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Kommentare

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Ich finde die Kurve nicht sonderlich ernüchternd. Ich glaube, dass sich im Anstieg zwei Dinge wesentlich widerspiegeln: Medienhype + Weihnachtsgeschäft. Ich glaube auch nicht, dass Mymuesli sonderlich viel Umsatz über google generiert. Ich kann mir kauf vorstellen, dass über das Suchwort Müsli (bei einer Nr. 1 Position) allein mehr als der Dezemberumsatz 2007 im ganzen Jahr zusammen kommt.
Sicherlich wird das größte Umsatzpotential auf der Ausweitung des Geschäftsmodells auf Auslandsmärkte zu erwarten sein. Zudem werden sicherlich bald Incentive-Agenturen und die Werbegeschenke-Versender Müsli en gros abnehmen.
Ich glaube schon, dass der Umsatz Dez. 2008 über dem Vorjahr liegen wird.

grusz
klm

Also ich finde es auch super spannend wie sich MyMuesli weiter entwickeln wird.

Der Medienhype ist bald vorbei und dann sind die Kunden die immer wieder kaufen sehr wichtig. Werbung ist teuer und die Konkurrenz steht in jedem Supermarkt.

Die vor wenigen Tagen veröffentlichten Zahlen regen immer gern zum nachdenken und weiter rechnen an.

So zum Beispiel folgendes:
Der Umsatz scheint laut Statistik weniger zu werden. Was passiert mit den 35 Teilzeitkräften auf 400EUR Basis, die inkl. Steuern locker über 18.000EUR im Monat kosten.

Ich finde die Zahl der Mitarbeiter übrigens megahoch. Der bisher erziehlte Erfolg ist zwar wirklich toll und meinen Respekt haben die Jungs auf jeden Fall, aber ich vergleiche das gern immer mit meinem eigenen Geschäft und dessen Zahlen und ich hätte ganz schöne Bauchschmerzen mir 35 Leute ans Bein zu binden, wenn ich sehe wie stark der Umsatz bei MyMuesli schwankt.

Naja, mal sehen wie das nächste Quartal bei den Passauern aussieht. Ich habe diese Woche das erste Mal dort bestellt und bin schon sehr gespannt auf die Verpackung (Ich esse eigentlich kein Müsli ;0).

Ich denke, dass es eine ganz normale Entwicklung bei mymuesli gibt. Beim Jahreswechsel etwas höheres Niveau, was nicht gehalten werden kann und dann im nächsten IV. Quartal werden die Jungs auf jeden Fall üer dem Vorjahr liegen, kein Zweifel.

Customization-Modelle brauchen immer lange. Gerade bei Müsli ist es ja so eine Sache, wie viel vom ersten Spaß übrig bleibt. Bivolino (Hemden) aus Belgien hat auch eine lange Zeit gebraucht, um sein Konzept im Alleingang und in Kooperation mit Versandhändlern auf geraden Kurs zu bringen.

Daher bin ich überzeugt, dass ein Markt dafür besteht. Mit anderen Produkten könnte es sogar einfacher gehen: Immer da, wo man die Einzelteile nicht so leicht und günstig auf dem Markt bekommt wie bei Müsli. Also die Idee, die die Jungs von allmytea.de gerade entwickeln. Auch da ist natürlich die ganze Problematik dabei, dass ich weder schmecken noch riechen kann, was ich da mixe.

Julie & Grace im Schmuckgeschäft finde ich noch spannender. Die haben eine große Leistung hingelegt, was die logistische Kette angeht. Und das Modell hat deshalb Charme, weil man (oder gerade auch frau) immer wieder für sich selbst oder andere Schmuck braucht. Das wissen ja alle, die normal im Versandhandel mit Schmuck arbeiten: Schmuck ist so ein Produkt, das nie ein Sättigungsgefühl weckt. Das hat Julie & Grace ja auch mit Fabidoo gemein.

Kurzum: MyMuesli hat einen Markt, der aber nicht explodieren kann. Es bleibt eine Nische. Solange man das profitabel hinbekommt, ist ein Nische doch auch eine feine Sache.

