Wie die Webby Awards zuletzt gezeigt haben, sind Mass Customizing Lösungen eines der großen E-Commerce-Themen dieser Tage.
Gerade auch kleinere Händler und Spezialisten können damit punkten, indem sie Mass Customizing Lösungen als attraktives Add-On anbieten.
Ein gutes Beispiel ist der Dirndl-Konfigurator des Rosenheimer Trachtenstoffe-Versenders Stoff Reich.
Aus der Pressemitteilung:
"Mit dem neuen Dirndl-Konfigurator (...) kann jede Trachtenliebhaberin im Handumdrehen zum eigenen Dirndl-Designer werden.
Auf der Internetseite gibt es weltweit einmalig die Möglichkeit, sich Trachtenstoffe direkt auf eine virtuelle Schneiderpuppe zu projizieren und verschiedene Stoffkombinationen mit Schürze, Bluse, Rock und Oberteil auszuprobieren.
Der Stoff des zusammengestellten Outfits kann danach direkt per Telefon oder Internet bestellt werden.
Männer kennen einen Konfigurator aus der Automobil-Welt. Mit ein paar Mausklicks lässt sich auf vielen Auto-Internetseiten ganz schnell das persönliche Wunschauto zusammenstellen und mit allen Extras maßschneidern.
Ein Prinzip, das sich das Traditionsunternehmen Stoff Reich in Rosenheim für seine große Auswahl an Trachtenstoffe zunutze gemacht hat."
Entwickelt hat die Flash-Lösung die Münchner Agentur Biering:
"Unser Kunde forderte eine anschauliche und einfach zu bedienende Website, in der man nicht nur Stoffmuster betrachten kann, sondern auch die Wirkung des Stoffes beurteilen kann. Die Stoffe sollten lebendig dargestellt werden und vom Benutzer auf eine Schneiderpuppe projeziert werden können.
Mittels einer interaktiven Flash-Anwendung werden die Stoffe zunächt nach Rubriken (Rock, Oberteil, etc.) in 4 Kategorien sortiert dargestellt. Der Benutzer kann nun seine persönliche Puppe mit Stoffen "behängen" und so die Gesamtwirkung beurteilen.
Zudem werden alle Informationen zum Stoff aus dem Shop sofort mit übertragen. Ist ein Dirndl zusammengestellt, kann der Benutzer unter Angabe der benötigten Menge die ausgewählten Stoffe sofort in den Warenkorb legen, oder das zusammengestellte Dirndl speichern und später wieder aufrufen."
Weitere Beispiele für Konfiguratorkonzepte finden sich im E-Commerce User Forum
Frühere Beiträge zum Thema:
- Schöne neue Welt: Kundenwunsch statt Massenramsch
- Vom "Mass Customization Gipfel" in München
- Top-Ideen 2005: Die Mitmach-Kultur (im E-Commerce)
[P.S. Hat nicht jemand Lust, ein aktuelles Blog zum Thema Mass Customizing zu starten? Es gibt mittlerweile soviele gute Konzepte, soviele Konfiguratoransätze, die sich lohnen, im Detail besprochen zu werden. Wer also noch ein zukunftsträchtiges Thema für sein E-Commerce-Blog sucht. Im Bereich Mass Customization gäbs noch echte Pionierarbeit zu leisten ;-)]
Der Dirndl Konfigurator ist ja ganz nett, aber richtig cool und leider viel zu wenig beachtet ist der Stylingshop von OTTO, den ich mit meiner Firma bereits vor 2 Jahren realisiert habe, noch vor dem ganzen 2.0 Hype.
Kunden können unter http://www.otto.de/stylingshop ausgewählte Modeartikel aus dem OTTO Sortiment per Drag & Drop an einem Model kombinieren und bestellen. Neben der Kombiniermöglichkeit können einzelne Kombinationen gespeichert und das Model durch Änderungen der Frisur, Haarfarbe und des Hauttons personalisiert werden.
Mit dem Stylingshop haben wir ein Tool entwickelt, das dem Kunden einen echten Mehrwert bietet, Spaß macht und die Modekompetenz von OTTO unterstreicht.
Das Projekt wurde in Flash realisiert und ist in dieser Form sowohl technisch als auch konzeptionell einmalig. Die anspruchsvolle Lösung mit Datenbankanbindung ermöglicht die Kombination realer Produktabbildungen auf spielerische Weise an einem Model.
LG, dirk
Kommentiert von: Dirk Lanio | 21. Juli 06 um 11:04 Uhr
Einmalig? Was ist das Einmalige an der "digitalen Anziehpuppe"? Für mich ist My Virtual Model, wie es beispielsweise Landsend anbietet, durchaus vergleichbar.
http://www.mvm.com/en/index.htm
Kommentiert von: Martin H. | 21. Juli 06 um 13:30 Uhr
Konfiguratoren stecken nach wie vor in den Kinderschuhen. Es gibt keine Bücher, keine BestPractices usw. Dafür gibt es massenweise Stückwerk und Schrulligkeiten. Für einen eigenen Blog reicht die Zeit nicht - mitschreiben würde ich aber gerne an einem.
Sorry, diese coolen, innovativen Flashsites gehen doch alle den Bach runter über die Zeit. Die sind viel zu teuer zu Pflegen, überfordern den Nutzer, kennen meist kein Deep Linking für die Werbung und die Agenturen verweigern meist Benchmarking usw.
@ Dirk Lanio
Warum wird der Konfigurator 'zu wenig beachtet'? Vielleicht geht er an den Nutzervorstellungen vorbei - welche Konsequenzen wurden denn aus den 2 erfolglosen Jahren gezogen?
@Dirndl Konfigurator
Ich habe lange auf die Anzeige der Schürze gewartet - sie wird nicht angezeigt. Das nenne ich nicht 'cool' sondern fehlerhaft - dafür eindeutig zu teuer!
Gibt's auch bei Porsche zu besichtigen - der Wiedekind wird nie einen Porsche Cayenne in diesem Konfigurator zu Ende gebracht haben - das hat noch keiner geschafft. Ich verstehe nicht wie diese Machwerke durch eine Qualitätskontrolle kommen.
Ich kenne auch persönlich 2 Kunden von mir, die sich keinen Audi gekauft haben, weil der Konfigurator so schlecht war.
Konfiguratoren - letztendlich ein großer Markt für Beratung
Kommentiert von: Horst Brückner | 21. Juli 06 um 15:16 Uhr
@Martin: MVM hat gerenderte Artikeldarstellungen, die leider nicht den realen Artikeln im Aussehen entsprechen. Die Verwendung von realen Artikeldarstellungen, also Fotos, macht die Sache einzigartig, aber natürlich auch zugegebenermaßen nicht unbedingt günstig in der Pflege, da die Artikel extra fotografiert und digital nachbearbeitet werden müssen.
@Horst: Durchaus erfolgreich auf OTTO.de, aber wenig beachtet in der Presse ;-). Und Probleme wie bei Audi gibt es auch nicht.
Kommentiert von: Dirk Lanio | 21. Juli 06 um 17:02 Uhr
Schoene und notwendige Diskussion hier. Der Dirndl-Konfigurator ist ein nettes neues Beispiel, wird aber allerdings uns nicht viel weiterbringen und die Zielgruppe eher verwirren als neuen Umsatz schaffen.
M.E. ist dies ein reines PR-Tool (und als solches legitim, man bekommt immer noch recht einfach gute Presse mit einfachen Tools, warum also nicht).
Ein wriklich guter Dirndl-Konfigurator haette:
- An erster Stelle ein Tool, das dem User hiflt, die richtige Menge Stoff zu bestellen.
- Eine bessere Visualisierung der Stoffe, Zoom-in, etc., hier ist der Standard heute viel viel weiter.
- Hilfestellungen, welche Farben mit welchen kombiniert werden koennen, um entweder regionstypische Trachten oder aber aestethische Gesichtspunkte zu beachten.
- Hilfestellung, zu welcher Figur welche Dirndl-Kombination vorteilhaft ist, etc ...
Denn wer ist die Zielgruppe dieses Tools, wenn es ernst gemeint ist und nicht nur PR Gag? Jemand, der noch keine grosse Erfahrung in Dirndl-Naehen hat und hier neue Anregungen braucht -- die das Tool aber nicht liefert. Scheiderprofis, die o.g. Fragen einfach beantworten koennen, haelt dieses Tool eher auf.
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Zur Otto-Website: Auch hier fehlt die Beratungskomponente voellig, deshalb kein Nutzen fuer den Nutzer !!! Das ist das Tool von MVM viel besser, denn es erlaubt die Stielberatung auf einem persoenlichen Modell, mit Engine im Hintergrund, die je nach Koerperform automatisch vorteilhafte Kleidung anbietet. Das Otto-Tool ist kein Konfigurator etc., sondern eine schoene Umsetzung einer Modezeitschrift, aber kein Ersatz fuer einen menschlichen Berater (was ein guter Konfigurator sein sollte).
Kommentiert von: Frank Piller | 22. Juli 06 um 16:07 Uhr
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We are pleased to announce that we are manufacturing Bavarian Pants in Pakistan and can supply these Bavarian Clothes on the most competitive prices.
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Sincerely,
Khalid Mahmood
Director.
Kommentiert von: Khalid Mahmood | 18. März 10 um 13:34 Uhr