema:

Designfabrik: Otto-Manager bringt MyFab nach Deutschland

Wer sich wie wir in der letzten Woche gefragt hat, warum man einen Traumjob bei Otto einfach so mir nichts, dir nichts aufgibt, der bekommt hier die Antwort: Jesper Wahrendorf, bisher Leiter Business Development Neue Medien bei Otto, steigt als deutscher Geschäftsführer bei MyFab ein und will den Möbelversender nach Deutschland bringen.

Das französische Startup verkauft Möbel und Designobjekte nach dem Threadless-Prinzip ("Crowds stimmen über neue Produkte ab") und hat gerade - mit der Hamburger BV Capital als Lead-Investor - eine zweite Kapitalrunde in Höhe von 5 Mio Euro abgeschlossen:

Paris-based MyFab has just raised €5 million in a second round, coming from previous investor Alven Capital and led by BV Capital. The total amount invested in the company is now €7 million

Myfab

MyFab - which is currently available only in French and German - is an interesting e-commerce play in that its mission consists of cutting out all middlemen in the process of consumers buying furniture.

MyFab has raised the additional sum to prepare for an international roll-out and also to expand into other verticals e.g. fashion. It currently has about 600 items in stock and works with some 80 employees located all over the world."

Jesper Wahrendorf tritt damit in die Fußstapfen seines Vorgängers Björn Schäfers. Dieser führt heute die Geschäfte von Smatch.com.

Erfreulicherweise versteht es wenigstens ein Bereich im Hause Otto, in neuen (nachfragegetriebenen) Geschäftsmodellen zu denken (s. Beginnt jetzt die Zukunft des deutschen Versandhandels?), während Ottos hausinterne Ableger - zuletzt Yalook, DYK360, Jungstil, etc. - ja allzuoft immer nur noch mehr oder weniger kreativ versuchen, ein und dasselbe, alte (angebotsgetriebene) Geschäftsmodell mit neuen Features aufzupeppen.

Nachtrag (15.6.): MyFab will im September in Deutschland starten

Frühere Beiträge zum Thema:

Shopbörse: Fabidoo geht an die RT Reprotechnik

Die Leipziger RT Reprotechnik hat den Münchner 3D-Druckdienst Fabidoo übernommen und damit nach Rapidobject und dem Druckgarten (gerade außer Gefecht) den dritten 3D-Dienst im Portfolio:

Fabidoo

Die Gründer haben die Produktion von Fabidoos im Oktober aus Kostengründen eingestellt. Seit dieser Woche werden wieder Fabidoos gedruckt.

Fabidoo zählte zu unseren Innovationstreibern 2007 - und hat im letzten Jahr unter anderem mit seinen USB-Sticks und regelmäßigen Design-Wettbewerben für Aufmerksamkeit gesorgt.

International zählt Shapeways zu den Pionieren in diesem Bereich. Das erfolgreichste Angebot im Endkundensegment dürfte jedoch weiterhin Figureprints betreiben.

Frühere Beiträge zum Thema:

Netzwerte 09: Gute Geschäftsmodelle für digitale Zeiten

Im elektronischen Versandhandel sind in den ersten 15 Jahren gut ein halbes Dutzend neuer Geschäftsmodelle entstanden - mit Marktpotenzialen von jeweils einer Milliarde Euro und mehr. Mehr als ein Dutzend beachtenswerter Geschäftskonzepte befindet sich aktuell im Test- und Experimentierstadium:

Businessmodels

Gerade weil sich Exciting Commerce in erster Linie mit neuen Märkten und neuen Geschäftsmodellen befasst, zählt es zu den ernüchterndsten Erfahrungen, in Workshops und Management-Briefings zu erleben, wie unfassbar schwer sich gestandene Manager selbst bzw. vor allem in den obersten Führungsetagen damit tun, in Geschäftsmodellen zu denken.

Erfahrungsgemäß ist es sowohl schwierig, Managern neue Geschäftsmodelle nahezubringen als auch gemeinsam neue Modelle zu entwickeln. Da es Manager traditionell eher gewohnt sind, in Absatzkanälen zu denken, können sie sich schlecht freimachen von ihren jeweiligen Erfahrungshorizonten und beurteilen sämtliche neuen Konzepte immer zuerst einmal durch die Brille ihres bestehenden Geschäftsmodells.

Die Blindheit für neue Geschäftsmodelle ist nicht nur im Handel ein Problem. Weitaus dramatischer ist die Lage inzwischen in der Medien- und Musikindustrie: Erst versuchen die Manager, dem Internet ihr traditionelles Denkmodell überzustülpen - und wundern sich dann über "lausige Pennies".

Der langjährige Musikmanager und heutige Unternehmer Tim Renner hat den notwendigen Umdenkprozess kürzlich wieder einmal sehr prägnant beschrieben:

"Der Wechsel vom analogen zum digitalen Medienträger bringt immer auch einen Wechsel des Geschäftsmodells mit sich.

Kein Zweig der Medienindustrie sollte den Fehler machen, die Vorteile der analogen Medienträger zu überschätzen."

Was für CDs, Zeitungen und Magazine gilt, trifft den Katalog nicht minder hart.

Die große Herausforderung speziell für Manager im Versandhandel ist es, endlich das Katalog- bzw. das Ladenmodell aus dem Kopf zu bekommen. Erst dann wären sie einigermassen offen für neue Geschäftsmodelle.

Nachtrag: Clay Shirky setzt noch einen drauf und argumentiert, dass auf Dauer auch die faulsten Ausreden nichts nützen ("Newspapers and Thinking of the Unthinkable"). Gerade wenn neue Geschäftsmodelle langsamer entstehen als bestehende implodieren, müsste die Devise lauten "Experimentieren, experimentieren, experimentieren." (via)

Frühere Beiträge zum Thema:

Threadless präsentiert neue Produktideen für Naked & Angry

Nakednangry Threadless hat in der letzten Woche eine Reihe von neuen Produktideen für seine Schwestermarke Naked & Angry vorgestellt.