Was soll man da noch sagen, wenn alle meine Vorredner so gute Analysen anstellen.
My-Muesli hat im deutschsprachigen (2.0) Markt sicher so was wie eine Themenführerschaft hinbekommen. Diese PR-Leistung ist sicher eine der Eindrucksvollsten die ich jemals gesehen habe für ein kleines Start Up Unternehmen. Auch ich bin mir nicht sicher ob sie die guten Verkaufszahlen wiederholen können, es gibt da einfach einen zu hohen Prozentsatz, die das mal ausprobieren wollen bzw. mal was besonderes schenken wollen. Doch das ist keine Sache die sich wiederholt. Wie man aus diesem Dilemma rauskommt?
Keine Ahnung

Ganz wichtige Aussage: "Solange man das profitabel hinbekommt, ist ein Nische doch auch eine feine Sache..."

Ist die "Kosten-Einnahmen" Seite über einen relevanten Betrachtungszeitram sauber, sind Konzepte mit einem klaren Business Modell - das ist heute bei vielen Startups ja leider nicht so - ganz klar auf der Siegerseite. Für eine Skalierung kann sich dann auch etwas Zeit gelassen werden.

Persönlich glaube ich auch, dass Julie & Grace eine noch größere und schneller skalierbare Nische bedient. Schmuck ist eben emotional und weniger rational :)

Ich glaube weniger an ein Google Problem bei diesen Konzepten. Der virale Effekt ist hier der größere Hebel... und dass ist eine beneidenswerte Tatsache, die jeder Anbieter in einem breiten und gesättigten Markt gerne als Option hätte. Wenn man in der Skalierung auf eine rein vertriebliche Steuerung angewiesen ist, ist die "Google Keule" wesentlich härter...

Die Interpretation der Geldzuflüsse, denn mehr stellt die obige Grafik nicht dar, gleicht Kaffeesatzlesen.
Ich war erst ganz erstaunt über die Schlußfolgerung, dass die hohen Umsäte durch den Verkauf von Gutscheinen erzielt worden sind, was natürlich absoluter Quatsch wäre. Verkauf von Gutscheine führt nie zu Umsätze, da keine Leistung erbracht wird. Die FTD klärt dann zu meiner Erleichterung auf, dass es sich bei den Zahlen um die Einnahmen handelt.
Mal eine andere Theorie zu den Zahlen: Mymüsli hatte im Februar sogar für 200 TEUR Müsli verkauft, von denen 128 TEUR erst im März bezahlt wurden :-)
Sorry, aber auf Basis der obigen Zahlen, die von den Kontoauszügen stammen (Quellen: Angaben von Hubertus Bessau, Auszüge des Geschäftskontos) kann wohl kaum eine seriöse Prognose der Geschäftsentwicklung abgeleitet werden.

Das stimmt natürlich. Die Chartbeschriftung ist entsprechend korrigiert.

Es geht auch weniger um eine Prognose der Geschäftsentwicklung, sondern um eine Diskussion des Geschäftsmodells auf Basis der verfügbaren Informationen.

@ Dennis:
Wo hast du die Info mit den 200TEUR im Februar denn her? Das habe ich bisher noch nicht gelesen.

Übrigens:
Mein Müsli ist heute gekommen. Die Verpackung ist cool, nur der Karton drum herum ist leider sehr dreckig geworden, was bei einer weißen Verpackung ja leicht passieren kann.
Geschmacklich ist es nicht der Hit. Es schmeckt eigentlich nur nach Haferflocken, da viel zu wenige Zusatzsachen drin sind, obwohl ich Ananas und Feigen dazu bestellt hatte. Ich finde das müsste man ausgewogener machen. Ich habe nur auf jedem 2-3 Löffel mal ein bissel Ananas oder Feige drauf.

So habe ich jetzt das Gefühl 8,80EUR inkl. Versand für eine hübsche Dose mit Haferflocken ausgegeben zu haben. Obwohl der Gag an der Sache ja eigentlich die tollen Zutaten sein sollen.

Hmm, naja, werde wohl nie zu einem Müslifan.

mymüsli bleibt eine Nische, korrekt... solange Sie nicht ergänzende & weitere Interessante Features bzw. Produkte (rund ums Müsli) anbieten werden!

erst vorweg: Kompliment! Hier wird wirklich mal fachbezogen diskutiert.

Im letzten FOCUS war ein Artikel über Mass Customized. Hier wurden mymüsli,juicywalls und auch wir (yourtee.de) vorgestellt.
Dort hat hat ein Prof. (ich hab den Namen nicht im Hirn... bin aber auch gerade zu Faul den Focus im Wohnzimmer zu holen *lach*) einen Kommentar zum Thema abgegeben.
Nebenbei: Jochen Krisch!

Wichtig war: Der vergleich mit Adidas. Die haben es über Ihre Ladenlokale versucht – individuelle Kundenwunscherfüllung. Leider wohl gescheitert bzw. schwierig die Gewinnzone jemals zu erreicht, weil einfach die Kosten zu hoch sind (Mitarbeiter, Ladenlokal ect.)

Aus meiner Sicht hat das Thema ja unglaublich Potenzial im Internt: Denn es gibt einen Grund warum ein Kunde ein Produkt kauft – es muss Ihn gefallen und ein Problem lösen!

Wenn nun ein Produkt (sei der Kundenkreis noch so klein) dem Kunden ein Problem löst und der Kunde kann es dann noch selbst gestallten (Kundenwunsch) ist die „Kaufrate“ theoretisch unglaublich.

Ich denke, es kommt darauf an ob man es schafft den Kunden an sich zu binden: Hier hat jemand geschrieben, dass der Konkurrent in jedem Supermarkt sitzt: Und genau da liegt das Problem – denn dann ist der Kunde fast schon dauerhaft verloren! Nur wenn man Ihn in einen regelmäßige Kaufzyklus bekommt bleibt er Kunde!

Kann einer Bestätigen: Ich meine mal gelesen zu haben, dass mymüsli rund 500 Euro im Monat für Werbung ausgibt – gerne mehr ausgeben würde wollen – aber leider nicht mehr nach müsli gesucht wird!
Wäre dann das nächste Problem: Ist meine Zielgruppe so stark im Netz unterwegs?!

Frank Piller wars ;-)

Ich denke, was vor allem in Martins Kommentar http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2008/04/sales-update-my.html#comment-109373166 gut zum Ausdruck kommt: Mass Customization ist nicht gleich Mass Customization.

Es gibt MC-Konzepte, die sind produktseitig eher beschränkt, wie MyMüsli und die vielen anderen Mix-Konzepte, die nun, inspririert durch den vermeintlichen Erfolg von MyMüsli aus dem Web schießen, und es gibt produktseitig offene MC-Konzepte wie Julie & Grace, Fabidoo, aber auch Spreadshirt, Juicywalls, etc., die durch die individuelle Gestaltung gewinnen.

So skeptisch man dem Potenzial von MyMüsli & Co. gegenüber sein muss, so zuversichtlich kann man sein, was die Zukunftsaussichten der anderen angeht. Vorausgesetzt sie finden für ihr Produktkonzept das richtige Verkaufskonzept.

Hallo,

ich glaube, dass ein aspekt des potentials von Mymuesli hier noch gar nicht zum ausdruck gekommen ist. und damit meine ich die möglichkeit der produktion von kleinserien für b2b-kunden.

latente ansätze gibt es ja bereits:
http://www.wochenblatt.de/live/php3/redaktion/ausgabevolltext.php3?untermandant=31&text=1&id=7422

ich kann mir gut vorstellen, dass in die richtung noch eine ganze menge geht.

kombiniert mit einer fortschreitenden rationalisierung beim mischen in der produktion, ist sicher noch einiges zu erwarten.

von daher verstehe ich die skepsis überhaupt nicht mehr. diese wäre vor einem jahr angebracht gewesen, aber jetzt noch, wo umsätze von >100.000/monat realisiert wurden?

grusz
klm

ich möchte kurz Florian eine Antwort geben, wegen dem Vergeleich mit Adidas.
MC hat sicher nicht im Internet eine Zukunft. Vielleicht kennt jemand auch das MC Konzept von Nike: NikeID. Deren Konzept ist zwar auch vor allem auf das Internet zugeschnitten, sie haben jetzt aber auch schon zwei Geschäfte in NY und London. Man kommt aber nur mit Einladung rein, es ist also eigentlich eher eine Form von sehr intelligentem Marketing. Trotz wirklich erfolgreichen Beispielen bin ich mir sicher, dass sich Ladenlokale im Zusammenhang mit MC sehr gut machen werden. Bei Schuhen kann man durch MC nicht nur die Farbe sondern auch die Passform variieren. Bei Tee geht es ja wohl vor alem um den Geruch und den Geschmack, perfekt also um sich seinen eigenen Geschmack zu machen, da wird das Bild niemals dem gerecht werden.
MC von Schuhherstellern gibt es übrigens in Hülle und Fülle: http://mass-customization.blogs.com/mass_customization_open_i/2005/10/an_overview_of_.html

Ich denke, gerade für große Unternehmen sind Mass Customization Lösungen ohnehin immer ein neuralgisches Thema: Wer es aus rein kommerziellen Erwägungen macht, wird wohl eher enttäuscht sein.

Aber es gibt auch eine Reihe von anderen strategischen Gründen, warum MC-Modelle auch im Konzernkontext Sinn machen können. Siehe die Untersuchungen von Klaus Moser: http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/03/bestseller_klau.html

Das Faszinierende bei Nike ist, dass es - wie Du schon schreibst - zu einem generellen Strategiewechsel gehört. Die Welt hat das kürzlich sehr ausführlich dargestellt:
http://www.welt.de/wirtschaft/article1781016/Apple_und_Internet_machen_Nike_stark.html

Und hier im Blog war es auch schon Thema: http://ecommerce.typepad.com/exciting_ecommerce/2007/02/the_customer_de.html

Über das vorhandene Potenzial von MC-Konzepten lässt nun vortrefflich streiten. Bei mymuesli sehe ich aber gar nicht so schwarz.
Man sollte hier nicht vergessen, dass das angebotene Produkt aufgegessen/verbraucht wird und dann beim Konsumenten ein neuer Bedarf entsteht. Ob ein Kunde wiederkommt, hängt dann maßgeblich von dessen Zufriedenheit ab - Tobi wird wohl nicht mehr bestellen ;-)
Laut Nielsen hatte der Markt ein Umsatzvolumen von 275 Mio Euro in 2003. Mit Bio- und Fitness-Wahn geht da noch was... Hiervon könnte mymuesli (mit Sportler- und Bionahrung per Applikation-/Widget-Einbindung in Shops) sehr gut profitieren.
Und warten wir mal ab - der nächste große Versuch Lebensmittel über das Internet zu verkaufen, wird garantiert gestartet.

Die Idee von MM ist recht pfiffig und die Marketing/PRmaschine läuft gut bei den MM Jungs. Sicher ein Teil des Erfolges. Was äusserst problematisch ist ist die schlechte Kostensituation die durch MC bei solch "billigen" Produkten wie Lebensmitteln entsteht. Weiter oben wurde ja bereits fest gestellt wie viele Leute dort rumspringen. Und die arbeiten alle nicht für Gotteslohn. Der Knackpunkt wird also nicht der Umsatzerfolg sein, sonder ob die ganze Sache profitabel dargestellt werden kann, weil die Perso Kosten bei dem customizing Konzept ja proportional mit dem Umsatz mitwachsen. Man muss sich vorstellen dass das alles in Handarbeit in DE passiert! Wohingegen die Fertigprodukte Hersteller durch ihre Produktionsanlagen fast ohne Lohnkosten auskommen. Die entscheidende Frage wird mE daher sein wie gut sie es schaffen auch Standardmischungen zu verkaufen. Und man sieht ja dass sie in die Richtung aktiv sind. Das MC ist quasi der Marketinggag und die phantasievoll benannten Standardmischungen sind die Cashcows ;-)

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