Während sich Threadless vor allem auf T-Shirts und zuletzt auch Kunstdrucke konzentriert, soll es bei Naked & Angry nach Krawatten und Tapeten künftig auch Handtaschen, Geldbörsen, Geschirr und Regenschirme mit von der Community gestalteten Designs geben.

In der Ankündigung heißt es:

"It's a super launch today at Naked & Angry with SEVENTEEN new patterned-to-perfection products hitting the shelves!

Totes and handbags, men's/women's wallets and clutches, dish sets and umbrellas, all featuring patterns submitted by the Naked & Angry community! Ranging from amazingly cheap to a bit expensive, you'll be sure to find the item to suit your style and need."

Begleitet wird der (Re-)Launch von einem Videowettbewerb bei Facebook.

Das neue Produktspektrum verdeutlicht ganz gut die Potenziale, die in dem Threadless-Ansatz noch stecken.

Neu gestaltet ist auch die Homepage der Threadless-Mutter Skinnycorp

Frühere Beiträge zum Thema:

Twittertipp: Fluid Forms - Your Unique Designs

Die Blogbeiträge sind für Nicht-Initiierte auf Dauer vielleicht etwas zu sperrig, aber bei Twitter liefern die Jungs von Fluid Forms genau die richtige Dosis Information und Inspiration für Freunde "einzigartigen" Designs:

Fluidforms 

Frühere Beiträge zum Thema:

pick!t today: The BUGvonHippel

Wo wir gerade von der Steigerung des Netzwertes sprechen. Die Bugblogger haben zum Start des BUGvonHippel ein sehenswertes Video-Interview mit Namensgeber Eric von Hippel, einem der Väter der Open Innovation:

Threadless gliedert Typetees und Select (wieder) aus

Langjährige Exciting Commerce Leser werden noch wissen, wie Threadless, unlängst vom Inc. Magazine zur "Most Innovative Small Company in America" gekürt, vor zwei Jahren seine Produktlinien auf der Hauptseite vereinigt hat. Jetzt werden sie wieder ausgegliedert:

Theselectseries

"We are very excited to announce the launch of two new sites: TheSelectSeries.com and Typetees.com. Already popular lines on the main Threadless site, we have now given them their own space on the web to grow and flourish!"

Und noch mehr Rätselhaftes aus dem Hause Threadless: Wer kennt diese beiden Herren? Und was machen sie im Sortiment von Threadless?

Threadlessghost

P.S. Zumindest einer der beiden wird am 27.11. auch in Düsseldorf vertreten sein und, wer weiß, dann auch von den Erfahrungen mit/bei Threadless berichten.

Frühere Beiträge zum Thema:

Trendsetter: What's next in Mass Customization?

2008 zählt zu den spannendsten Mass Customization Jahren seit langem, mit einer Fülle guter Startups und interessanten technischen Neuerungen:

Paragonlake

Zazzlekeds

  • Heißester Kandidat für die MC-Company des Jahres ist Zazzle, das sich mit dem bemerkenswerten Keds Studio und einer Fülle weiterer Aktivitäten zunehmend zur universellen MC-Plattform entwickelt und in Kürze auch in Europa startet. Bemerkenswert ist beispielsweise auch der neue Zazzle-Designer, der Entwürfe der Körperform entsprechend anzeigt. Hier die unverfängliche (männliche) Variante:

Zazzledesigner

Einen guten Überblick über die spannendsten Trends und Unternehmen im MC-Markt erlaubt das Programm des ersten Smart Customization Seminars, das Frank Piller und Kollegen am 10./11. November in Boston veranstalten. Mehr auch in seinem Blog.

Frühere Beiträge zum Thema:

RYZ: Eignet sich das Schuhgeschäft fürs Crowdsourcing?

Nach KedsStudio ist RYZ ein weiteres bemerkenswertes Schuh-Projekt: Auf den ersten Blick wirkt die Seite wie die Schuh-Schwester von Threadless. Das Konzept ist entsprechend:

"RYZ invites anyone to design the perfect pair of shoes. We’ll produce the most popular designs, sell them around the world, and share the profits with the designer."

Ryz

Doch eignet sich der Crowdsourcing-Ansatz, den Threadless so erfolgreich praktiziert, wirklich fürs Schuhgeschäft? Frank Piller meint, durchaus:

"I am wondering since long what could be good fields where the extremely profitable Threadless idea can be applied to, and footwear could be one option.

Rob Langstaff is not an outsider of the sneaker world. The former Adidas America Inc. president has turned the business model of its former employer upside down. Instead of assigning design jobs to inhouse designers, he is relying on online clusters of consumers to design products and figure out which ones to sell.

Rob Langstaff is putting $4 million into his shoe startup, saying there is too great a disconnect between businesses and consumers. He expects to do $40 million in revenue by 2012 (which would be about half the time of Threadless’ way to scale, but could work given his larger experience in the market and the higher price tags) ...

So I am curious to see whether Mikal Peveto and Rob Langstaff’s predictions come true. They took some serious modifications of adopting the Threadless models for their industry. But Threadless’ customers are as much purchasing the membership in a club, a community, by purchasing t-shirts frequently at $15 a pop. I am not quite sure that this will work with $90 sneakers."

Zazzle und Keds tun sich da um einiges leichter. Nicht nur sind die Schuhmodelle weitaus preiswerter, sie werden zudem komplett nach Kundenwunsch gefertigt.

(via)

Frühere Beiträge zum Thema: